FinanzOnline erlaubt jetzt Vertretung für Senioren
30.01.2026 - 23:53:12Ab sofort können ältere Menschen in Österreich Vertrauenspersonen für ihr Steuerportal benennen. Das Finanzministerium führt eine kostenlose Vertretungsregelung ein, um digitale Hürden abzubauen. Seniorenverbände begrüßen die lang geforderte Neuerung als Meilenstein.
Bis zu vier Vertrauenspersonen möglich
Die Reform schafft rechtliche Klarheit für eine bisherige Grauzone. Konkret können Nutzer nun bis zu vier Personen – wie Kinder oder Enkel – offiziell für ihre Arbeitnehmerveranlagung und andere Steueragenden autorisieren. Das soll die digitale Teilhabe erleichtern, denn die Kombination aus Steuerkomplexität und technischen Anforderungen überforderte viele.
„Diese Regelung entlastet die Betroffenen erheblich“, so die einhellige Meinung von Experten. Sie stärkt das Vertrauen in digitale Amtswege und stellt sicher, dass die Vorteile von FinanzOnline – Effizienz und Schnelligkeit – einer breiteren Schicht zugutekommen.
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Antwort auf den „Digitalzwang“
Der Schritt ist eine direkte Reaktion auf wachsende Kritik. Vor allem die verpflichtende Zwei-Faktor-Authentifizierung per Smartphone ab Oktober 2025 hatte Pensionistenverbände auf den Plan gerufen. Sie warnten davor, Menschen ohne technische Ausstattung oder Kenntnisse auszuschließen.
Die Furcht: Viele wären gezwungen, auf umständliche Papierformulare zurückzugreifen. Die neue Vertretungsregelung soll genau das verhindern und ist ein Kernstück im Balanceakt zwischen moderner Sicherheit und barrierefreiem Zugang.
Seniorenverbände feiern Erfolg
Die Resonanz aus den Interessensvertretungen fällt durchweg positiv aus. Der Pensionistenverband Österreichs (PVÖ) unter Präsidentin Birgit Gerstorfer spricht von der Erfüllung einer langjährigen Forderung. Auch der Österreichische Seniorenbund begrüßt die Erweiterung als hochrelevant für die ältere Bevölkerung.
Die Politik sendet damit ein klares Signal: Die Wahlfreiheit zwischen analogem und digitalem Weg bleibt erhalten. Diese Kernforderung der Seniorenvertreter wurde nun umgesetzt.
Modell für eine sozialverträgliche Digitalisierung?
FinanzOnline ist mit über 6,7 Millionen Nutzern ein Vorzeigeprojekt des österreichischen E-Governments. Die neue Regelung zeigt einen pragmatischen Weg auf, wie hohe Sicherheitsstandards ohne Ausgrenzung funktionieren können.
Dieser Ansatz findet sich auch anderswo, etwa bei der analogen Variante des „Bundesschatz“. Analysten werten ihn als wichtigen Schritt, die Digitalisierungsstrategie sozial verträglicher zu gestalten. Könnte dieses Modell auch für andere Verwaltungsbereiche Schule machen?
Was kommt als Nächstes?
Mit der Einführung ist ein zentraler Schritt getan, doch die Arbeit geht weiter. Nun kommt es auf eine bürgerfreundliche Umsetzung und transparente Information an. Seniorenorganisationen fordern weiterhin begleitende Maßnahmen:
- Den Ausbau von Schulungsangeboten
- Persönliche Ansprechpartner in Ämtern für Nicht-Digitalisierer
Langfristiges Ziel bleibt es, die digitale Kluft zu verkleinern – ohne die Bürger in ihren Wahlmöglichkeiten einzuschränken.
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