Frau-Handwerk-Nachfolge: Wettbewerb sucht weibliche Chefs im Handwerk
27.01.2026 - 11:54:12Die Bewerbungsphase für den Wettbewerb „Frau-Handwerk-Nachfolge“ 2026 läuft. Die bundesweite gründerinnenagentur (bga) will damit Frauen sichtbar machen, die Führungspositionen im Handwerk übernehmen. Noch bis zum 20. Februar können sich Betriebe und Organisationen bewerben. Eine letzte digitale Infoveranstaltung findet morgen statt.
Letzte Chance: Digitale Infoveranstaltung am 28. Januar
Am Mittwoch, den 28. Januar 2026, bietet die bga von 14:00 bis 15:00 Uhr eine letzte Online-Infoveranstaltung an. Sie richtet sich an Handwerkskammern, Innungen und Verbände. Im Fokus stehen die Bewerbungskriterien und das diesjährige Motto: „Mit innovativen Praxisansätzen zum Erfolg“.
Der Wettbewerb zeichnet seit dem 16. Januar herausragende Beispiele weiblicher Führung und Nachfolge aus. Es geht nicht nur um Preise, sondern um sichtbare Vorbilder in einer traditionell männlich geprägten Branche. Die morgige Session ist die finale Gelegenheit, offene Fragen vor der Bewerbungsfrist zu klären.
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Drei Kategorien für innovative Ansätze
Gefördert vom Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) gliedert sich der Wettbewerb in drei Kategorien:
* Kategorie A: Bewährte innovative Praxisansätze. Hier werden Maßnahmen gesucht, die seit mindestens sechs Monaten erfolgreich umgesetzt werden.
* Kategorie B: Umsetzungsreife innovative Handlungsansätze. Diese Kategorie ist für neue, pilothafte Konzepte gedacht, die bereit für die Realisierung sind.
* Kategorie C: Handwerkerinnen als starke Vorbilder. Hier werden einzelne Frauen ausgezeichnet, die eine Nachfolge gemeistert oder ihr eigenes Handwerksunternehmen gegründet haben.
Thematisch können die Einreichungen Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder Nachfolgelösungen im ländlichen Raum behandeln. Ziel ist es, die Vielfalt und Modernität des Handwerks unter weiblicher Führung zu demonstrieren.
Kampf gegen den Nachfolge-Notstand
Der Wettbewerb trifft den Nerv der Zeit. Branchendaten zufolge stehen in Deutschland rund 200.000 Handwerksbetriebe in den nächsten zehn Jahren vor der Übergabe an die nächste Generation. Ohne geeignete Nachfolger droht vielen die Schließung.
Die Initiative setzt gezielt auf das unterrepräsentierte Potenzial von Frauen. Zwar sind Frauen im Handwerk immer aktiver, in der Betriebsnachfolge und Geschäftsführung sind sie aber weiterhin eine Minderheit. Der Wettbewerb soll die Erzählung ändern und zeigen, dass „Nachfolge ist weiblich“ ein gangbarer und notwendiger Weg für die Zukunft der Branche ist.
Ausblick: Jurierung und Preisverleihung
Nach dem Bewerbungsschluss am 20. Februar sichtet eine Fachjury die Einreichungen. Die Preisverleihung ist für den 21. April 2026 in der Vertretung des Landes Brandenburg in Berlin geplant.
Die Auszeichnung dient den Gewinnern nicht nur als Qualitätssiegel, sondern auch als wirksames Marketinginstrument. Die bga appelliert erneut an die Bereitschaft zur Teilnahme – die Suche nach den innovativsten Nachfolge-Strategien des Jahres tritt in die entscheidende Phase.
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