Finanzamt-Betrüger, SMS-Maschen

Finanzamt-Betrüger überziehen Österreich mit neuen SMS-Maschen

14.01.2026 - 08:30:12

Eine neue Welle gefälschter Finanzamt-Nachrichten überrollt Österreich. Tausende Bürger erhalten derzeit täuschend echte SMS und WhatsApp-Nachrichten, die angeblich vom Finanzamt oder FinanzOnline stammen. Das Bundesministerium für Finanzen warnt vor den professionellen Betrugsmaschen, die bereits zu hohen finanziellen Schäden geführt haben.

Die Betrüger setzen auf Smishing – eine Kombination aus SMS und Phishing. Ihre Nachrichten erzeugen gezielt Druck mit dringenden Szenarien:

  • Abgelaufene FinanzOnline-ID: Die Nachricht behauptet, die Zugangs-ID laufe bald ab und müsse sofort erneuert werden.
  • Versprochene Steuerrückzahlung: Das Opfer wird über eine angebliche Rückzahlung informiert und zur Dateneingabe aufgefordert.
  • Drohungen mit Pfändung: Fiktive offene Forderungen sollen Angst machen und zu schnellem Handeln zwingen.

Das Ziel ist immer gleich: Der Empfänger soll auf einen Link klicken. Dieser führt zu einer perfekt gefälschten Webseite, die dem echten FinanzOnline-Portal zum Verwechseln ähnlich sieht.

Die perfide Zweistufen-Masche: Erst SMS, dann Anruf

Die Kriminellen gehen immer raffinierter vor. Nachdem ein Opfer auf der Phishing-Seite seine Daten – wie Online-Banking-Zugänge oder Kreditkartendetails – eingegeben hat, folgt oft der nächste Schritt: ein Anruf.

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So schützen Sie sich vor den Betrugsversuchen

Das Finanzministerium betont: Echte Behörden fragen niemals Passwörter oder Kontodaten per SMS, WhatsApp oder E-Mail ab. Offizielle Mitteilungen kommen per Post oder in die persönliche FinanzOnline-Databox.

Warnsignale, auf die Sie achten sollten:

  • Unbekannte Absendernummern
  • Links zu verdächtigen Webadressen, die nur der echten Domain „finanzonline.bmf.gv.at“ ähneln
  • Rechtschreib- und Grammatikfehler im Text
  • Dringender Handlungsaufruf unter Druck

Die wichtigste Regel: Klicken Sie niemals auf Links in solchen Nachrichten. Starten Sie Login-Vorgänge bei Bank oder FinanzOnline immer manuell über die offizielle App oder die bekannte Webadresse.

Was tun, wenn Sie betroffen sind?

Sind Sie auf einen Betrugsversuch hereingefallen und haben Daten preisgegeben, handeln Sie sofort:

  1. Kontaktieren Sie Ihre Bank, um Konten und Karten sperren zu lassen.
  2. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
  3. Informieren Sie sich über aktuelle Warnungen auf den Seiten des Bundesministeriums für Finanzen.

Die Behörden rechnen damit, dass die Betrugsmaschen weiter zunehmen – möglicherweise unterstützt durch KI, um Nachrichten noch persönlicher zu gestalten. Bleiben Sie wachsam und löschen Sie verdächtige Nachrichten konsequent.

@ boerse-global.de