Diabetes, Kongress

Diabetes Kongress 2026: Neuer Fokus auf Versorgungslücken

02.04.2026 - 10:40:22 | boerse-global.de

Der 60. DDG-Kongress in Berlin thematisiert die Kluft zwischen medizinischem Fortschritt und Alltagsversorgung von Millionen Betroffenen und fordert eine nationale Präventionsstrategie.

Diabetes Kongress 2026: Neuer Fokus auf Versorgungslücken - Foto: über boerse-global.de

Der 60. Diabetes Kongress der DDG findet im Mai in Berlin statt. Fast 9.000.000 Betroffene in Deutschland stehen im Mittelpunkt. Das Leitthema lautet: „Revolution der Mittel – Realität der Menschen“.

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Rund 6.000 Experten werden vom 13. bis 16. Mai im CityCube erwartet. Die Fachgesellschaft betont die gesellschaftliche Verantwortung der Diabetologie. Die hybride Tagung ermöglicht Teilnahme vor Ort oder digital.

Wo der medizinische Fortschritt an Grenzen stößt

Das Motto spiegelt eine kritische Phase wider. Technologien wie automatisierte Insulinpumpen und CGM-Systeme prägen den Klinikalltag. Für viele Patienten bleibt die tägliche Versorgung jedoch eine enorme Herausforderung.

Der Kongress soll Raum bieten, um genau diese Diskrepanz zu beleuchten. Welche Innovationen verbessern die Lebensqualität wirklich? Und wo klaffen weiterhin große Versorgungslücken? Kongresspräsidentin Barbara Ludwig fordert eine Abwägung zwischen medizinischer Machbarkeit und persönlichem Wohlergehen.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Versorgungsforschung. Fast neun Millionen Erkrankte stellen das Gesundheitssystem vor strukturelle Aufgaben. Der Kongress will Wege zu einer ganzheitlichen Therapie durch interdisziplinäre Teams aufzeigen.

Diabeteslauf sammelt drei Millionen Schritte

Eine deutliche Neuerung betrifft den traditionellen Diabeteslauf am 14. Mai. Er verfolgt erstmals ein kollektives Ziel: Gemeinsam sollen drei Millionen Schritte gesammelt werden. Damit distanziert sich die Veranstaltung vom reinen Wettkampfgedanken.

Die fünf Kilometer lange Strecke führt vom CityCube um das Berliner Messegelände. Jeder Schritt zählt – ob gelaufen oder gewalkt. Die Organisatoren wollen so der Realität vieler Betroffener gerecht werden, die keine Leistungssportler sind.

Die Aktion ist mit der Kampagne #SagEsLaut verknüpft. Sie gibt Menschen mit Diabetes in sozialen Medien mehr Sichtbarkeit. Der Lauf dient somit auch als politisches Signal für eine bessere Wahrnehmung der Erkrankung.

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Digitale Lösungen für Klinik und Alltag

Das hybride Format reagiert auf den Personalmangel in Kliniken. Es ermöglicht die Teilnahme per Live-Stream und On-Demand-Angebote. Diese stehen bis zu sechs Monate nach der Tagung zur Verfügung.

Ein Fokus der Industrieausstellung liegt auf der Digitalisierung des klinischen Diabetesmanagements. Gezeigt werden Systeme zur digitalen Dokumentation und Dosierungsempfehlung. Ziel ist es, die Sicherheit im Krankenhaus zu erhöhen und das Personal zu entlasten.

Ein weiteres Kernthema ist die Nutzung von „Real-World-Data“. Anonymisierte Alltagsdaten sollen helfen, Therapieerfolge besser vorherzusagen. Die DDG betont dabei die ethische Verantwortung im Umgang mit sensiblen Gesundheitsdaten.

Politik muss nationale Strategie liefern

Der Kongress wird auch Schauplatz gesundheitspolitischer Debatten. Am 15. Mai konkretisiert die DDG ihre Forderungen. Sie verlangt eine nationale Diabetes-Präventionsstrategie und eine bessere Vergütung der sprechenden Medizin.

Experten erwarten einen Appell gegen soziale Ungerechtigkeit. Statistiken zeigen einen klaren Zusammenhang zwischen niedrigem sozioökonomischen Status und dem Typ-2-Diabetes-Risiko. Gefordert werden strukturelle Maßnahmen wie eine Zuckersteuer oder verbindliche Kennzeichnungspflichten.

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