Evernote startet mit KI-Revolution ins Jahr 2026
19.01.2026 - 19:23:11Evernote stellt mit Version 11 die größte Plattform-Überarbeitung seit fünf Jahren vor. Das Update integriert künstliche Intelligenz tief in die Notiz-App und soll das einstige Vorzeigeprodukt zurück in die Spitze katapultieren. Ab sofort rollt die komplett erneuerte Anwendung weltweit aus.
KI-Assistent als neues Herzstück
Im Zentrum von Evernote v11 stehen drei neue KI-Funktionen, die Informationssuche und Inhaltserstellung automatisieren sollen. Die Tools sind direkt in bestehende Arbeitsabläufe integriert – ein Zugeständnis an langjährige Nutzer, die keinen radikalen Bruch erwarten.
Der neue KI-Assistent dient als Gesprächspartner für den gesamten Notizbestand. In Zusammenarbeit mit OpenAI entwickelt, versteht er natürliche Sprache. Er kann nicht nur Dokumente zusammenfassen oder E-Mails entwerfen, sondern auch Kontoeinstellungen ändern. Besonders: Die KI sucht imLive-Web nach Informationen und ergänzt so persönliche Notizen mit externem Wissen.
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Die semantische Suche erfüllt eine lange Nutzerforderung. Statt nach exakten Begriffen sucht sie nach Bedeutung und Kontext. Die Frage nach “kommenden Reisen” findet Flugbestätigungen und Hotelbuchungen – selbst wenn das Wort “Reise” nicht im Text steht. Bending Spoons entwickelte diese Technologie intern, speziell für Evernotes Datenstruktur.
KI-Meetingnotizen komplettieren das Trio. Das Tool transkribiert und fasst Besprechungen automatisch zusammen, extrahiert Aufgaben und Entscheidungen. Sensible Geschäftsdaten bleiben so in einem geschlossenen System, ohne Drittanbieter.
Frisches Design und neue Performance
Neben der KI-Offensive präsentiert Evernote ein komplett neues Erscheinungsbild. Aktualisiertes Logo, modernisierte Oberfläche – der visuelle Frühjahrsputz begleitet eine technische Grundsanierung, die seit 2024 läuft.
“Version 11 spiegelt Jahre Fundamentalarbeit wider”, betont Produktchef Federico Simionato. Sein Team habe über 250 Verbesserungen umgesetzt, vor allem bei Geschwindigkeit und Synchronisation. Kritik an der App-Performance soll damit der Vergangenheit angehören.
Durch umfangreiche Code-Überarbeitungen habe Bending Spoons Hunderte alte Fehler behoben, heißt es. Die optimierte Synchronisation sorgt für sofortige Updates auf allen Geräten – eine Grundvoraussetzung für hybrides Arbeiten.
Strategischer Neustart unter neuer Führung
Version 11 ist der erste große Versionssprung seit der Übernahme durch das italienische Tech-Unternehmen Bending Spoons. Branchenbeobachter sehen im Launch den Beweis für die Revitalisierungsstrategie des neuen Eigentümers.
Seit der Akquisition straffte Bending Spoons die Abläufe und erhöhte Abo-Preise – offenbar um Entwicklungen wie diese zu finanzieren. Alle neuen Funktionen stehen Kunden sofort zur Verfügung. Damit will das Unternehmen die Nutzerbasis auf der neuen Architektur vereinen.
Die Kombination aus OpenAI-Technologie und hauseigenen Entwicklungen wie der semantischen Suche positioniert Evernote im direkten Wettbewerb mit KI-zentrierten Plattformen wie Notion oder Obsidian. Hunderte Nutzertests sollten sicherstellen, dass die KI etablierte Arbeitsweisen ergänzt – statt sie zu stören.
Markt unter KI-Druck
Der Produktivitätssoftware-Markt wird immer voller, KI ist längst Standarderwartung geworden. Evernotes Wandel zum “KI-gestützten Arbeitsraum” folgt dem Branchentrend: Tools sollen aktiv assistieren, nicht nur passiv speichern.
Frühe Tester loben besonders die semantische Suche. Die Integration von Websuche im KI-Assistenten deutet auf eine “All-in-One”‑Strategie hin – Nutzer sollen seltener zwischen Notizen und Browser wechseln müssen.
Doch mit v11 steigen auch die Stabilitätserwartungen. Der Start am 19. Januar 2026 setzt das Unternehmen unter Beobachtung: Werden die KI-Funktionen im großen Maßstab reibungslos laufen?
Architektur für die Zukunft
Version 11 ist laut Evernote erst der Anfang. Die neue Architektur soll schnelle Weiterentwicklungen ermöglichen, kontinuierliche Verbesserungen an KI-Modellen und Oberfläche sind für 2026 angekündigt.
In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob die Mischung aus nostalgischer Markenloyalität und modernster KI-Technologie trägt. Kann Evernote seine Position als “zweites Gehirn” für Profis im KI-Zeitalter zurückerobern? Die Weichen sind gestellt.
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