Fleetwood Mac 2026: Comeback-Hoffnung oder Abschied?
14.02.2026 - 00:21:06Kaum eine Band triggert 2026 so viele Emotionen wie Fleetwood MacWar’s das – oder kommt doch noch einmal eine große Fleetwood-Mac-Ära zurück auf die Bühne?
Auf TikTok laufen „Dreams“ und „The Chain“ weiter rauf und runter, Gen Z entdeckt die Band über Vinyl und Vintage-Playlists neu – und auf Reddit überschlagen sich die Spekulationen über mögliche Europa-Termine. Wer den aktuellen Stand, Hintergründe und Chancen für Deutschland checken will, landet am besten zuerst auf der offiziellen Seite der Band:
Offizielle Fleetwood-Mac-News, Tour-Updates & Shop
Aber was bedeutet das alles konkret für dich als Fan in Deutschland? Gibt es 2026 realistische Tour-Chancen, vielleicht sogar ein letztes legendäres Konzert in Berlin, Hamburg oder München – oder bleiben nur Tribute-Shows und Soloprojekte? Lass uns sortieren, was Fakt ist, was Wunschdenken und wo die Zeichen gerade stehen.
Hintergründe: Die aktuellen News im Detail
Bevor man irgendein Tour-Rumor ernst nimmt, muss man verstehen, wo Fleetwood Mac 2026 überhaupt steht. Offiziell ist die Band nicht „aufgelöst“, aber auch nicht wirklich aktiv. Es gibt derzeit keine offiziell bestätigte Welt-Tour für 2026, keine gelisteten Deutschland-Daten und auch kein angekündigtes Studio-Album. Genau diese Leerstelle sorgt aber für einen massiven Nährboden für Spekulationen.
Nach dem letzten großen Tourzyklus „An Evening With Fleetwood Mac“ (2018–2019), bei dem Lindsey Buckingham nicht mehr dabei war, hatten viele Fans das Gefühl, dass sich die Band live langsam dem Ende nähert. Hinzu kam Ende 2022 der Schock: Christine McVie ist verstorben. Seitdem äußerten sich sowohl Stevie Nicks als auch Mick Fleetwood in Interviews eher vorsichtig. In mehreren Gesprächen – unter anderem mit großen US-Magazinen – ließ Stevie durchblicken, dass ohne Christine ein klassisches Fleetwood-Mac-Setup für sie emotional kaum vorstellbar sei.
Mick Fleetwood wiederum klang an manchen Stellen etwas offener: Er redete öfter darüber, dass er sich nicht vorstellen kann, nie wieder auf einer Bühne zu stehen, und dass die Musik der Band weiterleben soll – ob in Form einer Hommage, ausgewählter Special-Shows oder in anderer Besetzung. Offiziell bestätigt ist aber: Stand Februar 2026 gibt es keine fixen Europa-Tourdaten.
Spannend wird es, wenn man zwischen den Zeilen liest. Besonders in Fan-Communities wird auf kleine Details geachtet: Aktualisierte Bandfotos auf der Website, neu registrierte Markenrechte, Social-Media-Aktivität oder plötzlich freigehaltene Zeitblöcke in den Tourplänen der einzelnen Mitglieder. Solche Infos sind keine harten Beweise, zeigen aber, wie groß die Hoffnungen sind.
Für deutsche Fans ist vor allem eins wichtig: Wenn es noch einmal eine große Fleetwood-Mac-Europatour geben sollte, sind Städte wie Berlin, Hamburg, Köln oder München fast gesetzt. Der deutschsprachige Markt war für die Band immer stark – sowohl beim Vinyl-Verkauf als auch bei Ticketnachfrage. In den letzten Tourjahren waren Deutschland-Shows oft früh ausverkauft, mit Ticketpreisen von um die 80–200 Euro je nach Kategorie. Sollte ein „Farewell“- oder Tribute-Konzept kommen, ist mit ähnlichen oder höheren Preisen zu rechnen, vor allem wenn die Produktion groß ausfällt.
Dazu kommen mögliche Jubiläen, die als Aufhänger dienen könnten. 1977 erschien „Rumours“, eines der meistverkauften Alben aller Zeiten. Das 50-jährige Jubiläum steht 2027 an – viele Fans spekulieren, dass davor oder dazu irgendeine Form von besonderer Würdigung passieren wird: Special-Shows, ein riesiges Tribute-Event mit Gästen, Deluxe-Reissues mit bisher unveröffentlichtem Material oder eine Doku.
