Doomscrolling: EU geht gegen süchtig machende Apps vor
03.03.2026 - 15:30:39 | boerse-global.deDie EU-Kommission ermittelt gegen TikTok. Der Vorwurf: Die Plattform gefährde mit ihrem Design die psychische Gesundheit. Das Verfahren rückt ein größeres Problem in den Fokus – die schädliche Wirkung des endlosen Konsums schlechter Nachrichten.
Psychologen warnen seit langem vor den Folgen von „Doomscrolling“. Der Begriff beschreibt das zwanghafte Scrollen durch negative Meldungen in sozialen Medien. Was macht dieses Verhalten so gefährlich?
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Warum uns schlechte Nachrichten fesseln
Unser Gehirn schenkt negativen Informationen mehr Aufmerksamkeit als positiven. Diesen „Negativity Bias“ nutzen die Algorithmen der Plattformen schamlos aus. Sie erkennen unser Interesse an Krisenthemen und füttern uns mit immer ähnlichem Content.
Das hält das Stresssystem des Körpers permanent aktiv. Die Folgen können Schlafstörungen, Ängste und ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit sein. Doch die Verantwortung liegt nicht allein bei den Nutzern.
EU stellt Plattformen an den Pranger
Die Ermittlungen gegen TikTok sind ein deutliches Signal. Die EU prüft, ob das App-Design gegen das Gesetz über digitale Dienste verstößt. Im Visier sind Mechanismen wie der „unendliche Scroll“ und personalisierte Algorithmen.
Diese Features sind darauf ausgelegt, die Verweildauer zu maximieren – oft auf Kosten der Nutzer. Experten vergleichen die Wirkung mit einer Spielsucht: Das unvorhersehbare Auftauchen emotionaler Inhalte erzeugt einen Teufelskreis.
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So entkommen Sie der Negativ-Spirale
Was können Betroffene tun? Experten empfehlen konkrete Schritte für einen gesünderen Umgang mit Nachrichten. Der erste Tipp: Legen Sie feste Zeitfenster für den Konsum fest, zum Beispiel 15 Minuten morgens und abends.
Schalten Sie Push-Benachrichtigungen ab. Das reduziert den Impuls, ständig nach neuen Meldungen zu suchen. Wählen Sie Ihre Quellen bewusst aus – seriöse Hintergrundberichte sind weniger alarmierend als emotionale Social-Media-Feeds.
Vom persönlichen Problem zum gesellschaftlichen Trend
Doomscrolling ist Teil einer größeren Entwicklung, der „Permakrise“. Das ständige Gefühl des Ausnahmezustands belastet das Nervensystem dauerhaft. Die Gegenbewegung heißt „Digital Detox“.
Aktuelle Umfragen zeigen: Rund ein Viertel der Deutschen plant eine digitale Auszeit. Organisationen wie die Psychotherapeutenkammer Berlin fordern bereits gesetzliche Regeln und Aufklärungsprogramme, besonders für Jugendliche.
Der Druck auf die Tech-Konzerne wird also weiter wachsen. Gleichzeitig setzt sich eine wichtige Erkenntnis durch: Digitale Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit für die psychische Gesundheit.
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