FPÖ, Gratis-Parkzeit

FPÖ fordert längere Gratis-Parkzeit in Wien

21.01.2026 - 23:31:12

Die FPÖ will die kostenlose Kurzparkzeit in Wien verlängern, während die Stadt die Parkgebühren um 30 Prozent erhöht hat. Experten kritisieren, dass Parken in Wien im Vergleich zu anderen Städten zu günstig sei.

Die Wiener FPÖ will die kostenlose Parkdauer in der Stadt verlängern. Ihr Vorstoß trifft auf massive Gebührenerhöhungen, die seit Jahresbeginn gelten. Die Debatte entzweit Politik und Experten.

Von 15 auf 20 Minuten: Das fordert die Opposition

Konkret verlangt die FPÖ eine Ausweitung der kostenlosen Kurzparkzeit von derzeit 15 auf 20 Minuten. Die Partei begründet dies mit einem systematischen Abbau von Parkplätzen durch die Stadtregierung. Für alltägliche Besorgungen müssten Autofahrer immer weitere Wege zurücklegen – der alte Zeitrahmen sei nicht mehr realistisch. Der Vorstoß ist ein weiterer Baustein in der traditionell autofahrerfreundlichen Politik der Freiheitlichen.

Der Zündstoff: 30 Prozent höhere Parkgebühren

Die Forderung erhält ihre Brisanz durch drastische Preisanpassungen zum 1. Januar. Die Stadt erhöhte die Gebühren um 30 Prozent.
* Das monatliche Anwohnerparkpickerl kostet nun 13 statt 10 Euro.
* Eine Stunde Parken mit Kurzparkschein schlägt mit 3,40 Euro zu Buche.
* Einzige Ausnahme: Der 15-Minuten-Schein blieb kostenlos.

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Die Stadt hat die Parkgebühren zum Jahresbeginn deutlich angehoben – ein spürbarer Kostenfaktor für alle Autofahrer, besonders wenn das Auto regelmäßig in der Innenstadt parkt. Prüfen Sie jetzt, ob Sie bei Ihrem Dienstwagen mit der 1‑%‑Regel oder dem Fahrtenbuch steuerlich besser fahren: Der kostenlose Firmenwagen‑Rechner ermittelt in wenigen Minuten die für Sie günstigste Versteuerungs-Methode, berücksichtigt Hybrid‑ und Elektroförderungen und erspart teure Fehlentscheidungen ohne Steuerberater. In 3 Minuten Firmenwagen-Steuer optimieren

Die Stadt Wien begründet die Erhöhungen mit gestiegenen Infrastrukturkosten und einem notwendigen Inflationsausgleich.

Experten-Kontra: “Parken in Wien ist zu billig”

Während die Opposition die Belastung der Autofahrer betont, kommt aus der Fachwelt ein ganz anderer Ton. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) hält das Parken in Wien im internationalen Vergleich für nach wie vor zu günstig. In Städten wie Amsterdam oder Stuttgart seien die Tarife deutlich höher.

Kritisiert wird vor allem, dass die Gebühren nicht nach Lage gestaffelt sind. Das Parken in der Innenstadt kostet damit genauso viel wie in Außenbezirken. Für den VCÖ wird das Potenzial der Parkraumbewirtschaftung als Steuerungsinstrument nicht ausgeschöpft.

Ein Grundsatzstreit um den öffentlichen Raum

Hinter der Gebührendebatte verbirgt sich ein fundamentaler Konflikt: Wie soll der knappe öffentliche Raum in der wachsenden Stadt genutzt werden? Auf der einen Seite stehen Anwohner, Pendler und die lokale Wirtschaft. Auf der anderen Seite verfolgt die Stadtregierung das Ziel, den Individualverkehr zugunsten von Öffis, Rad- und Fußverkehr zu reduzieren.

Die flächendeckende Einführung des Parkpickerls 2022 war ein Schritt in diese Richtung. Die Einnahmen daraus sind zweckgebunden und fließen in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs und der Radinfrastruktur.

Was kommt als nächstes?

Ein Erfolg des FPÖ-Vorstoßes ist unwahrscheinlich. Er widerspricht der verkehrspolitischen Strategie der rot-pinken Stadtregierung. Die Diskussion wird jedoch weiter an Fahrt gewinnen, je spürbarer die neuen Gebühren werden.

Langfristig könnten differenziertere Modelle die Debatte bestimmen. Denkbar sind Tarife, die sich nach Lage, Fahrzeuggröße oder Emissionen richten. Für die Wiener bleibt die Frage, wie sie mobil sein wollen, ein zentrales Thema zwischen Kosten, Komfort und Lebensqualität.

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