Fazit der aktuellen Lage: Es gibt keine bestätigte Tour, aber genug Hinweise, dass das Thema Fleetwood Mac 2026/2027 noch längst nicht durch ist. Für Deutschland bedeutet das: aufmerksam bleiben, Alerts für Ticket-Anbieter setzen und die offizielle Seite im Auge behalten – nur dort landen die echten News zuerst.
Die Setlist & Show: Was dich erwartet
Auch wenn es momentan keine frische Tour-Setlist gibt, lässt sich ziemlich gut voraussagen, welche Songs bei einer möglichen Fleetwood-Mac-Show 2026/2027 fast sicher dabei wären. Die Band hat in den letzten Jahren ihre Live-Formel immer wieder leicht angepasst, aber ein Kern aus Klassikern blieb unangetastet.
Ganz oben stehen natürlich die Mega-Hits:
- „The Chain“ – der ultimative Gänsehaut-Moment, oft als Opener oder im ersten Drittel. Der Bass-Break, die sich aufbauende Spannung: Live ein Ritual, bei dem tausende Leute die Gitarrenlinie mitbrummen.
- „Dreams“ – durch TikTok bei einer komplett neuen Generation viral, mittlerweile ein Gen-Z-Kultsong. Der Groove, der weiche Gesang von Stevie Nicks – das ist der Moment, in dem die ganze Halle mitschwebt.
- „Go Your Own Way“ – der Mitsing-Abriss kurz vor Schluss. Wenn der Refrain einsetzt, wird jede Arena laut. Selbst Leute, die sich für „nur so halb“ Rock-Fans halten, schreien da mit.
- „Rhiannon“ – Stevie in voller Hexen-Ikonen-Power. Oft mit verlängerten Intros, Gesten, die inzwischen selbst Meme-Status haben.
- „Landslide“ – die leise, intime Seite der Band. Akustikgitarrensong, fast immer begleitet von Handylichtern in der ganzen Halle.
Bei den letzten großen Touren um 2018/2019 lag die Setlist meist bei 20–24 Songs. Klassiker aus unterschiedlichen Phasen tauchten immer wieder auf, darunter:
- „Everywhere“
- „Little Lies“
- „Gypsy“
- „You Make Loving Fun“
- „Second Hand News“
- „Never Going Back Again“
- „Don’t Stop“
- „Tusk“
Für mögliche neue Shows ohne Christine McVie ist klar: ihre Songs würden als Tribute-Element bleiben – ob in Form von Einspielungen, Gastmusikerinnen, oder von Stevie/Mick angekündigten Hommagen. Gerade „Songbird“ oder „Everywhere“ haben eine emotionale Bedeutung, die man live kaum weglassen kann, wenn man ihre Rolle respektieren will.
Was die Atmosphäre betrifft, sind Fleetwood-Mac-Konzerte kein Hipster-Indie-Club-Event, sondern eher Generationentreffen. Du hast Boomer, die die Band in den 70ern gehört haben, Millennials, die über ihre Eltern reingezogen wurden, und Gen Z, die auf TikTok gelandet ist. Entsprechend sind die Vibes: weniger Pogo, mehr Mitsingen, Tanzen, Umarmen, viel Nostalgie – aber nicht altbacken, weil die Songs super im Zeitgeist altern.
Die Produktion war in den letzten Jahren stark, aber nicht übertrieben: große LED-Screens mit Archivmaterial, Nahaufnahmen der Band, simple, aber effektive Lichtdesigns, die bei „The Chain“ oder „Tusk“ richtig reinhauen. Sollte es noch einmal zu einer großen Arena-Tour kommen, ist mit ähnlichem Setup zu rechnen – dazu eventuell ein leicht überarbeitetes Bühnenkonzept, das Christine McVie visuell würdigt (z.B. Fotocollagen, Einspieler, dedizierter Moment im Set).
Auch spannend: Setlist-Variationen. Fleetwood Mac bauten früher gerne kleinere Überraschungen ein. Songs wie „Sara“, „Silver Springs“ oder „Storms“ tauchten bei bestimmten Tourblöcken auf und verschwanden wieder. In Foren und auf Reddit wünschen sich Hardcore-Fans genau solche tiefen Cuts, falls eine „letzte“ Tour kommt – weniger Nostalgie-Karaoke, mehr kuratierter Blick auf die gesamte Geschichte der Band.
