Gewerkschaft, Piloten

Gewerkschaft: Piloten haben beim Lufthansa-Streik mitgezogen

13.02.2026 - 11:15:25

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat eine positive Bilanz des 24-Stunden-Streiks bei der Lufthansa DE0008232125 gezogen.

"Unsere Mitglieder haben sich entschlossen und geeint gezeigt", sagt VC-Präsident Andreas Pinheiro. Im Zuge des Arbeitskampfes seien nach Einschätzung der Gewerkschaft rund 93 Prozent der bestreikten Flüge am Boden geblieben.

Nach Angaben der Lufthansa waren am Donnerstag rund 800 Flüge mit 100.000 betroffenen Passagieren abgesagt worden. Bestreikt wurden nur Abflüge aus Deutschland. Zeitgleich waren auch Flugbegleiter der Gewerkschaft Ufo in einen Warnstreik getreten. Am Freitag hat sich der Flugbetrieb nach Angaben des Unternehmens wieder normalisiert.

Kritik an Arbeitsdirektor

Im Streik der VC sei es ausschließlich um Fragen der Altersversorgung gegangen, sagt Pinheiro. Er wies Aussagen des Lufthansa-Arbeitsdirektors Michael Niggemann zurück, dass die Piloten im Schnitt mit Bezügen von 8.400 Euro in den Ruhestand gingen. In dieser Zahl ist auch ein Anteil von rund 3.000 Euro aus der gesetzlichen Rentenversicherung enthalten.

"Eine einzelne Zahl herauszugreifen, ist unseriös, spekulativ und wird der Realität nicht gerecht", sagt der VC-Präsident. Die meisten Pilotinnen und Piloten gingen voraussichtlich mit einer betrieblichen Altersversorgung zwischen 2.000 und 5.000 Euro in den Ruhestand. Den Höchstbetrag erreiche nur eine sehr kleine Gruppe. Niggemanns Aussagen diskreditierten die Beschäftigten und schafften kein Vertrauen für Gespräche.

@ dpa.de

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