EU-Kommission, Druck

EU-Kommission verschärft Druck auf TikTok

15.02.2026 - 20:18:12

Die EU-Behörde wirft TikTok suchtfördernde Design-Merkmale vor. Gleichzeitig belegen Studien den Zusammenhang zwischen Social-Media-Nutzung und Depressionen bei Jugendlichen.

Die EU-Kommission geht wegen potenziell suchtfördernder Design-Merkmale härter gegen TikTok vor. Gleichzeitig verdichten sich die wissenschaftlichen Belege für die psychischen Risiken sozialer Medien, besonders für Jugendliche. Die politischen Rufe nach strengeren Regeln werden lauter.

TikTok im Visier der DSA-Untersuchung

Die Brüsseler Behörden werfen der Video-App vor, gegen den Digital Services Act (DSA) zu verstoßen. Vorläufige Ergebnisse deuten darauf hin, dass Features wie das endlose Scrollen und hochgradig personalisierte Empfehlungen suchtähnliches Verhalten fördern. Die Risikobewertung für die Nutzergesundheit sei unzureichend.

Besonders im Fokus stehen Minderjährige. Bestehende Schutzmaßnahmen wie Bildschirmzeit-Begrenzungen hält die Kommission für nicht wirksam genug. Sie fordert grundlegende Design-Änderungen. TikTok weist die Vorwürfe als haltlos zurück und kündigt Widerstand an.

Neuer EU-Plan gegen Cybermobbing zeigt Lücken

Parallel startete die EU-Kommission einen Aktionsplan gegen Online-Schikane. Kernstück ist eine neue Melde-App. Doch Kritiker sehen die Initiative als zu oberflächlich.

  • Hauptkanal für Mobbing: Studien identifizieren WhatsApp als einen der wichtigsten Tatorte unter Schülern.
  • Reale Verknüpfung: Experten betonen, dass Online-Mobbing oft auf reale Konflikte in der Schule trifft – eine doppelte Belastung.
  • Umsetzungsproblem: An Schulen fehlt es häufig an Zeit und Personal für wirksame Prävention.
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Studie belegt: Mehr Nutzung, höheres Depressions-Risiko

Die politischen Schritte werden durch klare wissenschaftliche Erkenntnisse untermauert. Forscher sehen ein lineares Dosis-Wirkungs-Verhältnis: Jede zusätzliche Stunde auf Social Media erhöht das Risiko für Depressionen signifikant.

Plattformen wie Instagram und TikTok stehen besonders in der Kritik. Der ständige Vergleich mit idealisierten Körperbildern und Lebensstilen kann zu Selbstzweifeln und einer verzerrten Selbstwahrnehmung führen. Junge Frauen und Mädchen sind überproportional von negativen Effekten wie Essstörungen betroffen.

Warten auf die deutsche Expertenkommission

Die Debatte orientiert sich zunehmend an radikalen Schritten. Australien hat ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige eingeführt. Auch in Deutschland wird über striktere Altersgrenzen diskutiert.

Im Sommer 2026 soll eine nationale Expertenkommission erste Ergebnisse vorlegen. Sie soll Grundlagen für bessere Schutzrahmen liefern, die über EU-Vorgaben hinausgehen. Die größten Hürden bleiben:
* Die technisch schwierige und umstrittene Umsetzung einer wirksamen Alterskontrolle.
* Die Stärkung der Medienkompetenz bei Kindern, Eltern und Lehrkräften als langfristiger Schlüssel.

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