Ferretti, Aktie

Ferretti Aktie: Machtkampf entbrennt

28.02.2026 - 12:00:35 | boerse-global.de

Der Yachtbauer verzeichnet Umsatz- und Gewinnwachstum, während der zweitgrößte Investor KKCG seine Beteiligung aufstocken will und auf Widerstand des Hauptaktionärs Weichai stößt.

Ferretti Aktie: Machtkampf entbrennt - Foto: über boerse-global.de
Ferretti Aktie: Machtkampf entbrennt - Foto: über boerse-global.de

Der italienische Yachtbauer Ferretti meldet für das Geschäftsjahr 2025 ein solides Umsatzplus und eine gesteigerte Profitabilität. Doch die positiven Finanzdaten werden von einem strategischen Konflikt überlagert: Der zweitgrößte Anteilseigner strebt eine massive Aufstockung seiner Beteiligung an, was beim Hauptaktionär auf harten Widerstand stößt.

Starke Nachfrage nach Superyachten

Der Nettoumsatz mit neuen Yachten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,0 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA kletterte um 6,7 Prozent auf 202,8 Millionen Euro, was einer verbesserten operativen Marge von 16,5 Prozent entspricht. Der Nettogewinn belief sich auf 90,1 Millionen Euro.

Besonders das Segment der maßgefertigten Yachten erwies sich als Wachstumstreiber. Hier stiegen die Erlöse um 18,4 Prozent auf 495 Millionen Euro. Auch die Division für Superyachten legte mit einem Plus von 28,1 Prozent auf 190,3 Millionen Euro deutlich zu. Regional stützte vor allem das Amerika-Geschäft das Ergebnis, das mit einem Zuwachs von 10,1 Prozent nun fast ein Viertel des Gesamtumsatzes ausmacht. Der Auftragsbestand liegt mit 1,71 Milliarden Euro rund 3,1 Prozent über dem Vorjahreswert, während die Nettocashposition 111,0 Millionen Euro beträgt.

Widerstand gegen Teilübernahme

Parallel zu den Geschäftszahlen befasste sich der Verwaltungsrat mit einem Übernahmeangebot der Investmentgruppe KKCG Maritime. Der Investor, der bereits 14,5 Prozent der Anteile hält, bietet 3,50 Euro je Aktie, um seine Beteiligung auf 29,9 Prozent aufzustocken. Mit diesem Zielwert bleibt KKCG knapp unter der regulatorischen Schwelle von 30 Prozent, ab der ein Pflichtangebot für das gesamte Unternehmen abgegeben werden müsste.

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Die chinesische Weichai Group, die als größter Aktionär knapp 40 Prozent der Anteile kontrolliert, hat das Teilangebot bereits förmlich abgelehnt. Weichai betrachtet sein Engagement als langfristig und strategisch. Kann das Management den operativen Fokus wahren, während die Großaktionäre um die künftige Ausrichtung ringen? Zur objektiven Bewertung des Angebots hat Ferretti bereits einen unabhängigen Finanzberater hinzugezogen.

Die Fronten zwischen den beiden Hauptaktionären scheinen verhärtet. Damit rückt die kommende Jahreshauptversammlung in den Fokus. Dort wird sich entscheiden, ob KKCG Maritime gegen den Widerstand von Weichai eine Neuausrichtung der Governance oder der Board-Besetzung erzwingen kann.

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