Digitaler Führerschein startet mit digitaler Strafen-Datenbank
31.12.2025 - 21:53:12Ab Neujahr 2026 zeichnet Deutschland Fahrverbote nur noch digital auf – der erste Schritt zum Smartphone-Führerschein Ende des Jahres.
Berlin – Während Deutschland ins neue Jahr startet, beginnt eine digitale Revolution im Straßenverkehr. Ab dem 1. Januar 2026 werden Fahrverbote und schwere Verstöße nicht mehr auf dem physischen Führerschein vermerkt, sondern ausschließlich im digitalen Fahreignungsregister (FAER) gespeichert. Diese sofort wirksame Gesetzesänderung schließt eine wichtige Lücke: Bisher konnten sich Fahrer aus anderen EU-Ländern durch die Beantragung eines neuen physischen Dokuments in ihrer Heimat einem Verbot entziehen.
Für die Polizei bedeutet dies einen Paradigmenwechsel. Kontrollen werden künftig stärker auf Echtzeit-Abfragen dieser zentralen Datenbank setzen müssen, anstatt sich auf den Blick ins Papier zu verlassen. Diese neue digitale Infrastruktur ist die Grundvoraussetzung für die geplante Einführung des Digitalen Führerscheins als Smartphone-App noch in diesem Jahr.
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App-Start für Bürger Ende 2026 geplant
Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) peilt den Start der Verbraucher-App für Ende 2026 an. Damit wäre Deutschland deutlich schneller als die EU, die eine flächendeckende Einführung erst bis 2030 vorschreibt. Der digitale Führerschein wird freiwillig und ergänzend zur Plastikkarte sein.
Nutzer sollen ihren Führerschein dann in einer staatlich zertifizierten „ID-Wallet“-App auf dem Smartphone speichern können. Diese ermöglicht den Nachweis der Fahrberechtigung bei Polizeikontrollen oder bei Autovermietungen. Die physische Karte bleibt jedoch vorerst unverzichtbar, besonders für Reisen ins Ausland, bis die EU-weite Kompatibilität vollständig gewährleistet ist.
Aufbau auf der „i-Kfz“-Erfolgsgeschichte
Die technische Basis für die neue App liefert das bereits etablierte System der digitalen Fahrzeugzulassung (i-Kfz). Die Bundesdruckerei und das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) nutzen die bewährte Architektur, um Fehler früherer Pilotversuche von 2021 zu vermeiden. Der Fokus liegt auf höchsten Sicherheitsstandards, die mit den Spezifikationen der europäischen Digital Identity Wallet (EUDI) übereinstimmen.
Branche erwartet Beschleunigung
Für die Wirtschaft ist 2026 ein Schlüsseljahr der Digitalisierung. Der sofortige Start der digitalen Strafenerfassung gilt als Stresstest für die Systeme, die später Millionen digitale Lizenzen verwalten sollen. Besonders Carsharing-Anbieter und Autovermietungen könnten profitieren, da die digitale Verifikation ihre Anmeldeprozesse deutlich beschleunigen könnte.
Datenschützer betonen indes, dass die Sicherheit der „ID-Wallet“ oberste Priorität haben müsse. Die zentrale Speicherung aller Verstöße wirft Fragen zum Datenzugriff und zur Speicherdauer auf. Das KBA verweist auf die Einhaltung strenger deutscher Datenschutzgesetze.
Was bedeutet das für Autofahrer?
Für den Durchschnittsfahrer ändert sich am 1. Januar erstmal nichts im Alltag. Der Plastikführerschein bleibt das gültige Hauptdokument. Bis die offizielle App später im Jahr erscheint, sind Fotos oder Screenshots des Führerscheins bei Kontrollen weiterhin nicht gültig.
Mit der aktivierten digitalen Infrastruktur geht Deutschland jedoch den ersten konkreten Schritt in eine Zukunft, in der Smartphone-Schlüssel, Fahrzeugschein und Führerschein in einem Gerät vereint sind.
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