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Fair Value REIT stoppt Dividende nach Millionen-Abschreibung

04.02.2026 - 20:14:12

Die Fair Value REIT-AG stellt die Dividende für 2026 ein, nachdem ein Ankermieter auszog. Das Unternehmen erwartet einen Jahresfehlbetrag und investiert stattdessen in die Modernisierung der Immobilie.

Die Fair Value REIT-AG setzt ihre Dividende für 2026 aus. Grund ist eine außerordentliche Abschreibung von 4,9 Millionen Euro auf eine Gewerbeimmobilie in Neumünster. Das Geld soll stattdessen in den Umbau des Objekts fließen.

Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet der Vorstand nun einen Jahresfehlbetrag von rund 0,5 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Überschuss von 3,86 Millionen Euro erzielt. Der Bilanzgewinn soll daher vollständig vorgetragen werden, um die finanzielle Flexibilität zu wahren.

Sparkassen-Auszug zwingt zum Handeln

Auslöser der Krise ist der Auszug eines Ankermieters. Der Mietvertrag mit der Sparkasse Südholstein für die Immobilie in Neumünster lief Ende Januar aus. Der Verlust dieses Hauptmieters macht eine Neubewertung und eine komplette Neuausrichtung des Objekts nötig.

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Als Real Estate Investment Trust (REIT) muss das Unternehmen normalerweise 90 Prozent seines Gewinns ausschütten. Ein erwarteter Fehlbetrag entzieht dieser gesetzlichen Pflicht jedoch die Grundlage. Die Entscheidung markiert einen strategischen Kurswechsel: Reinvestition statt Ausschüttung.

Chance durch Zwangssanierung?

Das Unternehmen mit rund 20 Immobilien im Portfolio sieht die Maßnahme als proaktives Management. Statt einen Leerstand zu riskieren, soll das Gebäude modernisiert und marktgerecht repositioniert werden. Der Standort Neumünster zwischen Hamburg und Kiel gilt grundsätzlich als stabil.

Könnte der Zwang zum Umbau sogar eine Chance sein? Der Trend geht zu nachhaltigen, energieeffizienten Gebäuden. Eine Modernisierung könnte neue, bonitätsstarke Mieter anlocken und langfristig höhere Mieten ermöglichen.

Test für das Anlegervertrauen

Die Dividendensetzung trifft Aktionäre hart. Sie steht zudem im Kontext eines schwierigen Marktumfelds mit hohen Zinsen und veränderter Nachfrage. Die Reaktion des Aktienkurses wird zeigen, ob die Anleger der langfristigen Strategie des Vorstands vertrauen.

Nun konzentriert sich die Gesellschaft auf die Umbauplanung. Details zu Kosten und Zeitrahmen sind noch offen. Für die Aktionäre fällt die erwartete Rendite erst einmal aus. Der künftige Börsenkurs hängt nun allein vom Erfolg der Repositionierung in Neumünster ab.

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