Volltextsuche, Push-Benachrichtigungen

ePA bekommt Volltextsuche und Push-Benachrichtigungen

13.02.2026 - 07:42:11

Die elektronische Patientenakte erhält zwei zentrale Funktionen, um die Nutzung attraktiver zu machen. Ziel ist es, die Akte zum Drehpunkt der digitalen Gesundheitsversorgung auszubauen.

Das Bundesgesundheitsministerium erweitert die elektronische Patientenakte bis Ende 2026 um zwei zentrale Funktionen. Eine Volltextsuche und ein Push-Benachrichtigungssystem sollen die Akte für Patienten und Ärzte attraktiver machen.

Die Neuerungen sind Teil der Strategie, die ePA zum Dreh- und Angelpunkt der digitalen Versorgung auszubauen. Bisher nutzen nur etwa 3,6 Prozent der gesetzlich Versicherten ihre Akte aktiv. Das soll sich nun ändern.

Volltextsuche bringt Effizienzschub für Ärzte

Ab Ende 2026 können Ärzte und Patienten alle Inhalte der ePA mit einer Volltextsuche durchforsten. Befunde, Arztbriefe oder Laborwerte – relevante Informationen sind dann sekundenschnell gefunden. Das spart im Praxisalltag wertvolle Zeit, die bisher für das Suchen in einzelnen Dokumenten draufging.

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Passend dazu — wer seine Laborwerte besser verstehen möchte, findet jetzt Orientierung: Der kostenlose 25-seitige PDF-Report „Laborwerte‑Selbstcheck“ erklärt leicht verständlich, welche Blutwerte wirklich wichtig sind, wie Sie Abweichungen einordnen und wann ein Arztbesuch nötig ist. Ideal für Nutzer der ePA, die Befunde selbst prüfen möchten, ohne Fehlinterpretationen. Gratis-Report zu Laborwerten anfordern

Bereits im Sommer 2026 kommt mit Release 3.1 die zweite große Neuerung: ein Push-Benachrichtigungssystem. Versicherte werden dann direkt in der App ihrer Krankenkasse informiert, sobald ein neues Dokument hochgeladen wurde oder jemand auf ihre Akte zugreift.

Diese Transparenz gibt Patienten mehr Kontrolle über ihre sensiblen Gesundheitsdaten. Die Krankenkassen planen, das System auch für Erinnerungen an Vorsorgeuntersuchungen zu nutzen.

Warum wird die ePA so zögerlich genutzt?

Die „ePA für alle“ startete im April 2025. Seit Oktober desselben Jahres sind Arztpraxen und Krankenhäuser verpflichtet, Befunde einzustellen. Trotzdem bleibt die aktive Nutzung gering.

Experten machen dafür vor allem zwei Gründe aus:
* Bisher geringer Mehrwert: Für viele Patienten war die ePA lange nur ein digitales Archiv.
* Mangelnde Nutzerfreundlichkeit: Das Finden spezifischer Informationen war umständlich.

Die neuen Funktionen sind eine direkte Antwort auf diese Kritik. Sie sollen den praktischen Nutzen der Akte im Alltag spürbar erhöhen.

Datenschutz und Zukunftsvision im Blick

Parallel zum Funktionsumfang wird auch die rechtliche Seite geschärft. Seit Januar 2026 haben Ärzte mehr Rechtssicherheit. Die Befüllungspflicht gilt beispielsweise nicht für hochsensible Daten aus der Psychotherapie.

Die Pläne der Bundesregierung gehen noch weiter. Bis 2030 sollen 20 Millionen Menschen ihre ePA aktiv nutzen. Geplant sind unter anderem:
* Eine digitale Ersteinschätzung
* Eine integrierte Terminbuchung
* Ein vollständig digitaler Medikationsplan (eMP)

Ab Ende 2026 sollen zudem pseudonymisierte Daten aus der ePA für die medizinische Forschung bereitgestellt werden. Die Vision ist klar: Aus der Datensammlung soll ein intelligenter Gesundheitsbegleiter werden.

@ boerse-global.de

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