Eli Lilly Aktie: Insulin adé, Orforglipron vor
25.03.2026 - 05:29:37 | boerse-global.deEli Lilly zieht sich aus einem traditionsreichen Produktsegment zurück. Bis vor dem zweiten Quartal 2027 werden bestimmte Humaninsulin-, Insulin-lispro- und Insulin-glargin-Präparate schrittweise aus dem EU- und EWR-Markt genommen. Sicherheits- oder Qualitätsprobleme sind nicht der Grund — das Unternehmen steuert konsequent auf sein neues Kerngeschäft zu.
Orforglipron setzt sich gegen Semaglutid durch
Der strategische Schwerpunkt liegt klar auf oralen GLP-1-Therapien. Im direkten Vergleich mit oralem Semaglutid lieferte Orforglipron in der ACHIEVE-3-Phase-3-Studie deutlich stärkere Ergebnisse: Patienten mit Typ-2-Diabetes, die 36 mg Orforglipron erhielten, erzielten eine durchschnittliche HbA1c-Reduktion von 2,2 Prozent gegenüber 1,4 Prozent bei Semaglutid. Beim Körpergewicht lag der Unterschied bei 9,2 zu 5,3 Prozent. Die Ergebnisse wurden Ende Februar im Fachjournal The Lancet veröffentlicht.
Entscheidend für die Marktbewertung wird nun der 10. April 2026: An diesem Datum erwartet die FDA ihre Zulassungsentscheidung für Orforglipron. Eine Genehmigung würde Lillys Metabolismus-Portfolio erstmals um eine orale Alternative zu den bisherigen Injektionspräparaten erweitern — ein potenziell bedeutsamer Schritt für die Patientenakzeptanz und den Marktanteil.
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Starke Zahlen, gemischtes institutionelles Bild
Das Zahlenwerk des vierten Quartals 2025 unterstreicht die operative Stärke: Lilly erzielte einen Umsatz von 19,3 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 42,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr und deutlich über den Konsenserwartungen von 17,85 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 hält das Unternehmen an seiner Gewinnprognose von 33,50 bis 35,00 US-Dollar je Aktie fest.
Das institutionelle Anlegerverhalten zeigt ein differenziertes Bild. Nordea Investment Management stockte seine Position im vierten Quartal 2025 um rund 110.000 Aktien auf knapp 1,5 Millionen Anteile auf und ist damit achtgrößter institutioneller Anteilseigner. Sarasin & Partners hingegen reduzierte seinen Bestand im gleichen Zeitraum um 6,3 Prozent.
Pipeline wächst über Metabolismus hinaus
Neben dem GLP-1-Fokus lieferte Lilly am 16. März positive Phase-3-Daten für Lebrikizumab (EBGLYSS) bei pädiatrischen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis. Eine Erweiterung der Zulassung auf diese Altersgruppe würde eine weitere Umsatzquelle erschließen.
Trotz der operativen Stärke steht die Aktie seit Jahresbeginn unter Druck und notiert rund 15 Prozent im Minus. Der FDA-Entscheid zu Orforglipron am 10. April dürfte zum nächsten wichtigen Kursimpuls werden.
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