Diablo, Test

Diablo IV im Test: Warum dieses Höllen-Epos genau das Spiel ist, nach dem du dich heimlich sehnst

05.02.2026 - 21:10:56

Du scrollst durch deinen Game-Backlog, aber nichts packt dich so richtig? Diablo IV will genau dieses Problem lösen: dunkle Stimmung, Loot-Regen, Koop-Nächte bis 3 Uhr morgens. Doch hält Blizzards neuer Action-RPG-Gigant wirklich, was der Hype verspricht – oder brennt er dich nur aus?

Diablo IV: Wenn kein Spiel dich mehr wirklich fesselt

Du kennst das: Du startest ein Spiel, spielst zwei Abende – und dann versinkt es im digitalen Friedhof deiner Bibliothek. Nichts bleibt hängen, kein echter Sog, kein „Nur noch ein Dungeon, dann gehe ich wirklich ins Bett“.

Genau hier setzt Diablo IV an. Es will dich nicht einfach nur "unterhalten". Es will dich einsaugen. In eine gnadenlos düstere Welt, in der jede Beute, jeder Skillpunkt und jede Entscheidung sich anfühlt, als würde sie deine eigene Geschichte weiterschreiben.

Die große Frage: Gelingt das? Oder ist Diablo IV nur Nostalgie mit schöner Grafik?

Die Lösung: Ein Höllenritt namens Diablo IV

Diablo IV ist Blizzards aktueller Teil der legendären Action-RPG-Reihe – entwickelt von Activision Blizzard, seit der Übernahme Teil des Microsoft-Kosmos. Du spielst in der Welt Sanktuario, die von Dämonin Lilith heimgesucht wird, und kämpfst dich mit Maus oder Controller durch Horden von Gegnern, Dungeons und Welt-Events.

Der Kern: Top-down-Action, Loot-Jagd, Skill-Experimente – aber eingebettet in eine offene Welt, die sich lebendiger, größer und flexibler anfühlt als alles, was Diablo zuvor versucht hat.

Während klassische ARPGs oft wie isolierte Level-Korridore wirken, macht Diablo IV Sanktuario zu einer zusammenhängenden, jederzeit zugänglichen Spielwiese: Du reitest mit deinem Reittier von Zone zu Zone, triffst zufällig andere Spieler, stürzt dich in Weltbosse oder erledigst ruhig deine eigene Story. Das ist kein Menü aus einzelnen Missionen – es ist ein Kontinent, in dem permanent etwas passiert.

Warum gerade dieses Modell? Der Realitäts-Check

Was bringt dir Diablo IV im Alltag, wenn du abends den PC oder die Konsole anschmeißt?

  • Offene Welt statt Tunnel-Level: Die offene Spielwelt von Sanktuario erlaubt dir, deinen eigenen Rhythmus zu finden. Du willst nur 30 Minuten spielen? Schnell ein paar Dungeons clearen. Du hast einen verregneten Sonntag? Reittier schnappen, Nebenquests, Events, Weltboss – und plötzlich ist es Abend.
  • Fünf Klassen mit echter Identität: Barbar, Zauberin, Druide, Schurke und Totenbeschwörer spielen sich deutlich unterschiedlich. Das ist kein kosmetischer Unterschied, sondern beeinflusst deine gesamte Spiel-Fantasie: vom wuchtigen Nahkampf bis zum Nekro mit Skelett-Armee.
  • Skill-Tree und Paragon-Brett: Du verteilst Punkte im Fertigkeitenbaum und später im Paragon-System – das bedeutet: Du kannst deinen Build wirklich auf deine bevorzugte Spielweise trimmen. Kein „One-Size-Fits-All“, sondern Experimente, Respecs und Feintuning.
  • Persistent Online-Welt: Diablo IV setzt auf eine ständig verbundene Welt. Du begegnest anderen Spielern in Städten, bei Welt-Events oder in bestimmten Zonen. Das gibt dir MMO-Gefühl, ohne dich zum Raid-Sklaven zu machen.
  • Seasons mit Battle Pass: Durch saisonale Inhalte bekommst du regelmäßig neue Gründe, zurückzukehren: neue Mechaniken, frische Progression, kosmetische Belohnungen. Ideal, wenn du gerne „von Season zu Season“ spielst und immer wieder ein neues Ziel brauchst.
  • Plattform-Übergreifend: Diablo IV ist auf PC, Xbox und PlayStation verfügbar und unterstützt Cross-Play und Cross-Progression (laut offiziellen Angaben). Bedeutet: Du kannst mit Freunden zocken, egal auf welcher Plattform sie sind, und deinen Fortschritt mitnehmen.

Im Alltag heißt das: Diablo IV ist das perfekte „Feierabend-Game“, das aber ebenso gut komplette Wochenenden verschlingen kann. Und zwar ohne sich nach Arbeit anzufühlen.

Auf einen Blick: Die Fakten

Merkmal Dein Nutzen
Genre: Action-RPG / Hack & Slay Direkte, schnelle Kämpfe, die sich sofort gut anfühlen – perfekt für kurze und lange Sessions.
Offene Welt in Sanktuario Du entscheidest selbst, wohin du gehst und was du als Nächstes tust – statt starrer Level-Reihenfolge.
5 spielbare Klassen Viel Wiederspielwert und komplett unterschiedliche Spielstile: von Tank bis Glaskanone.
Koop & Online-Welt Spiele solo oder nahtlos mit Freunden und Fremden, ohne komplizierte Lobbys.
Seasons & Battle Pass Regelmäßige Inhalte halten das Spiel frisch und geben dir neue Ziele und Belohnungen.
Plattformen: PC, Xbox, PlayStation Du kannst dort spielen, wo es dir passt – und dank Cross-Play gemeinsam mit deinen Leuten.
Entwickler/Publisher: Activision Blizzard (Microsoft) Großer Konzern im Rücken, laufende Updates und technischer Support sind langfristig gesichert.

