Erbbaurecht, Alternative

Erbbaurecht: Die Alternative zum teuren Immobilienkauf

17.02.2026 - 03:41:11 | boerse-global.de

Angesichts hoher Grundstückspreise gewinnt das Erbbaurecht als Alternative zum klassischen Immobilienkauf an Bedeutung. Die Entscheidung zwischen geringeren Anfangskosten und langfristiger Kontrolle ist zentral.

Im angespannten deutschen Immobilienmarkt gewinnt das Erbbaurecht an Bedeutung. Die hohen Preise für klassisches Grundeigentum treiben Kaufinteressenten zu der Alternative, bei der nur das Haus, nicht aber der Grund gehört.

Aktuelle Fachtagungen und Webinare unterstreichen die wachsende Relevanz der Debatte. Für Tausende potenzielle Bauherren wird die Wahl zwischen vollem Eigentum und Erbpacht zur Schlüsselfrage.

Freehold: Der Traum vom eigenen Grund

Der Erwerb von Volleigentum (Freehold) gilt für viele als Ideal. Der Käufer erwirbt Gebäude und Grundstück und hat uneingeschränkte Kontrolle. Er kann die Immobilie frei verkaufen, vererben oder vermieten.

Der große Vorteil: Die langfristige Wertentwicklung des Bodens trägt zur Vermögensbildung bei. Dem stehen jedoch massive Anfangsinvestitionen gegenüber. In Ballungsräumen wie München oder Berlin stellt der Grundstückspreis eine kaum überwindbare Hürde dar.

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Leasehold: Bauen auf fremdem Grund

Beim Erbbaurecht (Leasehold) wird man nur Eigentümer des Hauses. Das Land bleibt im Besitz des Erbbaurechtsgebers – oft Kommunen, Kirchen oder Stiftungen. Für die Nutzung zahlt man eine jährliche Gebühr, den Erbbauzins.

Die Verträge laufen meist 75 bis 99 Jahre. Der entscheidende Vorteil sind die deutlich geringeren Anschaffungskosten, da der teure Grundstückskauf entfällt. Das eröffnet Menschen mit begrenztem Budget den Zugang zu Wohneigentum.

Kosten und Kontrolle im direkten Vergleich

Die finanzielle Gegenüberstellung zeigt grundlegende Unterschiede:
* Freehold: Hohe einmalige Investition, dann keine laufenden Grundkosten.
* Leasehold: Geringere Anfangskosten, aber dauerhafte Verpflichtung durch den Erbbauzins.

Dieser Zins wird regelmäßig an die Inflation oder Bodenwertentwicklung angepasst – die Kosten können über Jahrzehnte steigen. Banken prüfen bei der Finanzierung genau die Restlaufzeit des Vertrags. Bei weniger als 30 bis 40 Jahren wird es schwierig.

Am Ende der Laufzeit fällt das Gebäude an den Grundstückseigentümer zurück. Der Erbbauberechtigte erhält dafür eine vertraglich festgelegte Entschädigung.

Warum 2026 über Erbpacht diskutiert wird

Die Debatte gewinnt an Fahrt, weil der Markt weiter von hohen Preisen und knappem Angebot geprägt ist. Prognosen sehen auch für dieses Jahr moderate Preissteigerungen. In dieser Situation wird das Erbbaurecht als Instrument für bezahlbaren Wohnraum gehandelt.

Studien aus dem Vorjahr hoben das Potenzial hervor, besonders für kommunale Stadtentwicklung. Politische Akteure nehmen das Thema in ihre Programme auf. Für junge Familien oder Käufer mit wenig Eigenkapital kann die Erbpacht die einzige Chance sein, in begehrten Lagen Fuß zu fassen.

Eine Frage der langfristigen Planung

Die Entscheidung bleibt höchst individuell. Experten diskutieren die Vor- und Nachteile weiter intensiv, wie der für dieses Jahr angesetzte Deutsche Erbbaurechtskongress zeigt.

Potenzielle Käufer müssen Erbpachtverträge sorgfältig prüfen – besonders die Zinsanpassung und die Bedingungen am Vertragsende. Während klassisches Eigentum für Sicherheit und Wertzuwachs steht, bietet die Erbpacht in einem teuren Markt eine zugänglichere Alternative. Der Weg zum Eigenheim hat 2026 mehr als eine Route.

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