Wenn du also 2026 in einer deutschen Halle stehen solltest und die ersten Töne von „The Chain“ hörst, weißt du: Du erlebst nicht nur ein Konzert, sondern ein Stück Popgeschichte, das sich seit Jahrzehnten in Playlists, Mixtapes und TikTok-Sounds festgebissen hat. Egal, ob als Original-Line-up-Revival, Tribute-Show mit Mick Fleetwood oder kurierter Allstar-Abend – die Songs selbst tragen die Show.
Das sagt das Netz:
Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten
Die spannendsten Diskussionen zu Fleetwood Mac laufen längst nicht mehr nur in Musikmagazinen, sondern auf Reddit, TikTok und Discord. Vor allem seit Christine McVies Tod verlagerte sich die Debatte von „Wann ist die nächste Tour?“ zu „In welcher Form kann diese Band überhaupt noch sinnvoll zurückkommen?“.
Auf Reddit-Threads liest man drei große Haupttheorien:
- Die „Farewell mit Gästen“-Theorie: Viele Fans glauben, dass es noch ein großes Projekt geben wird – aber eher als Allstar-Tribute zu Rumours oder zur Gesamtkarriere. Gedankenspiele: ein Abend unter dem Namen „Mick Fleetwood & Friends play the Music of Fleetwood Mac“, bei dem große Namen wie Harry Styles, Haim, Florence Welch oder sogar Taylor Swift einzelne Songs übernehmen. Ein solcher Ansatz hätte den Vorteil, dass die Musik weiterlebt, ohne zu versuchen, Christine oder eine alte Dynamik künstlich zu kopieren.
- Die „Stevie-entscheidet-alles“-Theorie: In vielen Kommentaren heißt es sinngemäß: „Wenn Stevie Nicks ja sagt, passiert etwas – wenn nicht, war’s das.“ Sie ist die ikonischste Figur der Band, Solo erfolgreich, tourt selbst noch regelmäßig. Einige Fans spekulieren, dass sie vielleicht einem einmaligen „Fleetwood Mac Celebration“-Abend zustimmen könnte, bei dem sie ausgewählte Songs singt, aber keinen langen Welttour-Marathon mehr mitmacht.
- Die „No-More-Touring“-Theorie: Eine wachsende Gruppe von Usern hält es schlicht für unwahrscheinlich, dass die Bandmitglieder – alle deutlich über 70 – nochmal eine volle Tour stemmen. Stattdessen rechnen sie mit hochwertigen Reissues, unveröffentlichten Studio- oder Live-Aufnahmen, Dokus, Podcast-Serien und einmaligen TV-/Streaming-Events.
Auf TikTok geht es parallel um ganz andere Themen. Dort wird Fleetwood Mac weniger als „alte Rockband“, sondern eher als ästhetische Mood-Reference gehandelt: Stevie-Nicks-Outfits (Schals, Capes, Plateaustiefel), „witchy“ Vibes, weiche Filter über „Dreams“ oder „Gypsy“, Tarot-Edits mit „Sisters of the Moon“. Viele junge Fans kennen zuerst die Ästhetik – und merken erst später, wie komplex der ganze Band-Drama-Kosmos ist.
Ein eigenes Minikapitel sind die „Rumours“-Fan-Theorien. Das Album war schon immer Mythos-Magnet, aber via Social Media entstehen immer neue Lesearten: Wer schrieb wirklich welche Zeile? Welche versteckten Kicks in „Go Your Own Way“ sind Seitenhiebe? Welche Akkordfolgen tauchen bei heutigen Popstars auf, weil Producer heimlich Fleetwood-Mac-Fangirls und -boys sind? TikTok zerlegt einzelne Songs in Mini-Videos, erklärt toxische Beziehungen anhand von Lyrics oder vergleicht alte Live-Auftritte mit aktuellen Stars.
