Ferrexpo, Aktie

Ferrexpo Aktie: Drei Tage Gegenwehr

11.04.2026 - 19:35:08 | boerse-global.de

Die Ferrexpo-Aktie erholt sich nach einem 52-Wochen-Tief, bleibt jedoch durch Liquiditätsengpässe und ausstehende Steuerrückzahlungen der Ukraine belastet.

Ferrexpo Aktie: Drei Tage Gegenwehr - Foto: über boerse-global.de

Eine Woche voller Extrembewegungen liegt hinter der Ferrexpo-Aktie. Nach einem neuen 52-Wochen-Tief zu Wochenbeginn folgte eine dreitägige Erholung — der Kurs schloss am Freitag bei 44,80 Pence. Auf Zwei-Wochen-Sicht steht dennoch ein Minus von rund 11,8 Prozent zu Buche.

Achterbahn zwischen Panikverkauf und Erholung

Den Tiefpunkt markierte der Dienstag, 7. April: Die Aktie fiel um 8,53 Prozent auf 33,66 Pence und berührte zwischenzeitlich ein 52-Wochen-Tief von 33,10 Pence. Auslöser waren anhaltende Sorgen um die Liquidität des Unternehmens, die bereits in den Wochen zuvor für Verkaufsdruck gesorgt hatten.

Mittwoch folgte die Gegenbewegung. Auf Basis eines Handelsvolumens von rund 5,4 Millionen Aktien — 84 Prozent über dem Tagesdurchschnitt — sprang der Kurs um 20,44 Prozent auf 40,54 Pence. Donnerstag und Freitag setzten die Erholung fort, bevor der Titel bei 44,80 Pence schloss.

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Liquidität reicht vorerst bis Ende Juni

Der eigentliche Belastungsfaktor bleibt die angespannte Finanzlage. Ferrexpo verfügt nach eigenen Angaben über liquide Mittel von rund 35 Millionen US-Dollar per Ende März — davon sind jedoch nur etwa 22 Millionen US-Dollar unmittelbar zugänglich, da ein Teil bei der MBaer Merchant Bank gehalten wird.

Besonders kritisch: Die ukrainische Regierung schuldet dem Unternehmen ausstehende Mehrwertsteuer-Erstattungen, die sich bis Ende März 2026 auf voraussichtlich 80 Millionen US-Dollar summieren. Bleiben diese Rückzahlungen aus, drohen laut Ferrexpo erhebliche negative Folgen. Als Gegenmaßnahme hat das Unternehmen bereits Kurzarbeit eingeführt und nicht-essentielle Investitionen ausgesetzt.

Jahresabschluss als nächster Prüfstein

Operativ läuft derzeit eine von mehreren Pellet-Linien, nachdem Angriffe auf die Energieinfrastruktur im Januar 2026 die Produktion beeinträchtigt hatten. Das Management prüft verschiedene Finanzierungsoptionen, darunter eine mögliche Kapitalerhöhung — konkrete Zusagen gibt es bislang nicht.

Technisch notiert die Aktie deutlich unterhalb ihrer 50-Tage-Linie (58,46 Pence) und der 200-Tage-Linie (61,70 Pence). Bis spätestens 30. April 2026 will Ferrexpo den vollständigen Jahresabschluss 2025 veröffentlichen. Dieser dürfte zeigen, ob das Unternehmen mit einer Verschuldungsquote von 0,37 den Betrieb über den Juni hinaus aufrechterhalten kann.

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