EON, Aktie

E.ON Aktie: Entscheidende Woche

23.02.2026 - 13:59:56 | boerse-global.de

E.ON veröffentlicht Jahreszahlen und positioniert sich als Infrastrukturpartner für KI-Rechenzentren, deren Abwärme in kommunale Wärmenetze eingespeist werden soll.

Am Mittwoch legt E.ON den Jahresabschluss 2025 vor – und positioniert sich parallel strategisch neu im boomenden Datacenter-Geschäft. Europas größter Energienetzbetreiber will künftig die Abwärme von Rechenzentren systematisch für kommunale Wärmenetze nutzen. Eine kluge Antwort auf den KI-getriebenen Infrastrukturboom?

Jahresbericht am 25. Februar

Der 25. Februar 2026 könnte richtungsweisend werden: E.ON veröffentlicht den integrierten Geschäftsbericht für 2025 und lädt Analysten zur Diskussion. Nach den Neun-Monats-Zahlen vom November steht das Management gut da. Das bereinigte EBITDA kletterte bis Ende September auf 7,4 Milliarden Euro – ein Plus von 10 Prozent. Das bereinigte Konzernergebnis legte um 4 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro zu.

Die damals bestätigte Jahresprognose sieht ein bereinigtes EBITDA zwischen 9,6 und 9,8 Milliarden Euro sowie ein Konzernergebnis von 2,85 bis 3,05 Milliarden Euro vor. Ob E.ON diese Ziele erreicht hat, klärt sich am Mittwoch.

Rechenzentren als Wärmequelle

Kurz vor der Bilanzvorlage setzte der Konzern einen strategischen Akzent: Eine repräsentative Umfrage im E.ON-Auftrag ergab, dass 72,5 Prozent der Deutschen Rechenzentren in Wohngebietnähe akzeptieren würden – sofern deren Abwärme für kommunale Wärmenetze genutzt wird. Rund 78 Prozent befürworten eine Kooperation zwischen Rechenzentren, Energieversorgern und Kommunen.

Das Timing ist kein Zufall: Die EU-Kommission plant im Rahmen ihres KI-Aktionsplans eine Verdreifachung der Rechenzentrumskapazität innerhalb von vier bis sechs Jahren. E.ON will über seine Sparte Energy Infrastructure Solutions als Infrastrukturpartner profitieren.

Ein Pilotprojekt läuft bereits in London: Im Stadtteil Silvertown installiert E.ON sein ectogrid™-System – das erste britische Wärmenetz mit einem Rechenzentrum als primäre Wärmequelle. Das 760.000 Quadratmeter große Areal soll nach Fertigstellung 4.000 Tonnen CO? jährlich einsparen.

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Regulierung bleibt Unsicherheitsfaktor

Bei der Bilanzpressekonferenz dürfte auch die deutsche Netzregulierung zur Sprache kommen. Im November hatte E.ON Bedenken geäußert, die geplanten Vergütungsregeln für Netzinvestitionen seien nicht attraktiv genug. Mitte Februar forderte der Konzern zudem eine Smart-Meter-Pflicht für alle deutschen Haushalte – ein weiteres Signal für den massiven Investitionsbedarf in die Netzinfrastruktur.

Ob das Management am Mittwoch mehr Klarheit über künftige Investitionsentscheidungen schaffen kann, bleibt abzuwarten.

Ausblick

Die E.ON-Aktie legte seit Jahresbeginn um rund 16 Prozent zu und notiert nahe dem aktuellen Kurs von 18,68 Euro. Die Marktkapitalisierung liegt bei etwa 48,6 Milliarden Euro. Am 25. Februar zeigt sich, ob der Konzern seine Prognosen erfüllt hat und wie konkret die Strategie im Datacenter-Markt wird. Die Hauptversammlung folgt am 23. April in Essen.

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