Kontrovers wird es wie immer beim Thema Ticketpreise. In Threads zu hypothetischen Touren liest man oft: „Wenn das wirklich die letzte Chance ist, zahl ich auch 250 Euro“ – während andere sagen: „Die Band ist reich, wieso nicht bewusst faire Preise für Fans?“ Dazu kommt die Angst vor Dynamic Pricing und Resell-Plattformen. Viele fordern, dass bei einem Abschieds-Event strenge Personalisierung eingeführt wird, um Bots und Scalper auszubremsen.
Über allem schwebt eine Mischung aus Dankbarkeit und Wehmut. Für viele User war Fleetwood Mac Soundtrack zu Trennungen, Roadtrips, Coming-of-Age-Momenten. Entsprechend emotional wird diskutiert, ob man die Legende lieber so stehen lassen sollte, wie sie ist – oder ob ein großes, perfekt produziertes Schlusskapitel der richtige Weg wäre.
Alle Daten auf einen Blick
Auch ohne offizielle 2026-Tourdaten lohnt sich ein Blick auf wichtige Meilensteine, Alben und Chart-Erfolge von Fleetwood Mac, die ständig in Diskussionen und Dokus auftauchen.
| Jahr | Ereignis / Release | Details | Relevanz für Fans in Deutschland |
|---|---|---|---|
| 1967 | Bandgründung in London | Peter Green, Mick Fleetwood und John McVie starten als Bluesband. | Basis für den Kultstatus, früher eher Nischen-Act im deutschen Markt. |
| 1975 | Album „Fleetwood Mac“ (Self-Titled, „White Album“) | Erstes Album mit Stevie Nicks und Lindsey Buckingham. | Markiert den Übergang vom Blues-Rock zum radiotauglichen Pop-Rock, legt Grundstein für Mainstream-Erfolg. |
| 1977 | „Rumours“ | Eines der meistverkauften Alben aller Zeiten, u.a. mit „Dreams“, „Go Your Own Way“, „The Chain“. | In Deutschland über Jahrzehnte Dauergast in Katalog-Charts, 2020er-Streaming-Boom durch TikTok. |
| 1979 | „Tusk“ | Experimenteller Nachfolger, Doppelalbum mit starkem künstlerischem Fokus. | Kultstatus bei Indie- und Producer-Kreisen, immer wieder Referenz in Musikblogs. |
| 1987 | „Tango in the Night“ | Hits wie „Everywhere“, „Little Lies“, „Big Love“. | In Deutschland stark im Radio, bis heute Dauerbrenner auf 80er-Playlists. |
| 1997 | „The Dance“ (Live) | Erfolgreiches Reunion-Livealbum mit TV-Special. | Vor allem über TV-Ausschnitte und DVD in Deutschland populär, viele Fans stiegen damit neu ein. |
| 2014 | Reunion mit Christine McVie | Rückkehr in die Tour-Besetzung für große Welttouren. | Deutschland-Shows häufig ausverkauft, hohe Ticketnachfrage. |
| 2018–2019 | „An Evening With Fleetwood Mac“ Tour | Tour ohne Lindsey Buckingham, mit neuen Gastmusikern. | Europa- und US-Shows stark besucht, für viele Fans das (bislang) letzte Mal „Fleetwood Mac“ live. |
| 2022 | Tod von Christine McVie | Songwriterin und Sängerin zahlreicher Hits verstirbt. | Große Trauerwelle, Streaming-Zahlen in Deutschland steigen spürbar an. |
| 2026 | Aktueller Status | Keine offiziell bestätigte Tour oder neues Studioalbum. | Fans hoffen auf Jubiläumsprojekte, Tribute-Shows oder Deluxe-Releases Richtung 2027 („Rumours“-50). |
Häufige Fragen zu Fleetwood Mac
Um das ganze Chaos aus Gerüchten, Halbwissen und Nostalgie einzuordnen, hier ein ausführliches FAQ zu Fleetwood Mac, das vor allem für deutsche Fans spannende Punkte klärt.
Wird Fleetwood Mac 2026 in Deutschland auftreten?
Stand Februar 2026 gibt es keine offiziell bestätigten Fleetwood-Mac-Termine in Deutschland. Weder große Ticketanbieter noch die Bandwebsite listen Shows in Berlin, Hamburg, Köln, München oder anderen Städten. Gleichzeitig gilt: Solange niemand eine eindeutige „Nie wieder“-Ansage gemacht hat, bleiben die Spekulationen lebendig.
