Engie Aktie: 10,5 Milliarden Pfund schwere Übernahme
26.02.2026 - 07:31:14 | boerse-global.deDer französische Energiekonzern Engie hat heute den Abschluss einer Vereinbarung zum Erwerb von UK Power Networks für einen Eigenkapitalwert von 10,5 Milliarden Pfund bekannt gegeben. Die Transaktion markiert einen entscheidenden Schritt zur Stärkung der Position im Bereich regulierter Stromnetze und zum Ausbau der Präsenz auf dem britischen Markt. Der Abschluss wird für Mitte 2026 erwartet.
Finanzierung durch Schulden, Verkäufe und Kapitalerhöhung
Der Gesamtwert der Transaktion beläuft sich auf 15,8 Milliarden Pfund – das entspricht etwa dem 1,5-fachen des geschätzten regulierten Anlagevermögens zum Ende März 2026 und ungefähr dem Zehnfachen des erwarteten EBITDA für 2027. Engie plant die Finanzierung durch eine Kombination aus rund 5 Milliarden Euro Schulden- und Hybrid-Emissionen, einem Veräußerungsprogramm von etwa 4 Milliarden Euro bis 2028 sowie einer Kapitalerhöhung von bis zu 3 Milliarden Euro über ein beschleunigtes Bookbuilding-Verfahren.
Die Auswirkungen auf die Bilanz sind erheblich: Die Nettoverschuldung dürfte bis Ende 2026 um 13 bis 15 Milliarden Euro steigen, während sich das eingesetzte Kapital um etwa 17 bis 19 Milliarden Euro erhöhen wird. Das Management betont jedoch, dass die Transaktion bereits im ersten vollen Jahr nach Abschluss gewinnsteigernd wirken und gleichzeitig die Bonitätsbewertung sowie die Dividendenpolitik unterstützen soll.
Strategischer Schritt in regulierte Infrastruktur
UK Power Networks beliefert jährlich 8,5 Millionen Kunden mit 71 TWh Strom über ein 192.000 Kilometer langes Verteilnetz in London, Südostengland und Ostengland. Das Unternehmen beschäftigt 6.500 Mitarbeiter und verfügt über ein reguliertes Anlagevermögen von 9,2 Milliarden Pfund Ende März 2025, das bis März 2028 auf 10,5 Milliarden Pfund anwachsen soll.
CEO Catherine MacGregor bezeichnete die Übernahme als entscheidenden Schritt zur Stärkung der Position als führendes Versorgungsunternehmen für die Energiewende. Die Transaktion werde die Wachstumsdynamik des Konzerns verstärken und das Risikoprofil durch bessere Planbarkeit künftiger Erträge reduzieren. Basil Scarsella, CEO von UK Power Networks, sieht in Engie einen globalen Energieführer mit der finanziellen Stärke und langfristigen Vision für die nächste Entwicklungsphase.
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Die Engie-Aktie reagierte positiv auf die Nachricht und schloss am Donnerstag mit einem Plus von 2,08 Prozent bei 27,54 Euro an der Pariser Börse. Die Transaktion bedarf noch regulatorischer Genehmigungen sowie der Zustimmung der unabhängigen Aktionäre der in Hongkong gelisteten Muttergesellschaften der Verkäufer.
Hintergrund der strategischen Neuausrichtung sind auch rückläufige Geschäftszahlen: Im Gesamtjahr 2025 verzeichnete Engie einen Gewinnrückgang von 4,1 Milliarden Euro auf 3,8 Milliarden Euro, bei gleichzeitig um 2,5 Prozent gesunkenen Umsätzen auf 71,9 Milliarden Euro.
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