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New York Schluss: Erholung geht vor Zinsentscheid weiter

17.03.2026 - 21:49:31 | dpa.de

Einen Tag vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed hat sich die Erholung am New Yorker Aktienmarkt in unterschiedlichem Ausmaß fortgesetzt.

Alle Indizes konnten aber nur einen moderaten Teil ihrer anfangs erzielten Kursgewinne bis zum Handelsschluss retten. Angesichts des Iran-Krieges und weiterhin hoher Ölpreise blieben Anleger vorsichtig.

Gerade im Dow Jones Industrial US2605661048 blieb nicht viel von dem anfangs noch ein Prozent großen Plus übrig. Der Leitindex der Wall Street schloss 0,10 Prozent höher bei 46.993,26 Punkten. Für den marktbreiten S&P 500 US78378X1072 ging es um 0,25 Prozent auf 6.716,09 Zähler bergauf. Der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 schloss sich diesem Umfeld mit einem Anstieg um 0,51 Prozent auf 24.780,42 Punkte an.

Laut einem Marktbeobachter setzten die Anleger zwar nicht auf eine schnelle Lösung in dem Iran-Krieg, sie versuchten aber die aktuellen Spannungen auf der Suche nach einer Einstiegsgelegenheit auszublenden. Der Iran hat nämlich seine Angriffe auf die Energieinfrastruktur im Persischen Golf intensiviert. Über den höheren Ölpreis bremst dies die Konjunkturhoffnung und verstärkt zugleich Inflationsgefahren.

Anleger schauen deshalb auch gespannt auf die anstehenden Zinsentscheide großer Notenbanken. "Die Tendenz geht eindeutig dahin, dass die Zentralbanken restriktiver agieren werden, als es die Märkte wünschen", sagte Investmentchef Andrew Chorlton von M&G Investment Managers. Bei der Fed dürften die Anleger am Mittwoch vor allem die Pressekonferenz von Notenbankchef Jerome Powell im Blick haben, der bald sein Amt an den von US-Präsident Donald Trump nominierten Kevin Warsh übergeben soll.

Aktien von US-Banken waren vor dem Zinsentscheid auf Erholungskurs nach bisher schwachem Jahresverlauf, der zuletzt von Konjunktursorgen geprägt war. Im Kreditgeschäft könnten sie davon profitieren, wenn das Zinsniveau höher bleibt. Aus dem Dow verbuchten die Titel von Goldman Sachs US38141G1040 ein Plus von 1,5 Prozent.

Bei Nvidia US67066G1040 war die Nachlese von Aussagen des Konzernchefs Jensen Huang auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz GTC nicht verlockend, die Aktie sank um 0,7 Prozent. Experte Atif Malik von der Citigroup schrieb vom "beruhigenden Gefühl", dass der Chipkonzern bei Innovationen weiter den Takt vorgebe. Von solchen Aussagen können die Aktien nach ihrem Rekordlauf der vergangenen Jahre aber schon länger nicht mehr groß profitieren.

Im erweiterten Chipsektor profitierten die Titel von Qualcomm US7475251036 mit einem Anstieg um 1,7 Prozent von angekündigten Aktienrückkäufen. Für die Aktionäre kam als Belohnung noch eine angehobene Quartalsdividende hinzu.

Unterdessen sorgte ein angehobener Quartals-Umsatzausblick bei der Fluggesellschaft Delta US2473617023 für ein Kursplus von 6,6 Prozent. Die Aktien trotzten damit den Ölpreis-Perspektiven, die sich im Kurs schon vor über einer Woche mit dem tiefsten Stand seit November bemerkbar gemacht hatten. Die Delta-Rally verbesserte auch die Stimmung bei Reisevermittlern wie Expedia US30212P3038 und Booking US09857L1089, deren Anteilsscheine um bis zu 4,2 Prozent anzogen.

Mit dem Reisemarkt verbunden sind auch die Aktien von Uber US90353T1007. Sie gewannen 4,2 Prozent an Wert, nachdem der Fahrdienstvermittler und der Chipriese Nvidia einen Ausbau ihrer Kooperation für autonome Fahrzeuge bekannt gegeben hatten. Für den Uber-Konkurrenten Lyft US55087P1049 ging es um 3,8 Prozent nach oben.

Ein fulminantes Kursfeuerwerk legten im Zuge des Börsengangs die Aktien von Swarmer US86989Y1091 hin, einem auf KI-Drohnensoftware spezialisierten Unternehmen. Zu je 5 US-Dollar ausgegeben, eröffneten sie schon mehr als doppelt so hoch bei 12,50 Dollar und begannen eine Rally, die erst bei 40 Dollar beim Achtfachen des Ausgabepreises an ihre Grenzen stieß. Am Ende kam der Kurs dann wieder auf 31 Dollar zurück.

Die Titel des Pharmakonzerns Eli Lilly US5324571083 verloren fast sechs Prozent an Wert. Die Großbank HSBC hatte die Papiere abgestuft, weil sie pessimistischer auf den Markt mit Abnehmmitteln blickt. Analyst Rajesh Kumar bezeichnete die Investorenerwartungen in diesem Bereich als übertrieben und senkte auf "Reduce".

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