Realistisch ist eher, dass – wenn überhaupt – besondere Einzelprojekte kommen: ein Tribute-Konzert, ein kuratiertes Event mit Gästen oder eine Reihe ausgewählter Städte. Eine volle Arena-Tour mit Dutzenden Daten in Europa ist angesichts Alter und gesundheitlicher Faktoren der Mitglieder deutlich unwahrscheinlicher geworden.
Wenn du trotzdem vorbereitet sein willst, lohnt es sich, bei großen Veranstaltern Ticket-Alerts für „Fleetwood Mac“ und einzelne Mitglieder (z.B. Stevie Nicks) einzurichten und regelmäßig die offizielle Bandseite zu checken.
Warum ist Christine McVie so wichtig für Fleetwood Mac?
Christine McVie wird häufig unterschätzt, wenn man nur die prominentesten Frontfiguren Stevie Nicks und Lindsey Buckingham im Kopf hat. In Wahrheit war sie Songwriterin und Stimme hinter vielen Radiohits der Band: „Everywhere“, „Little Lies“, „You Make Loving Fun“, „Songbird“, „Don’t Stop“ – alle von ihr. Ihr Stil brachte eine warme, melodische Pop-Sensibilität in die Band, die perfekt mit den kantigeren, emotional aufgeladenen Songs von Stevie und Lindsey harmonierte.
Für die Bandchemie war sie zudem eine Art ruhendes Zentrum zwischen den starken Egos und Beziehungsdramen. Dass viele Mitglieder nach ihrem Tod sagten, es sei kaum vorstellbar, ohne sie als „Fleetwood Mac“ weiterzumachen, zeigt ihren Stellenwert. Für Fans bedeutet das: Jede künftige Aktivität unter dem Namen Fleetwood Mac wird fast zwangsläufig einen Tribute-Charakter zu Christine haben.
Wie relevant ist Fleetwood Mac für Gen Z und Millennials wirklich?
Überraschend relevant. Der größte Boost der letzten Jahre kam nicht durch neue Releases, sondern durch Social-Media-Viralität. Ein ikonischer Moment war der TikTok-Clip eines Users, der auf einem Skateboard „Dreams“ hörte und Cranberry-Saft trank – der Sound wurde millionenfach verwendet, Streams des Songs explodierten, und plötzlich tauchte Fleetwood Mac in Playlists von Leuten auf, die 30 Jahre nach „Rumours“ geboren wurden.
Hinzu kommt der Y2K- und Vintage-Trend: Vinyl-Boom, thrifted Bandshirts, 70s-Ästhetik, „witchy vibes“. Stevie Nicks wird regelmäßig als Stil-Ikone auf Moodboards zitiert. In deutschen Großstädten sieht man auf Konzerten von Indie- und Bedroom-Pop-Acts Fans mit Fleetwood-Mac-Shirts – ein deutliches Zeichen, dass die Band im popkulturellen Gedächtnis der jüngeren Generation angekommen ist.
Musikalisch hört man ihren Einfluss bei Acts wie Haim, Harry Styles, Phoebe Bridgers oder sogar bei manchen Taylor-Swift-Alben: Gitarren-Sounds, harmonielastige Refrains, Mischung aus Melancholie und Catchiness. Selbst, wenn jemand nie bewusst Fleetwood Mac gehört hat, hat er oder sie wahrscheinlich schon zahllose Künstler aufgesaugt, die sich von ihnen inspirieren ließen.
Was unterscheidet Fleetwood Mac von anderen Classic-Rock-Bands?
Ein zentraler Unterschied ist die interne Dynamik. Während viele Bands relativ klare Frontfiguren haben, bestand Fleetwood Mac in ihrer Hochphase quasi aus drei parallel laufenden Kreativachsen: Lindsey Buckingham mit seinem experimentierfreudigen Gitarren-Pop, Stevie Nicks mit mystischen, emotionalen Story-Songs und Christine McVie mit eingängigen, souligen Pop-Rock-Hymnen.
Dazu kommt das ouvert kommunizierte Beziehungschaos: Trennungen innerhalb der Band, Affären, verletzte Egos – all das floss direkt in die Songs ein. „Rumours“ ist nicht nur ein stark produziertes Album, sondern ein fast schon dokumentarischer Blick auf eine Band, die im Studio ihre eigenen Brüche vertont. Diese Authentizität – egal wie dramatisch – macht viele Lyrics auch heute noch greifbar, vor allem für Hörer:innen, die genug von glatten, anonymen Popsongs haben.
