ENISA: EU-Cyberagentur geht global gegen Hacker vor
12.02.2026 - 17:03:12Die EU-Cybersicherheitsagentur ENISA schärft ihre internationale Strategie. Sie will enger mit Partnern wie den USA kooperieren und Nachbarländer besser schützen.
Die Neuausrichtung ist eine direkte Antwort auf die Erkenntnis: In einer vernetzten Welt endet die digitale Sicherheit nicht an den EU-Grenzen. Die Strategie, am 9. Februar vorgestellt, soll die EU als globalen Cybersicherheits-Akteur positionieren.
Engere Kooperation mit strategischen Partnern
Ein Kernziel ist die Vertiefung bestehender Allianzen. ENISA will die Zusammenarbeit mit Ländern wie den USA und der Ukraine intensivieren. Der Fokus liegt auf dem Austausch von Bedrohungsinformationen und bewährten Abwehrpraktiken.
Zudem unterstützt die Agentur die EU-Kommission aktiv in Cyber-Dialogen mit Partnern wie Japan und Großbritannien. „Internationale Zusammenarbeit ist essenziell, um ein hohes Sicherheitsniveau in der Union zu gewährleisten“, betont ENISA-Chef Juhan Lepassaar.
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Cyber-Hilfe für EU-Beitrittskandidaten
Ein neuer Schwerpunkt liegt auf dem Westbalkan. Ab 2026 wird ENISA gezielt Cybersicherheitskapazitäten in den Beitrittskandidatenländern aufbauen. Geplant sind Schulungen, die Bereitstellung von ENISA-Rahmenwerken und gemeinsame Übungen.
Damit reagiert die EU auf die wachsende Bedrohung in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft. Gleichzeitig sollen die Länder so an europäische Sicherheitsstandards herangeführt werden.
EU-Notfallreserve wird für Partner geöffnet
Ein operatives Novum: Die EU-Cybersicherheitsreserve soll künftig auch Partnerländern zugutekommen. Diese Reserve, ein Ergebnis des Cyber-Solidaritäts-Gesetzes von 2025, kann im Krisenfall schnell Hilfe entsenden.
Länder wie die Republik Moldau, die am Programm „Digitales Europa“ assoziiert sind, könnten so bei großen Cyberangriffen unterstützt werden. Die EU erweitert damit ihren Aktionsradius deutlich.
Teil einer größeren europäischen Offensive
Die Strategie ist kein Einzelprojekt. Sie fügt sich ein in eine Reihe europäischer Initiativen für mehr digitale Souveränität. Parallel arbeitet die Kommission an der Reform des Cybersecurity Act („Cybersecurity Act 2.0“), der die Rolle von ENISA weiter stärken soll.
Auf globaler Ebene wird die Agentur zudem die Cybersicherheits-Arbeitsgruppe der G7 mit ihrer Expertise unterstützen. So will Europa künftig stärker globale Sicherheitsstandards mitgestalten.
Die Umsetzung der Maßnahmen beginnt noch 2026. Bis Ende 2028 ist eine Überprüfung der Strategie geplant. Ihr Erfolg wird sich daran messen, ob die europäische digitale Widerstandsfähigkeit gegen grenzenlose Cyber-Bedrohungen tatsächlich wächst.
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