DiGA: Apps auf Rezept etablieren sich als Therapie-Begleiter
26.02.2026 - 08:01:26 | boerse-global.deDigitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) werden zur festen Säule der psychischen Versorgung in Deutschland. Sie überbrücken die oft monatelangen Wartezeiten auf einen Therapieplatz und bieten erste Hilfestellungen. Aktuell listet das offizielle Verzeichnis rund 30 geprüfte Apps für Depressionen, Ängste oder ADHS.
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Der Weg zur „App auf Rezept“
Seit 2020 können Ärzte und Psychotherapeuten zertifizierte Gesundheits-Apps verschreiben. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) prüft die Anwendungen auf Sicherheit und Funktion. Nach einer Diagnose übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine Verordnung – in der Regel für 90 Tage. Patienten können auch direkt bei ihrer Kasse einen Antrag stellen.
Kein Ersatz, aber eine wertvolle Ergänzung
Experten sehen die Stärken der Apps vor allem in der Wissensvermittlung und praktischen Alltagsübungen. Die Effekte liegen im kleinen bis mittleren Bereich. Sie sollen eine Psychotherapie daher nicht ersetzen, sondern begleiten. „Ihr großer Vorteil ist die niedrige Schwelle“, erklärt ein Fachmann. „Sie geben Menschen sofort etwas an die Hand, während sie auf einen Therapieplatz warten.“
Forschung treibt digitale Therapien voran
Neben den verschreibungspflichtigen DiGA wächst das Angebot an frei zugänglichen Online-Tests. Diese Selbsteinschätzungen können früh auf psychische Belastungen hinweisen. Gleichzeitig forschen Universitäten intensiv an der Weiterentwicklung digitaler Methoden, etwa mit KI-gestützten oder personalisierten Programmen. Regelmäßig suchen Studien nach Teilnehmern, um die Wirksamkeit zu belegen.
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Vollständig digitale Versorgungskette geplant
Der nächste große Schritt ist die flächendeckende elektronische Verordnung (eVerordnung). Nach Verzögerungen soll sie bald starten und den Prozess komplett digitalisieren. Langfristig soll eine nahtlose Kette entstehen: von der Online-Selbsteinschätzung über die App auf Rezept bis zur digital unterstützten Therapie. Die Bundesregierung treibt diese Digitalisierung als Teil ihrer Gesundheitsstrategie voran.
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