Flughafen, Wien

Flughafen Wien: Lärmschutz-Programm läuft weiter – trotz dritter Piste

19.01.2026 - 02:51:12

Ein Jahr nach dem Start läuft das 24-Millionen-Euro-Lärmschutzprogramm für Anrainer des Flughafens Wien weiter. Die Förderung für Schallschutz-Maßnahmen bleibt 2026 verfügbar. Das Programm gewinnt an Bedeutung, seit die Flughafen Wien AG das Projekt einer dritten Piste endgültig gestoppt hat.

Das Programm mit einem Gesamtbudget von 24 Millionen Euro läuft bis 2032. Es richtet sich an Eigentümer von Hauptwohnsitzen in definierten Lärmzonen. Gefördert werden gezielte bauliche Verbesserungen:
* Der Austausch oder die Verbesserung von Fenstern und Außentüren
* Der Einbau spezieller Schalldämmlüfter

Die Förderhöhe kann bis zu 800 Euro pro Quadratmeter Fensterfläche betragen. Die Grenzwerte für die Förderberechtigung liegen bei einem Dauerschallpegel von über 54 Dezibel am Tag oder 45 Dezibel in der Nacht – und sind damit strenger als viele gesetzliche Vorgaben.

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Neue Ära nach dem Pisten-Aus

Im November 2025 zog die Flughafen Wien AG den Schlussstrich unter die jahrzehntelangen Pläne für eine dritte Start- und Landebahn. Als Gründe nannte das Unternehmen veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen und explodierte Baukosten.

Für Umweltinitiativen und Anwohner war das ein großer Erfolg. Die Debatte verlagert sich nun vollständig: Statt um Erweiterung geht es jetzt um die Optimierung des bestehenden Betriebs und den Schutz der Anrainer. Bürgerinitiativen fordern konsequent weitere lärmmindernde Schritte, etwa strengere Nachtflugregelungen.

Dialogforum als Schlüssel zum Kompromiss

Zentral für die Einigung auf das Förderprogramm war das Dialogforum Flughafen Wien. An diesem Tisch sitzen Vertreter von Anrainergemeinden, 17 Bürgerinitiativen, der Bundesländer, der Austrian Airlines und des Flughafens selbst.

Die Einigung auf das laufende Programm gilt als Beleg für die Funktionsfähigkeit dieses Modells. Das Forum bleibt die zentrale Plattform, um über weitere operative Maßnahmen zur Lärmreduktion zu verhandeln.

Mehr Sicherheit für den Immobilienmarkt

Die doppelte Entwicklung – Stopp der Piste und aktives Lärmschutzprogramm – wirkt sich bereits auf den Immobilienmarkt in der Region aus. Der größte Unsicherheitsfaktor für Käufer und Eigentümer ist entfallen.

Gleichzeitig können Hausbesitzer den Wert und Komfort ihrer Immobilien durch die geförderten Sanierungen aktiv steigern. Analysten erwarten, dass diese Kombination die Preise in der Region stabilisiert und für eine solide Nachfrage sorgt.

Der Fokus der kommenden Jahre liegt klar auf der nachhaltigen Gestaltung des Flugbetriebs innerhalb der bestehenden Infrastruktur. Die Diskussion über optimierte Anflugrouten und Lärmschutz wird im Dialogforum weitergehen.

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