Fabric startet Token-Verkauf für Roboter-Netzwerk
26.01.2026 - 12:10:12Ein neuer Standard für die Zusammenarbeit intelligenter Maschinen rückt näher. Das OpenMind-Projekt Fabric hat den öffentlichen Verkauf seines ROBO-Tokens gestartet. Damit soll eine dezentrale Infrastruktur für Roboter aller Art finanziert werden.
Millionen-Finanzierung für Roboter-Ökosystem
Der Verkauf auf der Kaito Capital Launchpad läuft seit heute. Das Ziel: Zwei Millionen Euro einzunehmen. Dafür werden 0,5 Prozent des gesamten ROBO-Token-Angebots an die Öffentlichkeit verkauft. Die Bewertung des gesamten Projekts liegt damit bei rund 400 Millionen Euro.
Die Struktur des Verkaufs ist für Investoren attraktiv. Die Token werden sofort nach ihrer Generierung freigegeben. Mindestens 1.000 Euro müssen angelegt werden, maximal 250.000 Euro pro Adresse. 40 Prozent der öffentlichen Zuteilung sind für Mitglieder der Fabric Foundation und Partner reserviert.
Ein „soziales Netzwerk“ für Maschinen
Doch was steckt hinter der hohen Bewertung? Fabric attackiert ein Kernproblem der Robotik: die mangelnde Zusammenarbeit. Heutige Roboter arbeiten oft in abgeschotteten, herstellerspezifischen Systemen. Fabric will das ändern – mit einem dezentralen Koordinations-Layer.
Seit August 2024 gelten in der EU neue Regeln für KI‑Systeme – viele Anbieter und Hersteller riskieren empfindliche Strafen, wenn sie die Vorgaben nicht kennen. Gerade Projekte wie das Fabric‑Ökosystem mit KI‑gestützter Robotik, Identitätsnachweisen und automatischen Zahlungen fallen oft unter diese Vorschriften. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden erklärt übersichtlich Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen und die nötige Dokumentation, damit Sie Ihr System rechtssicher einordnen und betreiben können. Kostenlosen Leitfaden zur EU-KI-Verordnung herunterladen
Das Ökosystem basiert auf zwei Säulen:
* OM1: Ein hardware-unabhängiges Betriebssystem, das als „Android für Roboter“ bezeichnet wird.
* FABRIC-Protokoll: Eine dezentrale Schicht für Identitätsverifikation, Datenaustausch und Transaktionen zwischen Maschinen.
Der ROBO-Token treibt dieses System an. Roboter, die Daten oder Fähigkeiten teilen – etwa eine erlernte Wegstrecke – werden damit belohnt. So entsteht eine kollektive Intelligenz, von der alle Maschinen im Netzwerk profitieren.
Große Namen und klare Abgrenzung
Das Projekt kommt in einer heißen Phase auf den Markt. Dezentrale physische Infrastrukturnetze (DePIN) und KI-Robotik stehen stark im Fokus von Investoren. OpenMind, die Muttergesellschaft von Fabric, konnte sich bereits prominente Unterstützung sichern. Eine Finanzierungsrunde über 20 Millionen Euro führte der große Krypto-Investor Pantera Capital an.
Verwechselt werden darf das Projekt allerdings nicht mit dem gleichnamigen Startup Fabric Cryptography. Dieses entwickelt spezielle Chips für kryptografische Beschleunigung. Der ROBO-Token gehört ausschließlich zum Robotik-Netzwerk von OpenMind.
Der Weg zum Standard für Maschinen
Langfristig will Fabric das „TCP/IP für Roboter“ werden. Das Protokoll soll neutrale Standards für Identität und Kommunikation setzen. Die Blockchain-Technologie sorgt dafür, dass Roboter-Aktionen – wie ein Nachweis der Position oder einer geleisteten Arbeit – fälschungssicher sind.
Das ist die Grundlage für eine funktionierende Maschinen-Ökonomie. Wer haftet, wenn ein autonomer Roboter einen Fehler macht? Wie laufen automatische Zahlungen ab? Fabric will diese Fragen mit verifizierbaren Daten beantworten.
Nach dem Token-Verkauf steht die weitere Integration des OM1-Betriebssystems bei großen Hardware-Herstellern an. Der Erfolg des Projekts hängt maßgeblich davon ab, ob es gelingt, diesen Standard in der Industrie durchzusetzen. Die Weichen dafür werden jetzt gestellt.
Übrigens: Übergangsfristen der EU‑KI‑Verordnung laufen und viele technische Integrationen müssen jetzt dokumentiert werden — besonders bei Systemen, die Entscheidungen autonom treffen oder Identitäten verifizieren. Wenn OM1 und das FABRIC‑Protokoll automatische Zahlungen oder verifizierbare Aktionsnachweise nutzen, betrifft das konkrete Kennzeichnungs- und Auditpflichten für Anbieter. Der kostenlose Leitfaden zeigt Schritt für Schritt, wie Sie KI‑Systeme korrekt klassifizieren, dokumentieren und Fristen einhalten. Jetzt kostenlosen KI-Verordnungs-Leitfaden sichern


