Dienstwagen: Neue 100.000-Euro-Grenze macht E-Autos attraktiver
01.02.2026 - 07:22:12Eine steuerliche Schlüsseländerung setzt 2026 starke Impulse für Elektro-Dienstwagen. Die Preisgrenze für die vorteilhafte 0,25-%-Regelung steigt von 70.000 auf 100.000 Euro. Diese Anpassung gilt für alle seit Juli 2025 neu zugelassenen E-Fahrzeuge und macht nun auch Premium-Modelle steuerlich deutlich interessanter. Für viele Arbeitnehmer und Unternehmen markiert dies einen Wendepunkt bei der Wahl des nächsten Firmenwagens.
Was die Neuregelung konkret bedeutet
Die Besteuerung des geldwerten Vorteils ist ein zentraler Kostenfaktor. Bei Verbrennern werden monatlich 1 % des Bruttolistenpreises fällig. Für reine Elektroautos galt bisher die attraktive 0,25-%-Regelung nur bis zu einer Preisgrenze von 70.000 Euro. Diese Grenze wurde nun auf 100.000 Euro angehoben. Fahrzeuge darüber fallen unter die 0,5-%-Regelung. Die Ersparnis für Nutzer ist erheblich und eröffnet den Zugang zu einer breiteren Modellpalette.
Passend zum Thema Firmenwagen: Wie viel Steuer Sie durch die neue 0,25‑%‑Regelung sparen, hängt von Fahrzeugpreis, Privatnutzung und Versteuerungsmethode ab. Mit dem kostenlosen Firmenwagenrechner ermitteln Sie in Minuten, ob die 1‑%‑Regelung, das Fahrtenbuch oder die neue Elektro‑Vergünstigung für Sie günstiger ist – inklusive Plug‑in‑Hybrid‑ und Batterie‑E‑Auto‑Optionen sowie Praxisbeispielen. Einfach Daten eingeben, Ergebnis sehen und die steuerlich beste Variante wählen. Firmenwagen-Rechner jetzt gratis nutzen
Klarer Fokus auf reine E-Autos
Die Förderung konzentriert sich eindeutig auf batterieelektrische Fahrzeuge. Für Plug-in-Hybride (PHEV) gelten strengere Bedingungen: Sie profitieren von der 0,5-%-Regelung nur, wenn sie seit 2025 eine elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometern haben oder maximal 50 Gramm CO₂/km ausstoßen. Andernfalls werden sie wie Verbrenner behandelt. Benziner und Diesel unterliegen weiterhin der vollen 1-%-Regelung. Diese Staffelung zeigt den politischen Willen, emissionsfreie Antriebe am stärksten zu fördern.
Warum die Politik diesen Hebel betätigt
Gewerbliche Halter sind ein Schlüssel für die Verkehrswende, da ein Großteil der Neuzulassungen auf Firmenflotten entfällt. Die neue Grenze macht es attraktiver, auch Führungskräften hochwertige E-Fahrzeuge zu bieten. Dieser Anreiz soll die Nachfrage nach deutschen Premium-Modellen von Herstellern wie BMW, Mercedes-Benz, Audi und Porsche stärken. Unternehmen nutzen E-Mobilität zunehmend für Mitarbeiterbindung und Nachhaltigkeitsziele. Zudem speisen ehemalige Firmenwagen später den Gebrauchtwagenmarkt.
Eine Antwort auf die Marktentwicklung
Branchenkenner sehen die Anhebung als notwendige Reaktion. Gestiegene Fahrzeugpreise und mehr Modelle im Oberklassesegment ließen die alte Grenze veraltet wirken. Nun profitieren auch große Limousinen, SUVs und Kombis mit hoher Reichweite von der vollen Förderung. Die Maßnahme gilt als wichtiger Impuls für den E-Auto-Absatz in 2026, da steuerliche Rahmenbedingungen oft entscheidend für die Fahrzeugwahl sind.
Langfristige Planungssicherheit bis 2030
Die steuerlichen Vergünstigungen für Elektro-Dienstwagen sind nach aktuellem Stand bis Ende 2030 gesichert. Das gibt Unternehmen und Arbeitnehmern Planungssicherheit. Flankiert wird der Umstieg durch Maßnahmen wie Sonderabschreibungen für Firmen. Analysten erwarten, dass die neue Grenze die Elektrifizierung in deutschen Flotten weiter beschleunigt. Für Arbeitnehmer bedeutet sie klare Entlastung und einen starken Anreiz, beim nächsten Firmenwagen auf elektrisch zu setzen.


