Ethereum: Gründerverkäufe belasten Kurs
24.02.2026 - 07:50:32 | boerse-global.deEthereum kämpft in dieser Woche mit massivem Gegenwind. Während der breite Kryptomarkt unter einer allgemeinen Risikoaversion leidet, sorgt ausgerechnet Co-Founder Vitalik Buterin für zusätzliche Unruhe. Er hat seine geplanten Token-Verkäufe zuletzt beschleunigt, was den Kurs auf den tiefsten Stand seit August 2025 drückt.
Buterin erhöht die Schlagzahl
On-Chain-Daten belegen, dass der Ethereum-Mitbegründer allein in den letzten zwei Tagen rund 1.869 Ether veräußert hat. Seit Anfang Februar summieren sich seine Verkäufe auf über 8.800 ETH. Diese Transaktionen sind Teil eines bereits am 30. Januar angekündigten Plans, über seine Entität "Kanro" Bestände zu liquidieren. Die Erlöse fließen in die Entwicklung des Ökosystems und Open-Source-Software, da die Ethereum Foundation laut Buterin in eine Phase „moderater Sparsamkeit“ eintritt.
Das Timing dieser Maßnahmen verstärkt jedoch die Bärenstimmung. Marktbeobachter registrierten bereits Anfang des Monats, dass eine erste Verkaufswelle von Buterin mit einem spürbaren Kursrückgang korrelierte. Obwohl Buterin laut Arkham Intelligence weiterhin über 224.000 ETH hält, verbleiben aus der angekündigten Zuteilung noch rund 7.350 ETH, die kurzfristig auf den Markt kommen könnten.
Makroökonomische Belastungsfaktoren
Die Schwäche von Ethereum ist kein isoliertes Phänomen. Der gesamte Sektor steht unter Druck, wobei auch Bitcoin deutliche Verluste verzeichnete. Analysten von Citrini Research führen dies auf einen sogenannten „AI Scare Trade“ zurück. Investoren bewerten derzeit neu, welche Sektoren durch künstliche Intelligenz disruptiert werden könnten, was zu einer breiten Risikoaversion („Risk-off“) führt, die Aktien und Krypto-Assets gleichermaßen trifft.
Zusätzlich signalisieren die Daten von CryptoQuant, dass der Verkaufsdruck auf der Altcoin-Seite ein Fünfjahreshoch erreicht hat. Dies deutet darauf hin, dass Inhaber ihre Bestände in einen Markt mit ohnehin begrenzter Käufernachfrage abstoßen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ethereum?
Verschärft wird die Situation durch steigende Zuflüsse an die Börsen. Die Transfers von Ethereum zu Binance kletterten in den letzten 30 Tagen auf den höchsten Stand seit November 2025. Solche Bewegungen werden oft als Vorbereitung auf Verkäufe interpretiert. Gleichzeitig sinkt die Nachfrage nach Staking, was darauf hindeutet, dass Anleger aktuell Liquidität gegenüber Zinserträgen bevorzugen.
Technische Perspektive bleibt ambitioniert
Trotz der aktuellen Kursturbulenzen hält die Ethereum Foundation an ihren langfristigen Zielen fest. Die am 18. Februar veröffentlichte Roadmap für 2026 sieht zwei große Netzwerk-Upgrades vor: „Glamsterdam“ in der ersten Jahreshälfte und „Hegotá“ in der zweiten. Im Fokus stehen dabei eine massive Erhöhung des Gas-Limits sowie Verbesserungen bei der Wallet-Funktionalität und der post-quantenmechanischen Sicherheit.
Die zweitgrößte Kryptowährung steht aktuell in einem Zangengriff aus internem Verkaufsdruck und makroökonomischer Unsicherheit. Zwar signalisiert die technische Roadmap langfristigen Fortschritt, doch kurzfristig bestimmen die Angebotsseite und die Risikoaversion das Geschehen. Die Absorption der verbleibenden Buterin-Coins wird in den kommenden Wochen der entscheidende Faktor für eine mögliche Bodenbildung sein.
Ethereum-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ethereum-Analyse vom 24. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Ethereum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ethereum-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Ethereum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Hol dir den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt abonnieren.


