EY-Studie, KI-Turbo

EY-Studie: KI-Turbo treibt Digitalisierung in Österreichs Mittelstand

12.03.2026 - 00:00:19 | boerse-global.de

Eine aktuelle Studie zeigt: Künstliche Intelligenz ist der zentrale Wachstumstreiber für österreichische Unternehmen, während die strategische Umsetzung zur größten Herausforderung wird.

EY-Studie: KI-Turbo treibt Digitalisierung in Österreichs Mittelstand - Foto: über boerse-global.de
EY-Studie: KI-Turbo treibt Digitalisierung in Österreichs Mittelstand - Foto: über boerse-global.de

Künstliche Intelligenz wird zum zentralen Wachstumstreiber für Österreichs Unternehmen. Das zeigt die aktuelle EY-Studie „Digitaler Wandel 2026“, die heute veröffentlicht wurde. Demnach investieren mittlerweile 19 Prozent der befragten mittelständischen Betriebe primär in KI – ein klarer Spitzenwert unter allen Zukunftstechnologien.

Digitalisierung zurück auf der Chefetage

Die Bedeutung der Digitalisierung hat bei Österreichs Mittelstand einen historischen Höchststand erreicht. Mehr als acht von zehn Unternehmen stufen digitale Technologien als „hoch relevant“ für ihr Geschäftsmodell ein. Damit kehrt das Thema nach einer kurzen Phase der Vernachlässigung zurück auf die oberste Prioritätenliste.

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Während der Pandemie 2022 sahen noch 80 Prozent der Firmen Digitalisierung als zentral an. Bis 2024 sank dieser Wert auf 63 Prozent – offenbar verdrängten akute Wirtschaftssorgen das Zukunftsthema. Die neuen Zahlen belegen eine klare Trendwende: Die digitale Transformation ist wieder Chefsache.

„Digitalisierung wird nicht mehr als reines IT-Projekt gesehen, sondern als zentraler Hebel für Effizienz und Innovation“, analysieren die Studienautoren. Wer diesen Hebel nicht konsequent betätige, riskiere langfristige Wettbewerbsnachteile.

KI-Investitionen schießen in die Höhe

Der mit Abstand dynamischste Trend ist die explosionsartige Verbreitung von Künstlicher Intelligenz. Für jeden fündten Betrieb (19 Prozent) steht KI aktuell im Fokus der Technologie-Investitionen. Zum Vergleich: Auf Datenanalyse entfallen 16 Prozent, das Metaverse spielt mit 6 Prozent nur eine Nebenrolle.

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Doch der Markt ist gespalten. Während die Vorreiter massiv in KI investieren, hat die Mehrheit der Unternehmen noch keinen konkreten Technologie-Fokus. Ganze 67 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen eine spezifische Investitionsstrategie für digitale Technologien fehlt.

„Die Herausforderung verschiebt sich“, erklärt Susanne Zach, Leiterin Data & AI bei EY Österreich. „Es geht nicht mehr darum, KI überhaupt einzusetzen, sondern sie strategisch zu skalieren.“ Erfolgreiche Skalierung müsse konkrete Bereiche wie Kundenservice, Prozessautomatisierung oder Qualitätssicherung ins Visier nehmen.

Deutschland und Österreich im Gleichklang

Die Studie erschien zeitgleich mit einer repräsentativen Umfrage des deutschen Digitalverbands Bitkom. Beide Erhebungen zeigen: Die Digitalisierung erreicht in der gesamten DACH-Region Rekordwerte. Der KI-Boom ist kein österreichisches Phänomen, sondern ein gesamteuropäischer Trend.

Die Parallelen sind frappierend. In beiden Ländern erkennen Unternehmen, dass Digitalisierung und Nachhaltigkeit keine optionalen Extras mehr sind. Sie werden zur Grundvoraussetzung für Marktteilnahme – quer durch alle Branchen. EY-Trendreports zum heimischen Immobilienmarkt unterstreichen diese Entwicklung für 2026.

Talent-Knappheit als größte Hürde

Global betrachtet ist die KI-Verbreitung vor allem eine Personalherausforderung. Diese Dynamik erwartet Experten auch in Österreich. Mit den Investitionen in Technologie muss die Qualifizierung der Mitarbeiter Schritt halten. Robuste KI-Governance-Rahmen werden genauso wichtig wie die Beschaffung der Softwarelösungen selbst.

Die nächsten 12 bis 18 Monate werden entscheidend sein. Beobachter rechnen mit einem Boom bei spezialisierten Digital-Schulungen und Strategieberatungen. Die Phase des Experimentierens ist vorbei – jetzt beginnt das Zeitalter der strategischen Umsetzung. Für Nachzügler schließt sich das Fenster, um noch Anschluss zu finden.

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