EQT, Millionen

EQT greift mit 371 Millionen Euro nach japanischem IT-Dienstleister MAMEZO

24.01.2026 - 02:31:12

Der schwedische Private-Equity-Riese EQT bietet rund 371 Millionen Euro für die vollständige Übernahme und spätere Privatisierung des japanischen IT-Beratungshauses MAMEZO. Die Transaktion markiert einen strategischen Vorstoß in Japans Digitalisierungs- und KI-Markt.

Der schwedische Private-Equity-Riese EQT steigt mit einem Übernahmeangebot von rund 371 Millionen Euro in Japans IT-Dienstleistungsmarkt ein. Ziel ist die vollständige Übernahme und spätere Privatisierung des börsennotierten Beratungshauses MAMEZO. Die Transaktion markiert einen strategischen Vorstoß in den japanischen Digitalisierungs- und KI-Markt.

Strategischer Schachzug im KI-Boom

EQT, einer der weltweit größten Private-Equity-Investoren, will den japanischen IT-Dienstleister MAMEZO über seinen BPEA EQT Mid-Market Growth Partnership-Fonds kaufen. Das am 23. Januar 2026 bekanntgegebene Barangebot liegt bei 3.551 Yen je Aktie. Der Preis fällt in eine Phase erhöhter Marktaktivität: Zuletzt schloss die MAMEZO-Aktie an der Tokioter Börse bei 4.020 Yen.

Bereits seit Herbst 2025 kursierten Gerüchte über einen möglichen Verkauf. Bloomberg und Mergermarket hatten zuletzt über laufende Gespräche mit EQT berichtet. Für den schwedischen Investor ist es der erste große Zukauf im japanischen IT-Services-Markt – ein klares Bekenntnis zum Wachstumspotenzial des Landes.

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Partnerschaft mit Itochu für lokale Verankerung

Nach erfolgreichem Abschluss will EQT mit dem japanischen Mischkonzern Itochu Corporation als strategischem Partner zusammenarbeiten. Diese Allianz soll die globale Skalierungserfahrung von EQT mit der tiefen lokalen Marktkenntnis von Itochu verbinden. Gemeinsam wollen sie MAMEZOs operative und strategische Ziele vorantreiben.

MAMEZO mit Sitz in Tokio hilft Unternehmen bei der Modernisierung ihrer IT-Infrastruktur und der Einführung von Spitzentechnologien wie Künstlicher Intelligenz (KI) und Cloud Computing. Die Kunden stammen vorwiegend aus Schlüsselindustrien wie Automobilbau, Fertigung und Finanzdienstleistungen.

Fokus auf Japans digitale Transformation

Die Übernahme unterstreicht EQT’s thematische Investitionsstrategie in Hochwachstumssektoren wie Technologie und Automatisierung. Analysten sehen darin die Überzeugung, dass Japan sich an einem Wendepunkt der Digitalisierung befindet. MAMEZO gilt als ideal positioniert, um von diesem landesweiten Wandel zu profitieren.

Das Unternehmen versteht sich nicht als reiner Roboterhersteller, sondern als Enabler für digitale Transformation. Der Schwerpunkt liegt auf Software, Systemintegration und der Fähigkeit, große Unternehmen bei der Einführung von KI und Robotik zu begleiten – von der ersten Systemdesign-Phase bis zum Aufbau interner Kompetenzen.

Ausblick: Privatisierung als Wachstumsbeschleuniger

Mit dem erfolgreichen Übernahmeangebot würde MAMEZO von der Börse genommen und privatisiert. Dies soll EQT ermöglichen, sein Wertsteigerungskonzept ohne den kurzfristigen Druck der Kapitalmärkte umzusetzen. Der Investor bringt Erfahrung aus früheren Investments im Automatisierungssektor mit und dürfte auf eine Expansion von MAMEZOs Dienstleistungen und Kundenstamm abzielen – sowohl in Japan als auch international.

Der Deal fällt in eine aktive Phase für EQT, die mehrere technologiegetriebene Übernahmen weltweit getätigt hat. Er spiegelt den globalen Trend wider, bei dem Private-Equity-Firmen zunehmend spezialisierte IT-Dienstleister als Schlüssel für die digitale Transformation etablierter Industrien ins Visier nehmen. Der Fortgang des Angebots wird genau beobachtet – nicht nur für die Zukunft von MAMEZO, sondern auch als Stimmungsbarometer für das internationale Vertrauen in Japans Technologiesektor.

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