E-Mail-Flut, Höchststände

E-Mail-Flut erreicht 2026 trotz KI neue Höchststände

09.02.2026 - 10:26:12

Die tägliche E-Mail-Flut erreicht neue Rekorde mit durchschnittlich 53 Nachrichten pro Arbeitnehmer. KI-Tools beschleunigen den Trend, während Experten Strategien für mehr digitale Souveränität empfehlen.

Die tägliche E-Mail-Flut erreicht 2026 neue Rekordwerte und bedroht die Produktivität. Neue Daten zeigen: Die reine Menge an Nachrichten überfordert viele Beschäftigte. Experten fordern ein radikales Umdenken.

Renaissance der E-Mail widerlegt Prognosen

Entgegen aller Prognosen bleibt die elektronische Post das Rückgrat der Wirtschaft. Aktuelle Zahlen des Digitalverbands Bitkom zeichnen ein klares Bild: Berufstätige erhalten durchschnittlich 53 E-Mails pro Tag. Das ist ein deutlicher Anstieg – 2024 lag der Wert noch bei rund 40 Nachrichten.

Besonders alarmierend: Jeder siebte Beschäftigte muss täglich über 100 berufliche E-Mails bewältigen. Die offene Infrastruktur der E-Mail, ihre größte Stärke, wird zum Problem. Die Barriere, eine Nachricht zu senden, ist praktisch nicht existent.

KI wird zum Brandbeschleuniger

Ironischerweise treibt ausgerechnet die Entlastungstechnologie die Flut an. KI-Assistenten wie Copilot oder Gemini ermöglichen das Verfassen von E-Mails in Sekundenschnelle. Die Folge: Die ausgehende Nachrichtenmenge steigt drastisch.

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Experten warnen vor einem Rebound-Effekt. Werden Mails per Knopfdruck generiert, sinkt die Hemmschwelle für Kommunikation weiter. Auf der Empfängerseite müssen diese Nachrichten – selbst von KI zusammengefasst – verarbeitet werden. Laut Analysen verbringen Wissensarbeiter weiterhin rund 60 Prozent ihrer Zeit mit Kommunikation.

Recht auf Nichterreichbarkeit gewinnt an Schärfe

Angesichts der Belastung rückt der juristische Rahmen in den Fokus. Die EU-Diskussionen um ein „Recht auf Nichterreichbarkeit“ haben an Schärfe gewonnen. Arbeitnehmervertreter drängen darauf, dass ständige digitale Verfügbarkeit nicht zum Standard werden darf.

In Deutschland schafft bereits die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung faktische Grenzen. E-Mails, die spät abends beantwortet werden, müssen als Arbeitszeit dokumentiert werden. Einige Konzerne experimentieren mit Server-Einstellungen, die E-Mails nach Feierabend zurückhalten und erst am Morgen zustellen.

Drei Strategien für mehr Souveränität

Da gesetzliche Regelungen langsam greifen, setzen Experten auf individuelle Strategien. Der Schlüssel liegt im Wechsel von synchroner zu asynchroner Kommunikation.

  • Batching statt Peeping: Feste Zeitblöcke für die Bearbeitung reservieren – etwa dreimal täglich 30 Minuten – anstatt jede E-Mail sofort zu prüfen.
  • Die Yesterbox-Methode: Heute nur die E-Mails von gestern beantworten. Dies nimmt den Druck der sofortigen Reaktion und verwandelt den Posteingang in eine To-Do-Liste.
  • KI-gestützte Triage: Moderne E-Mail-Clients sortieren Nachrichten vor. Diese Funktionen aktiv zu trainieren, hilft, den Blick auf das Wesentliche freizuhalten.

Die Entwicklung zeigt: Das Problem ist kein technisches, sondern ein kulturelles. Solange Schnelligkeit mit Kompetenz verwechselt wird, werden auch die besten Filter versagen. Der Schlüssel liegt nicht darin, schneller zu tippen, sondern seltener auf „Senden“ zu drücken.

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