Ernährung, Thrombose-Risiko

Ernährung kann Thrombose-Risiko deutlich senken

23.01.2026 - 03:25:12

Studien belegen, dass eine gezielte Kost mit Omega-3-Fettsäuren, Vitaminen und Pflanzenstoffen die Gefahr gefährlicher Blutgerinnsel deutlich reduzieren kann.

Bestimmte Lebensmittel beeinflussen die Blutgerinnung positiv. Neue Studien zeigen, wie eine gezielte Ernährung das Risiko für gefährliche Blutgerinnsel minimieren kann. Experten setzen dabei auf Omega-3-Fettsäuren, Vitamine und Pflanzenstoffe.

Thrombosen – Blutgerinnsel in den Gefäßen – können zu Lungenembolien oder Schlaganfällen führen. Neben Bewegung und dem Verzicht auf Rauchen spielt die tägliche Ernährung eine Schlüsselrolle. Bestimmte Nährstoffe verbessern die Fließeigenschaften des Blutes, wirken entzündungshemmend und halten die Gefäße elastisch.

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Omega-3-Fettsäuren: Natürliche Gerinnungshemmer

Omega-3-Fettsäuren hemmen die Blutgerinnung. Sie reduzieren die Neigung der Blutplättchen zur Verklumpung und erschweren so die Bildung von Thromben.

Eine norwegische Studie (Tromsø-Studie) lieferte eindrucksvolle Zahlen: Teilnehmer mit hohem Fischverzehr und Omega-3-Nahrungsergänzungsmitteln senkten ihr Thrombose-Risiko um bis zu 48 Prozent. Gute Quellen sind fettreiche Kaltwasserfische wie Lachs, Makrele und Hering.

Vitamine: Schutz für die Gefäßwände

Vitamine und Antioxidantien halten die Blutgefäße gesund und regulieren die Gerinnung.

  • Vitamin E wirkt der Blutgerinnung entgegen.
  • B-Vitamine wie Folsäure bauen Homocystein ab – ein Risikofaktor für Thrombosen.
  • Vitamin C schützt als Antioxidans die Gefäßwände.
  • Vitamin K ist für die Gerinnung essenziell. Patienten, die Gerinnungshemmer wie Marcumar einnehmen, sollten auf eine konstante, aber nicht übermäßige Zufuhr achten (z.B. via Grünkohl, Spinat).

Sekundäre Pflanzenstoffe: Power aus der Natur

Flavonoide und andere Pflanzenstoffe haben großes präventives Potenzial. Sie stecken in Obst, Gemüse und Grüntee.

  • Grüntee-Extrakte können im Labor die Verklumpung von Blutplättchen reduzieren.
  • Resveratrol aus roten Trauben wirkt entzündungshemmend und gefäßerweiternd.
  • Rutin aus Buchweizen hemmt ein Enzym, das an der Gerinnselbildung beteiligt ist.

So integrieren Sie den Schutz in den Alltag

Eine thrombosepräventive Ernährung ist keine radikale Diät, sondern eine bewusste Mischkost.

  • Basis: Viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte.
  • Fette: Pflanzliche Öle wie Oliven- oder Rapsöl bevorzugen.
  • Flüssigkeit: Mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser oder ungesüßten Tee pro Tag trinken, um das Blut flüssig zu halten.
  • Bewegung: Ausdauersport wie Schwimmen oder Radfahren aktiviert die Muskelpumpe und unterstützt den Blutfluss.

Die wirksamste Strategie bleibt die Kombination aus einer mediterran inspirierten, nährstoffreichen Kost und regelmäßiger körperlicher Aktivität. Jeder kann so sein persönliches Thrombose-Risiko aktiv managen.

@ boerse-global.de