Festkörperbatterien: Massenproduktion und 1000-km-Prototyp markieren Wende
23.02.2026 - 03:30:12 | boerse-global.deDie lang erwartete Revolution der E-Auto-Batterien hat begonnen. Zwei chinesische Unternehmen melden entscheidende Fortschritte: Ganfeng Lithium startet die Massenproduktion einer Hochleistungsbatterie, während FAW einen Prototyp mit über 1000 Kilometer Reichweite testet. Damit verlässt die Zukunftstechnologie das Labor und erreicht die Straße.
Durchbruch in der Fabrikhalle
Der weltgrößte Lithium-Produzent Ganfeng Lithium hat einen Meilenstein erreicht. Das Unternehmen, das auch Tesla und Volkswagen beliefert, hat die Serienfertigung einer semi-solid-state Batterie aufgenommen. Ihre Energiedichte liegt bei 400 bis 650 Wattstunden pro Kilogramm – mehr als doppelt so viel wie bei heutigen Spitzenmodellen.
Der Schlüssel liegt in einer speziellen Lithium-Legierung und einer Schwefel-Kathode. Diese Kombination macht die Zelle extrem stabil. In Sicherheitstests überstand sie sogar Nageldurchschlag und Hitze bis 250 Grad Celsius. Zunächst ist die Batterie für andere Anwendungen gedacht. Doch der Weg in die Elektroautos scheint vorgezeichnet.
1000 Kilometer auf der Straße
Parallel dazu zeigt FAW, was die neue Technologie im Fahrzeug leisten kann. Der Staatskonzern testet einen Prototyp mit einer Lithium-Mangan-Batterie. Das Besondere: Sie kommt ohne teures Nickel aus und könnte so kostengünstiger sein.
Der Akku mit 142 Kilowattstunden Kapazität soll dem Fahrzeug eine Reichweite von über 1000 Kilometern nach chinesischem Testzyklus verleihen. Gelungen ist dies durch eine Energiedichte von mehr als 500 Wh/kg auf Zellebene. Die erfolgreiche Integration in ein fahrbereites Auto ist ein starkes Signal: Die Reichweitenangst, eines der größten Kaufhindernisse, rückt in weite Ferne.
Wer jetzt darüber nachdenkt, ein Elektroauto als Firmenwagen anzuschaffen, sollte vorher rechnen: Ein kostenloses Excel-Tool vergleicht in 3 Minuten die 1%-Regelung mit dem Fahrtenbuch und berücksichtigt dabei auch Hybrid- und Elektrofahrzeuge samt Förderungen. So finden Sie schnell heraus, welche Versteuerungsform für Ihr Unternehmen am günstigsten ist. Jetzt Firmenwagen-Rechner kostenlos nutzen
Vom Pilotprojekt zum Industriestandard
Die Fortschritte sind Teil eines breitentrend. 2026 wird zum Schaltjahr für die Festkörperbatterie-Entwicklung. Viele Hersteller wechseln von der Forschung in die Pilotfertigung. Während die vollständig feste Variante wohl erst nach 2027 kommt, ebnen semi-solid-state Batterien jetzt den Weg.
China treibt die Standardisierung voran. Ab Juli 2026 soll ein neuer Richtlinienkatalog für Festkörperbatterien Klarheit schaffen. Er wird verschiedene Typen definieren und klare Leistungsvorgaben machen. Auch andere Giganten wie CATL und BYD zielen auf Pilotproduktion um 2027. In den USA arbeitet Factorial Energy mit Karma Automotive an einem Supersportwagen für 2027.
Die Brücke zur Zukunft
Die aktuellen „semi-solid“-Batterien sind eine evolutionäre Brückentechnologie. Sie reduzieren den flüssigen Elektrolyten stark, nutzen aber Teile der bestehenden Produktionsinfrastruktur. Das ermöglicht schnellere Skalierung bei niedrigeren Kosten – bei deutlich besserer Leistung und Sicherheit.
Doch Herausforderungen bleiben. Die Herstellungsprozesse müssen perfektioniert, die Kosten gesenkt und die Langzeit-Haltbarkeit unter Beweis gestellt werden. Analysten erwarten, dass die Technologie zuerst in Premiummodellen Einzug hält, bevor sie zum Mainstream wird.
Die nächsten 18 bis 24 Monate werden entscheidend sein. Die Massenproduktion bei Ganfeng und der Straßentest von FAW zeigen: Der Übergang ist im Gange. Die Ära der Festkörperbatterie rückt spürbar näher.
Hol dir den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Aktien-Empfehlungen - Dreimal die Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Jetzt abonnieren.


