Aktien Europa: Zollunsicherheit bleibt - Anleger vorsichtig
24.02.2026 - 12:24:48 | dpa.deDer EuroStoxx 50 EU0009658145 gab am Mittag um 0,3 Prozent auf 6.097,16 Punkte nach.
Außerhalb der Eurozone war das Bild uneinheitlich. Der britische Leitindex FTSE 100 GB0001383545 sank um 0,3 Prozent auf 10.656,91 Punkte, während der Schweizer SMI CH0009980894 um 0,2 Prozent auf 13.902,96 Punkte stieg.
Neben den Unsicherheiten hinsichtlich der US-Zollpolitik dämpften auch die anstehenden Geschäftszahlen von Nvidia US67066G1040 das Handelsgeschehen. "Die Präsentation der Quartalszahlen von Nvidia am morgigen Mittwoch wirft bereits ihre Schatten voraus", merkte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, dazu an. "Die Messlatte hängt hoch, die Nervosität der Anleger ist groß."
Stärkster Sektor waren die Autowerte. "Einige Schnäppchenjäger kaufen selektiv die Aktien von VW DE0007664039, Mercedes DE0007100000-Benz DE0007100000 und BMW DE0005190003", so Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst CMC Markets. Auch Renault FR0000131906 waren mit über zwei Prozent Aufschlag gefragt.
Von enttäuschenden Absatzzahlen ließ der Sektor sich damit nicht irritierten. Der Automarkt in der Europäischen Union war schwach ins neue Jahr gestartet. Im Januar wurden nur 799.625 Pkw neu zugelassen und damit 3,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der europäische Herstellerverband Acea mitgeteilt hatte. Gefragt waren allerdings Elektroautos.
Verluste verzeichneten nach den Vortagesgewinnen die Bankaktien. Hier hatte die Standard Chartered Bank GB0004082847 Zahlen vorgelegt. Sie hinterließ damit einen wechselhaften Eindruck, hatte das Institut trotz eines enttäuschenden vierten Quartals doch die Gewinnbeteiligung für seine Aktionäre nach oben geschraubt. Die erhöhte Dividende und der angekündigte Aktienrückkauf hätten den Aktionären zumindest einen gewissen Ausgleich für die schwachen Zahlen geboten, stellte Matt Britzmann, Analyst bei der Investmentplattform Hargreaves Lansdown, fest. Mit 1,7 Prozent Abschlag bewegten sich die Abgaben der Aktie im Rahmen der Sektorverluste.
Im ebenfalls schwächelnden Pharmasektor verloren Novo Nordisk DK0062498333 nach dem Einbruch am Vortag weitere drei Prozent. Die US-Bank JPMorgan hatte das Kursziel von 350 auf 250 dänische Kronen gesenkt und die Aktien von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft.
Besser sah es bei kleineren Werten aus. Edenred legten um 6,6 Prozent zu. Der Anbieter von Geldtransaktionslösungen habe im zweiten Halbjahr einen besser als erwarteten operativen Gewinn (Ebitda) verzeichnet, hieß es von den Analysten des Investmenthauses Jefferies.
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