Fannie Mae Aktie: IPO-Hoffnung schwindet
14.03.2026 - 15:18:33 | boerse-global.deDie Hoffnung auf eine baldige Privatisierung von Fannie Mae hat einen deutlichen Dämpfer bekommen. Wedbush-Analysten sehen den Börsengang nun erst nach den Midterm-Wahlen im November als realistisch — und haben das Kursziel entsprechend angepasst.
Am Freitag verloren die Aktien des staatlich kontrollierten Hypothekenfinanzierers bis zu 3,2 % und fielen auf 5,88 Dollar. Auslöser war ein neuer Bericht der Investmentbank Wedbush, in dem die Analysten Henry Coffey und Michael Piccolo ihr Kursziel von 13 auf 8 Dollar senkten. Zur Begründung verwiesen sie auf einen Strategiewechsel der Regierung: Statt einen Börsengang voranzutreiben, konzentriere sich die Administration derzeit darauf, die Hypothekenzinsen für Privathaushalte zu senken.
Vom Jahreshoch zum 60-Prozent-Verlust
Die Kurskorrektur trifft Anleger hart, die auf eine schnelle Entlassung aus der staatlichen Zwangsverwaltung gesetzt hatten. Im September des Vorjahres hatte diese Erwartung die Aktie auf ein 12-Monats-Hoch von über 15 Dollar getrieben. Seitdem hat der Kurs mehr als 60 % verloren.
Wedbush nennt zwei konkrete Hindernisse für einen kurzfristigen Börsengang: den Widerstand im Kongress und das aktuell niedrige Kursniveau, das eine Kapitalerhöhung über den Markt unattraktiv macht. Auch die ursprünglich diskutierte Umwandlung der bevorzugten Staatsanteile in Stammaktien rückt damit in weite Ferne.
Drei Szenarien, ein Risiko
Analysten sehen derzeit drei mögliche Wege für Fannie Mae. Der wahrscheinlichste: Das Unternehmen thesauriert über sieben bis zehn Jahre Gewinne, bis die regulatorischen Kapitalanforderungen erfüllt sind — mit der Möglichkeit, danach Dividenden auf bevorzugte Aktien zu zahlen. Ein zweites Szenario sieht die Umwandlung der Vorzugsanteile in Stammaktien vor. Das dritte — vollständige Untätigkeit — halten die Analysten für unwahrscheinlich, da es rechtliche Risiken verschärfen würde. Bereits 2023 sprach ein Geschworenengericht Altaktionären 612 Millionen Dollar zu.
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Trotz der deutlichen Kurszielkürzung betonen die Wedbush-Analysten, dass der neue Zielwert von 8 Dollar noch immer über dem aktuellen Handelsniveau liegt. Als mögliche Alternative zur Kapitalstärkung steht laut dem Bericht auch eine Abspaltung des Mehrfamilienhausgeschäfts im Raum.
Rechtliche und operative Entwicklungen
Parallel dazu gab es juristische Rückschläge: Am 11. März wies die Appellate Division des New Yorker Supreme Court eine Zwangsvollstreckungsklage von Fannie Mae ab. Das Gericht befand, das Unternehmen habe zu lange gewartet, um Ansprüche aus einer Hypothek von 2002 geltend zu machen — eine strikte Anwendung des staatlichen Foreclosure Abuse Prevention Act.
Auf der operativen Seite kaufte Fannie Mae im Januar 2026 Hypothekenanleihen im Volumen von 8,5 Milliarden Dollar. BTIG-Analyst Eric Hagen stufte das Volumen als niedriger als erwartet ein, räumte aber ein, dass die Käufe zur Entspannung am Hypothekenmarkt beigetragen haben — im Einklang mit einer präsidialen Anweisung zur Stabilisierung der Wohnbaufinanzierung.
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