EasyBank: Phishing-Welle nutzt Markenwechsel für Betrugsangriffe
07.02.2026 - 06:52:12Kriminelle zielen mit gefälschten E-Mails auf verunsicherte Kunden während der Umstellung von Barclays auf EasyBank ab. Verbraucherschützer warnen vor akuter Gefahr.
Berlin – Tausende Bankkunden sind derzeit Ziel einer massiven Phishing-Kampagne. Verbraucherzentralen und IT-Sicherheitsexperten schlagen Alarm: Betrüger nutzen den aktuellen Markenwechsel von Barclays zu EasyBank geschickt aus, um an sensible Zugangsdaten zu gelangen. Die professionell organisierten Angriffe setzen auf die Verunsicherung während der Übergangsphase.
So funktioniert die aktuelle Betrugsmasche
Die Kriminellen versenden täuschend echte E-Mails mit Betreffzeilen wie „Wichtig: Bestätigung Ihrer Daten für die EasyBank Migration erforderlich“. Darin wird behauptet, Kunden müssten ihre Daten sofort verifizieren, um den Zugang zum neuen Online-Banking nicht zu verlieren. Als Druckmittel drohen die Absender mit einer Kontosperrung.
Der enthaltene Link führt auf eine gefälschte Login-Seite, die dem Original täuschend ähnlich sieht. Dort werden die Opfer zur Eingabe von Benutzername und Passwort aufgefordert. Typische Warnsignale sind eine unpersönliche Anrede wie „Sehr geehrter Barclays Kunde“ und unseriöse Absenderadressen.
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Warum der Markenwechsel perfekte Bedingungen schafft
Seit Anfang Februar firmiert das deutsche Privatkundengeschäft von Barclays unter dem neuen Namen EasyBank. Diese Übergangsphase nutzen Kriminelle systematisch aus. Kunden erwarten in diesen Wochen vermehrt Kommunikation über neue Funktionen oder geänderte Prozesse – und sind daher weniger misstrauisch gegenüber eingehenden Nachrichten.
„Solche Umstellungen sind ein gefundenes Fressen für Betrüger“, erklärt ein IT-Sicherheitsexperte. „Die Verunsicherung der Kunden senkt die natürliche Wachsamkeit.“ Die Bank selbst hatte zwar im Vorfeld gewarnt, doch die aktuelle Welle zeigt: Die Gefahr bleibt akut.
Diese Schutzmaßnahmen sind jetzt entscheidend
Verbraucherschützer geben klare Handlungsempfehlungen: Nie auf Links in verdächtigen E-Mails klicken, die zur Eingabe von Zugangsdaten auffordern. Das Online-Banking sollte stets manuell über die Adresszeile des Browsers aufgerufen werden.
Echte Bank-E-Mails enthalten oft persönliche Sicherheitsmerkmale wie Teile der Postleitzahl – ein Detail, das bei Phishing-Versuchen meist fehlt. Verdächtige Nachrichten gehören umgehend in den Spam-Ordner.
Wer bereits Daten eingegeben hat, muss sofort handeln: Kundenservice kontaktieren, Online-Banking und Karten sperren lassen, Kontobewegungen genau überwachen und Anzeige bei der Polizei erstatten.
Langfristiger Schutz durch digitale Wachsamkeit
Auch in den kommenden Wochen bleibt erhöhte Vorsicht geboten. Die Nutzung der offiziellen Banking-App, die Aktivierung von Transaktionsbenachrichtigungen und eine grundsätzlich skeptische Haltung gegenüber unerwarteter digitaler Post bieten den besten Schutz.
Die Banken stehen in der Pflicht, ihre Kunden während solcher Migrationsprozesse proaktiv und über gesicherte Kanäle zu informieren. Doch letztlich entscheidet die Wachsamkeit jedes Einzelnen darüber, ob die Betrüger Erfolg haben oder leer ausgehen.
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