Ernährungstherapien: Neue Hoffnung bei Epilepsie
09.02.2026 - 01:41:12Am heutigen Internationalen Epilepsie-Tag rücken spezielle Diäten als wirksame Ergänzung zur medikamentösen Behandlung in den Fokus. Vor allem bei schwer behandelbaren Formen der Erkrankung gewinnen diese Ansätze an Bedeutung. Sie zielen darauf ab, den Hirnstoffwechsel gezielt zu beeinflussen und so Anfallshäufigkeit und -stärke zu reduzieren.
Ketogene Diät: Der Klassiker im Kampf gegen Anfälle
Die ketogene Diät ist die älteste und am besten erforschte Ernährungstherapie. Sie ahmt den Stoffwechselzustand des Fastens nach, der bei manchen Patienten krampflindernd wirkt. Die Kost besteht zu etwa 90 Prozent aus Fetten und ist extrem kohlenhydratarm. Der Körper stellt daraufhin seine Energieversorgung um: Statt Glukose verbrennt er Ketonkörper aus Fett. Dieser Zustand der Ketose wirkt antikonvulsiv.
Die Diät kommt vor allem bei Kindern und Jugendlichen mit medikamentenresistenter Epilepsie zum Einsatz. Die Einstellung erfolgt meist stationär und erfordert eine lebenslange, engmaschige Betreuung durch Ärzte und Ernährungsfachkräfte.
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Moderne Alternativen: Weniger streng, mehr Alltagstauglichkeit
Weil die klassische ketogene Diät sehr streng ist, haben Forscher praktikablere Varianten entwickelt. Sie sollen die Therapie für mehr Patienten zugänglich machen.
- Modifizierte Atkins-Diät (MAD): Hier wird primär die Kohlenhydratzufuhr stark begrenzt (auf 10-20 Gramm täglich). Fett und Proteine können freier konsumiert werden. Studien zeigen gute Erfolge bei Jugendlichen und Erwachsenen.
- Niedrig-Glykämische-Index-Therapie (LGIT): Diese Diät schränkt Kohlenhydrate weniger ein. Stattdessen werden nur Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index verzehrt, die den Blutzuckerspiegel langsam ansteigen lassen.
Beide Ansätze sind einfacher in den Alltag zu integrieren und steigern so die Akzeptanz bei den Betroffenen.
Darm-Hirn-Achse: Ein Schlüssel zum Verständnis?
Die aktuelle Forschung sucht nach den genauen Wirkmechanismen der Diäten. Ein vielversprechender Ansatzpunkt ist die Darm-Hirn-Achse. Wissenschaftler fanden heraus, dass sich die Darmflora von Epilepsie-Patienten von der gesunder Menschen unterscheidet.
Bestimmte, entzündungshemmende Bakterienstämme sind oft in geringerer Zahl vorhanden. Die Vermutung: Ernährungstherapien wie die ketogene Diät verändern das Mikrobiom positiv und entfalten so einen Teil ihrer Wirkung. Dieses Forschungsfeld ist noch jung, könnte aber zukünftig ganz neue Therapieansätze eröffnen.
Personalisierte Medizin: Für wen ist welche Diät geeignet?
Die wachsende Rolle der Ernährung spiegelt einen Trend zur personalisierten Medizin wider. Während Medikamente bei etwa zwei Dritteln der Patienten wirken, bleibt ein Drittel therapieresistent. Für diese Gruppe sind Diäten eine wichtige Option.
Experten betonen: Die Diäten sind wie ein Medikament zu sehen – sie werden verordnet und müssen überwacht werden. Schätzungsweise 30 bis 40 Prozent der therapieresistenten Patienten sprechen darauf an. Neben weniger Anfällen berichten viele auch von besserer Konzentration und gesteigertem Wohlbefinden.
Die Zukunft liegt in der weiteren Erforschung der Wirkmechanismen. Ein großes Ziel ist es, Biomarker zu finden, die vorhersagen, welcher Patient von welcher Diät profitiert. So könnte die Behandlung noch gezielter werden.
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