Außerdem ist der Sound oft erstaunlich modern: cleane, aber charakterstarke Produktion, spannende Rhythmik (hör dir mal den Drum-Sound von „Dreams“ im Kontext seiner Zeit an), clevere Backing-Vocal-Arrangements. Viele Producer in Pop und Indie versuchen inzwischen bewusst, diesen Mix aus Klarheit und Wärme zu reproduzieren.
Sollte man sich 2026 noch Fleetwood-Mac-Vinyls holen – oder reicht Streaming?
Streaming reicht, wenn du die Musik einfach nur schnell durchhören willst. Wenn du aber tiefer einsteigen möchtest – gerade bei Alben wie „Rumours“, „Tusk“ oder „Tango in the Night“ – lohnt sich Vinyl massiv. Viele Masterings auf Schallplatte klingen wärmer und detaillierter, gerade was Drums, Bass und Vocal-Layer angeht.
In Deutschland findest du Fleetwood-Mac-Vinyl relativ leicht: in gut sortierten Plattenläden, auf Flohmärkten, über Online-Plattformen. Originalpressungen sind teurer, aber auch Reissues der letzten Jahre klingen solide. Und ja: Ein „Rumours“-Cover im Regal ist längst Popkultur-Deko, nicht nur Nostalgie. Wenn du 2026 überlegst, dir deine erste „klassische“ Platte zu holen, ist Fleetwood Mac für viele eine der ersten Adressen.
Wie geht man als Fan mit dem möglichen „Ende“ der Band um?
Viele Fans – egal ob seit den 70ern dabei oder gerade erst über TikTok eingestiegen – kämpfen mit dem gleichen Gefühl: Ich will diese Band noch einmal live sehen, bevor es endgültig vorbei ist. Gleichzeitig ist die Realität, dass Menschen älter werden, krank werden, sterben. Bei Fleetwood Mac lässt sich das nicht mehr ausblenden.
Ein gesunder Umgang kann so aussehen: die Hoffnung auf besondere, letzte Projekte behalten, aber die eigene emotionale Verbindung nicht von einer Tourankündigung abhängig machen. Du kannst 2026 anfangen, die Diskografie chronologisch zu hören, Live-Aufnahmen zu entdecken, alte Interviews zu schauen, Bücher und Dokus zu lesen. Du kannst lokale Tribute-Bands supporten, mit Freund:innen Listening-Abende machen, bei denen jede:r seinen/ihren wichtigsten Fleetwood-Mac-Song mitbringt und erzählt, warum.
Und wenn doch noch eine Show in Deutschland angekündigt wird? Dann ist das ein Geschenk. Aber auch ohne dieses Geschenk ist es völlig okay, eine tiefe Fanbindung zu haben – Musik ist nicht nur „real“, wenn man sie in einer Arena erlebt hat.
Welche Solo-Projekte der Mitglieder sollte man 2026 auf dem Schirm haben?
Selbst wenn unter dem Namen „Fleetwood Mac“ nichts Großes mehr kommt, bleiben die einzelnen Mitglieder aktiv oder präsent:
- Stevie Nicks: Ihre Solo-Sachen wie „Edge of Seventeen“, „Stand Back“ oder „Rooms on Fire“ haben eigenen Kultstatus. Sie tourt immer wieder solo, auch wenn Europa-Termine seltener sind als US-Shows. Wer sie allein erlebt, bekommt eine andere, oft persönlichere Songauswahl.
- Lindsey Buckingham: Bekannt für seine virtuosen Gitarren-Arbeiten und Soloalben, die mehr experimentieren als die großen Fleetwood-Mac-Hits. Konzerte sind oft deutlich intimer und instrumentenfokussierter.
- Mick Fleetwood: Neben Musikprojekten taucht er in Dokus, Interviews und Event-Formaten auf. In der Vergangenheit organisierte er bereits Allstar-Konzerte zu Ehren von Peter Green – ähnliche Formate wären für die Zukunft nicht unrealistisch.
Wenn du 2026 up to date bleiben willst, lohnt sich also nicht nur der Blick auf „Fleetwood Mac“ als Marke, sondern auf die einzelnen Namen – gerade für mögliche Europatermine.
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