eBay Aktie: Depop-Rückkauf zündet
19.02.2026 - 18:57:24 | boerse-global.deDie eBay-Aktie schoss gestern im nachbslichen Handel um 7,7 Prozent auf 88,49 Dollar nach oben. Der Grund: Das Online-Auktionshaus legte Quartalszahlen vor, die die Erwartungen der Analysten deutlich übertrafen ? und kündigte gleichzeitig den 1,2 Milliarden Dollar schweren Rückkauf der Second-Hand-Plattform Depop an.
Im vierten Quartal 2025 erzielte eBay einen Gewinn von 1,41 Dollar je Aktie, während Analysten lediglich 1,35 Dollar prognostiziert hatten. Der Umsatz kletterte auf 2,965 Milliarden Dollar und übertraf damit die erwarteten 2,877 Milliarden Dollar. Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen noch 2,579 Milliarden Dollar erlöst.
Besonders stark entwickelte sich das US-Geschäft. Die sogenannten Fokuskategorien ? darunter Sammlerstücke und Mode ? legten um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Auch neue Wachstumsfelder wie Live-Commerce und der Fahrzeughandel trugen spürbar zum Erfolg bei. Goldman Sachs hob die Aktie nach den Zahlen von "Sell" auf "Neutral" an und erhöhte das Kursziel von 77 auf 88 Dollar.
Depop kehrt zurück
Pikantes Detail: eBay kauft Depop von Etsy zurück ? eine Plattform, die das Unternehmen erst 2021 für 1,6 Milliarden Dollar an den Konkurrenten verkauft hatte. Der Rückkauf für 1,2 Milliarden Dollar fügt sich in die Strategie ein, schnell wachsende Kategorien wie Mode und Second-Hand auszubauen. Goldman Sachs erwartet allerdings kurzfristig eine "niedrig einstellige Belastung" für das operative Ergebnis durch Integrationskosten.
Das Gesamtjahr 2025 schloss eBay mit einem Gewinn von 5,52 Dollar je Aktie ab, nach 4,88 Dollar im Jahr 2024. Der Jahresumsatz stieg von 10,283 Milliarden auf 11,100 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit 5,46 Dollar je Aktie und 11,019 Milliarden Dollar Umsatz gerechnet.
Solides Momentum erwartet
Goldman Sachs zeigt sich optimistisch für die kommenden 12 bis 18 Monate. Die Bank erwartet anhaltend positives Umsatzwachstum, stabile Margen und kontinuierliche Aktienrückkäufe ? das Management hat ein neues Rückkaufprogramm über 2 Milliarden Dollar aufgelegt. Analyst Eric Sheridan betont, dass frühere Investitionen in die Plattform nun in "solides operatives Momentum" übergehen.
Schwächer zeigte sich dagegen das internationale Geschäft. In Europa belastete das schwache Makroumfeld die Umsätze. Auch das Wachstum im Bereich Trading Cards verlangsamte sich ? ein Trend, der nach Einschätzung des Managements bis 2026 anhalten dürfte.
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