Forschungsteam, Biomarker

Forschungsteam identifiziert Biomarker für schlafende Schmerznerven

10.02.2026 - 17:43:12

Ein internationales Forschungsteam identifizierte spezifische Biomarker für schlafende Nozizeptoren, was neue Wege für gezielte Therapien gegen chronische Nervenschmerzen eröffnet.

Ein internationales Team hat erstmals die molekulare Signatur sogenannter schlafender Nozizeptoren entschlüsselt. Diese Entdeckung im Fachjournal Cell eröffnet völlig neue Wege für gezielte Therapien gegen chronische Nervenschmerzen.

Die speziellen Nervenfasern gelten als zentrale Akteure bei neuropathischen Schmerzen. Bisher war ihre genaue molekulare Identität jedoch ein Rätsel – eine massive Hürde für die Medikamentenentwicklung. Das Team aus Würzburg, Aachen und Toronto kombinierte nun modernste Methoden, um diesen stillen Schmerzverursachern auf die Spur zu kommen.

Die molekulare Identität der stillen Schmerzverursacher

Mittels Einzelzell-Gensequenzierung und humaner Mikroneurographie identifizierten die Forscher ein spezifisches Genexpressionsprofil. Es kennzeichnet die schlafenden Nozizeptoren eindeutig. Zu den zentralen Biomarkern gehören:
* Der Oncostatin-M-Rezeptor (OSMR)
* Das Neuropeptid Somatostatin (SST)
* Der Ionenkanal Nav1.9

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Vom „Schlafzustand“ zur chronischen Pein

Im gesunden Zustand reagieren diese Nervenfasern nicht auf mechanische Reize. Bei Entzündungen oder Nervenschäden ändert sich das dramatisch: Sie „erwachen“ und werden überempfindlich. Plötzlich können schon leichte Berührungen schmerzen.

Bei chronischen Patienten senden sie sogar spontan und dauerhaft Schmerzsignale. Diese spontane Aktivität ist ein objektiver Hinweis darauf, dass periphere Nerven den Schmerz aufrechterhalten. Sie sind keine passiven Opfer, sondern aktive Treiber des Leidens.

Ein Paradigmenwechsel für die Schmerztherapie

Bisher konzentrierte sich die Forschung oft auf das Gehirn und Rückenmark, wo Schmerz verarbeitet wird. Der aktuelle Durchbruch verlagert den Fokus dorthin, wo die Signale entstehen: in die Peripherie.

Indem man die spezifischen schmerzerzeugenden Zellen nun kennt, können Wirkstoffe entwickelt werden, die selektiv nur diese Zellen „beruhigen“. Das verspricht präzisere Therapien mit weniger Nebenwirkungen als heutige, oft breit wirkende Schmerzmittel.

Der Weg zu neuen Medikamenten beginnt

Mit den identifizierten Biomarkern beginnt eine neue Phase. Forscher können nun gezielt nach diesen Neuronen in Gewebeproben von Patienten suchen und ihre Rolle bei verschiedenen Krankheiten untersuchen.

Rezeptor OSMR und Ionenkanal Nav1.9 dienen als direkte Zielstrukturen für die Pharmaforschung. Das Ziel: Substanzen finden, die die schmerzauslösende Überaktivität dieser Nerven selektiv unterbinden. Bis zu neuen Medikamenten werden zwar noch Jahre vergehen – aber der entscheidende erste Schritt ist getan. Für rund zehn Prozent der Bevölkerung mit neuropathischen Schmerzen könnte dies ein Wendepunkt sein.

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