Das sagen Nutzer und Experten

Ein Blick in aktuelle Reviews, Foren und Reddit-Threads zeigt ein differenziertes, aber deutliches Bild.

  • Atmosphäre & Artstyle: Viele Spieler feiern die Rückkehr zur düsteren, gritty Stimmung. Kommentare wie „endlich wieder richtiges Diablo-Feeling“ tauchen immer wieder auf. Die Zwischensequenzen und die Inszenierung der Hauptstory gelten als Highlights.
  • Gameplay-Loop: Gelobt wird oft der typische „Nur noch ein Dungeon“-Sog. Die Kombination aus Loot, Leveln und Skill-Experimenten sorgt dafür, dass aus 20 Minuten schnell 2 Stunden werden.
  • Endgame & Balance: Hier ist das Feedback gemischt. Einige kritisieren, dass die ersten Versionen des Endgames sich zu grindy oder repetitiv anfühlten, während spätere Patches und Seasons laut vielen Nutzern deutliche Verbesserungen brachten. Die generelle Tendenz: Es wird stetig nachgeschärft, aber nicht jede Season trifft alle Geschmäcker.
  • Monetarisierung: Der Ingame-Shop ist kosmetisch ausgerichtet, was positiv gesehen wird, aber die Preisgestaltung der Skins wird regelmäßig als hoch bezeichnet. Viele Spieler wünschen sich hier mehr Fairness.
  • Technik: Auf moderner Hardware läuft Diablo IV laut Nutzerberichten in der Regel stabil, mit guter Controller-Unterstützung und ordentlicher Performance. Einzelne Spieler melden selbstverständlich Bugs oder Balance-Probleme – vor allem nach größeren Patches –, was bei Live-Service-Spielen allerdings kaum vermeidbar ist.

Gaming-Magazine und YouTube-Reviewer betonen häufig, dass Diablo IV vor allem dann glänzt, wenn du dich auf die Welt einlässt, mit Freunden spielst und die Seasons als wiederkehrende Events verstehst – weniger als einmalige „Durchspiel-Kampagne“.

Erwähnenswert: Hinter Diablo IV steht Activision Blizzard, seit der Übernahme Teil von Microsoft (ISIN: US00507V1098). Das bedeutet: großer Publisher, langfristige Weiterentwicklung, aber eben auch ein Live-Service-Ansatz, der nicht jeden nostalgischen Diablo-II-Fan komplett abholt.

Alternativen vs. Diablo IV

Der Action-RPG-Markt ist 2026 alles andere als leer. Spiele wie Path of Exile, Last Epoch oder Grim Dawn buhlen ebenfalls um deine Zeit. Wie schlägt sich Diablo IV dagegen?

  • Gegenüber Path of Exile: PoE ist extrem komplex, free-to-play und erfordert oft stundenlanges Einlesen in Builds. Diablo IV bietet den deutlich zugänglicheren Einstieg, mit klarerem Interface, inszenierter Kampagne und weniger Overload – ideal, wenn du tief eintauchen willst, aber nicht Excel-Tabellen studieren möchtest.
  • Gegenüber Last Epoch & Grim Dawn: Beide sind starke Alternativen für Solo-Spieler und Build-Tüftler. Was Diablo IV hier ausspielt, ist die Kombination aus Produktionsqualität, Cinematics, großem Budget und der nahtlosen Online-Welt mit Weltbossen und Koop-Events.
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Diablo IV ist ein Vollpreis-Titel mit optionalen kosmetischen Käufen. Im Vergleich zu Free-to-Play-Titeln zahlst du upfront, bekommst dafür aber eine hochwertige Kampagne, aufwendig vertonte Story und eine Plattform, die kontinuierlich weiterentwickelt wird.

Wenn du ein „Hardcore-Theorycrafter“ bist, kann ein Titel wie Path of Exile langfristig mehr Tiefe bieten. Wenn du aber ein rundes Gesamtpaket mit Top-Inszenierung, Koop-Fokus und hohem Produktionswert suchst, liegt Diablo IV sehr weit vorne.

Fazit: Lohnt sich der Kauf?

Diablo IV ist kein perfektes Spiel – aber es ist verdammt gut darin, genau das zu liefern, wonach sich viele Spieler sehnen: ein düsteres, kompromissloses Action-RPG, das dich jede Nacht vor diese eine Entscheidung stellt: noch ein Dungeon, noch ein Welt-Event, noch ein Level.

Du bekommst:

  • Eine stimmungsvolle, offene Welt voller Dämonen, Herausforderungen und Geheimnisse.
  • Fünf Klassen, die sich so unterschiedlich anfühlen, dass du eigentlich mehrere durchspielen willst.
  • Einen Gameplay-Loop, der fast schon unverschämt süchtig macht.
  • Regelmäßige Seasons, die das Spiel auch Monate nach dem Kauf relevant halten.

Ja, es gibt Kritik an Endgame-Grind und Monetarisierung. Aber unterm Strich ist Diablo IV eines der wenigen Spiele, das es wirklich schafft, dieses alte Gefühl wiederzubeleben: Du verlierst das Zeitgefühl, weil du komplett in einer anderen Welt abgetaucht bist.

Wenn du genau das suchst – ein modernes, opulent inszeniertes Hack & Slay mit Koop-Fokus und Langzeitmotivation –, dann ist die Frage eigentlich nicht, ob du Diablo IV spielen solltest. Sondern nur: Bist du bereit, dich wieder so sehr in ein Spiel zu verlieben, dass du morgens müde ins Büro kommst?

@ ad-hoc-news.de