DFKI-Forschung, Roboter

DFKI-Forschung: Roboter lernen, ihre Umgebung zu verstehen

24.01.2026 - 02:24:12

Deutsche Forscher haben einen Durchbruch in der Roboterwahrnehmung erzielt. Ein neues System kombiniert 3D-Karten mit Weltwissen und ermöglicht Maschinen so ein menschenähnliches Verständnis ihrer Umgebung. Diese Technologie könnte die Zuverlässigkeit von Robotern in Logistik, Industrie und Pflege revolutionieren.

Der Kern der Innovation liegt in der Integration externen Wissens in das Wahrnehmungssystem eines Roboters. Entwickelt vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und der Universität Osnabrück geht das System weit über reine Objekterkennung hinaus. Es erstellt dynamische 3D-Landkarten, die mit Kontext angereichert sind – ein sogenanntes „inkrementelles 3D-Semantisches Szenengraph“ (3DSSG).

Während herkömmliche Modelle oft an der semantischen Konsistenz in sich verändernden Umgebungen scheitern, verbindet dieser Ansatz Sensordaten mit Wissensdatenbanken wie ConceptNet. Ein heterogenes Graph Neural Network sorgt für eine konsistente und sich entwickelnde Karte der Umgebung. Das Ergebnis? Roboter erkennen nicht nur einen Tisch, sondern verstehen, dass eine Tasse darauf gehört und ein Werkzeug für eine bestimmte Aufgabe genutzt wird.

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Ein dynamischer Rahmen für die reale Welt

Die Architektur des Systems ist modular und erweiterbar aufgebaut. Räumliche Beziehungen werden von semantischen getrennt, was eine flexible Anpassung an neue Umgebungen ermöglicht. Der Clou: Das System aktualisiert sein Verständnis fortlaufend aus eingehenden Sensordaten – bottom-up und in Echtzeit.

Diese Dynamik ist entscheidend für den Einsatz in unvorhersehbaren Umgebungen. Ein Roboter in einem Lagerhaus oder einem Krankenhauszimmer muss mit neuen Situationen und unbekannten Objekten umgehen können. Das starre, hierarchische Denken früherer Systeme wird durch eine anpassungsfähige Wissensstruktur ersetzt.

Deutschland im Roboter-Boom: Von der Pflege bis zur Logistik

Die DFKI-Entwicklung ist Teil einer breiteren Dynamik in der deutschen Robotikforschung. Erst diese Woche präsentierte die Technische Universität München (TUM) die neue Generation ihrer Pflegeassistenten-Roboters „Garmi“. Entwickelt im Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI), kann Garmi Sprache verstehen und Aufgaben wie das Bringen eines Getränks übernehmen.

Auch Garmi setzt auf hochpräzise 3D-Wahrnehmung durch Kameras und Lidar, um seine zwei Arme sicher in menschlicher Umgebung zu koordinieren. Die parallelen Entwicklungen zeigen: Die Fähigkeit, Szenen zu verstehen, wird zur Schlüsselkompetenz für die nächste Robotergeneration – ob in der Pflege, der Logistik oder der Industrie.

Die Zukunft: Vorausschauende Maschinen

Die Technologie ebnet den Weg von reaktiven zu vorausschauenden Systemen. Wenn Roboter die Konsequenzen ihrer Handlungen antizipieren sollen, brauchen sie ein detailliertes, semantisches Weltmodell. Die Arbeit der deutschen Teams liefert genau diesen fundamentalen Baustein für die nächste Stufe der „Physical AI“.

Die wirtschaftlichen Implikationen sind enorm. In Zeiten von Fachkräftemangel und komplexen Lieferketten könnten so ausgereiftere Roboterassistenten entstehen, die sicher und effizient mit Menschen zusammenarbeiten. Die deutsche Forschung positioniert sich damit an der Spitze eines globalen Wettlaufs um die intelligentesten autonomen Systeme.

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