Ernährung wird zur Schlüsselsäule der ADHS-Therapie
22.01.2026 - 04:55:12Eine gezielte Ernährung kann ADHS-Symptome lindern und Psychotherapien wirksamer machen. Das belegen aktuelle Studien. Experten sehen darin einen Paradigmenwechsel: Statt nur auf Medikamente zu setzen, rückt ein ganzheitlicher Ansatz in den Fokus.
So beeinflusst Essen das ADHS-Gehirn
Die Wirkung von Neurotransmittern wie Dopamin hängt direkt von der Nährstoffversorgung ab. Proteine liefern die Bausteine, Spurenelemente wie Eisen, Zink und Magnesium sind als Kofaktoren unverzichtbar. Studien zeigen: Bei vielen Betroffenen sind diese Werte zu niedrig – ein Mangel verschlimmert die Symptome. Selbst die Wirkung von Standardmedikamenten wie Methylphenidat lässt sich durch eine optimierte Nährstoffzufuhr unterstützen.
Viele Menschen mit ADHS wissen nicht, welche Blutwerte auf Nährstoffmängel hinweisen – und handeln deshalb oft ohne klare Messwerte. Der kostenlose 25-seitige PDF‑Report „Laborwerte‑Selbstcheck“ erklärt verständlich Erythrozyten, Hämoglobin und 10 wichtige Vitalstoff‑Werte und zeigt, wann etwa Eisen-, Zink‑ oder Magnesium‑Defizite vorliegen können. So erhalten Sie konkrete Orientierung für Arztgespräche und können Ernährung sowie Therapie gezielter abstimmen. Jetzt kostenlosen Laborwerte-Report sichern
Warum Blutzucker-Achterbahnen schaden
Zucker und einfache Kohlenhydrate sind Gift für die Konzentration. Sie lassen den Blutzucker rapide ansteigen und wieder abstürzen. Die Folge: Unruhe, Reizbarkeit und Konzentrationsabfall. Eine stabile Energieversorgung durch Vollkorn, Obst und Gemüse ist dagegen die Grundlage, damit Strategien aus der Verhaltenstherapie im Alltag überhaupt funktionieren können.
Omega-3 und der Darm: Zwei neue Hoffnungsträger
Die Forschung bestätigt, was lange vermutet wurde: Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) können Hyperaktivität und Impulsivität mildern. Sie sind Bausteine für die Hirnzellen und wirken entzündungshemmend.
Gleichzeitig rückt die Darm-Hirn-Achse in den Blick. Das Mikrobiom von Menschen mit ADHS ist oft aus dem Gleichgewicht. Eine darmgesunde Ernährung kann dieses Ungleichgewicht korrigieren und so indirekt die kognitive Funktion verbessern.
Vom Nischen- zum Standardkonzept
Die MADDY-Studie war ein Wendepunkt. Sie zeigte klar: Kinder, die mehr Obst und Gemüse aßen, hatten weniger Aufmerksamkeitsprobleme. Ernährung wird heute nicht als Alternative, sondern als kraftvolle Ergänzung zu Medikamenten und Therapie gesehen. Sie kann den Medikamentenbedarf potenziell reduzieren und die Lebensqualität nachhaltig steigern.
Die Zukunft liegt in der Personalisierung. Könnten künftig Mikrobiom-Analysen maßgeschneiderte Ernährungspläne liefern? Experten sind überzeugt: Die Ernährungsberatung wird sich als fester Bestandteil jeder seriösen ADHS-Therapie etablieren.


