Diamondback Aktie: Zahlen enttäuschen
24.02.2026 - 16:58:38 | boerse-global.deDie Zahlen zum vierten Quartal 2025 fallen schwächer aus als erhofft. Diamondback Energy meldete am 24. Februar 2026 einen Gewinn je Aktie von 1,74 Dollar – das liegt satte 28 Prozent unter den Analystenschätzungen von 2,41 Dollar. Auch beim Umsatz verfehlte der Öl- und Gasproduzent mit 3,38 Milliarden Dollar die Erwartungen von 3,43 Milliarden Dollar. Die Aktie reagierte prompt und gab im vorbörslichen Handel 0,5 Prozent auf 173 Dollar nach.
Der Hauptgrund für die Enttäuschung: gesunkene Rohstoffpreise. Der durchschnittliche WTI-Ölpreis fiel im Vergleich zum Vorjahresquartal um 15 Prozent auf 64,73 Dollar je Barrel. Das belastete die Erlöse deutlich, obwohl das Unternehmen operativ durchaus überzeugen konnte.
Verlust durch Abschreibung
Besonders hart fiel die Bilanz auf GAAP-Basis aus. Diamondback verbuchte einen Nettoverlust von 1,46 Milliarden Dollar – ein drastischer Umschwung im Vergleich zum Gewinn von 1,07 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Verantwortlich dafür war eine massive Abschreibung auf Öl- und Gasvorkommen in Höhe von 3,65 Milliarden Dollar.
Für das Gesamtjahr 2025 stieg zwar der Umsatz auf 15,03 Milliarden Dollar (2024: 11,07 Milliarden Dollar), doch der Nettogewinn brach auf 1,66 Milliarden Dollar ein – von zuvor 3,34 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie sackte von 15,53 auf 5,73 Dollar ab.
Cashflow bleibt stark
Trotz der Gewinnmisere zeigt sich das Unternehmen operativ robust. Im vierten Quartal generierte Diamondback einen bereinigten freien Cashflow von 1,2 Milliarden Dollar oder 4,14 Dollar je Aktie. Die Ölförderung erreichte 512.800 Barrel pro Tag, die Gesamtkosten pro Barrel lagen bei wettbewerbsfähigen 10,31 Dollar.
Für das Gesamtjahr 2025 belief sich der bereinigte freie Cashflow auf 5,9 Milliarden Dollar – das entspricht einem Plus von 9 Prozent je Aktie im Vergleich zu 2024. Die Reinvestitionsquote sank von 44 auf 39 Prozent, während die Cashflow-Marge auf 44 Prozent kletterte.
Das Management betonte die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells. CEO Travis Stice verwies auf das Bekenntnis zur Cashflow-Maximierung und Aktionärsrendite, selbst in schwierigem Marktumfeld.
Aktionäre profitieren weiter
Die Kapitaldisziplin zahlt sich für Anleger aus. Im vierten Quartal flossen 734 Millionen Dollar an die Aktionäre zurück – rund 62 Prozent des bereinigten freien Cashflows. Die Quartalsdividende wurde um 5 Prozent auf 1,05 Dollar je Aktie angehoben, was einer Jahresdividende von 4,20 Dollar entspricht.
Gleichzeitig kaufte Diamondback für etwa 434 Millionen Dollar eigene Aktien zurück. Über das gesamte Jahr 2025 reduzierte sich die Aktienzahl dadurch um 4,8 Prozent. Von der Rückkaufermächtigung über 8,0 Milliarden Dollar stehen noch 2,3 Milliarden Dollar zur Verfügung.
Die Nettoverschuldung sank im Quartalsverlauf um 8 Prozent auf 14,6 Milliarden Dollar. Zusätzlich veräußerte das Unternehmen nicht-kernrelevante Assets im Wert von 1,2 Milliarden Dollar.
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Effizienz steigt weiter
Operativ setzt Diamondback seine Fortschritte fort. Die Fertigstellungsrate erreichte im vierten Quartal etwa 4.500 Fuß pro Tag – eine Steigerung gegenüber 4.000 Fuß für das Gesamtjahr und eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu 1.500 Fuß täglich im Jahr 2021.
Die Kosten pro Fuß für Bohrung, Fertigstellung und Ausrüstung im Midland Basin sollen 2026 auf 550 Dollar sinken – 2 Prozent weniger als 2025 und 12 Prozent unter dem Niveau von 2023. Gleichzeitig steigt die durchschnittliche Bohrlänge um 6 Prozent auf etwa 12.900 Fuß.
Die Erschließungskosten für nachgewiesene entwickelte Reserven erreichten 2025 mit 8,52 Dollar je Barrel den niedrigsten Stand seit 2021. Das Recycle-Verhältnis lag bei 5,5 – das Unternehmen erwirtschaftet also deutlich mehr als seine Kapitalkosten.
Ausblick gedämpft
Für 2026 plant Diamondback vorsichtig. Die Ölförderung soll 500.000 bis 510.000 Barrel pro Tag erreichen – ein Plus von 2 Prozent am Mittelwert. Das Investitionsbudget liegt bei 3,6 bis 3,9 Milliarden Dollar, wobei das Unternehmen zunächst am unteren Ende operieren will.
Bei einem WTI-Preis von 60 Dollar je Barrel – nahe dem aktuellen Niveau – erwartet das Management einen freien Cashflow von etwa 4,3 Milliarden Dollar. Das würde weitere Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen ermöglichen.
Die nachgewiesenen Reserven stiegen Ende 2025 um 2 Prozent auf 3.618 Millionen Barrel Öläquivalent. Mit knapp 6.500 wirtschaftlichen Bohrstandorten bei 50 Dollar je Barrel verfügt Diamondback über Inventar für fast zwei Jahrzehnte.
Die Aktie steht unter Druck, die operativen Kennzahlen stimmen jedoch. Bei anhaltend niedrigen Ölpreisen dürfte die Erholung allerdings auf sich warten lassen.
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