Deutschland empfiehlt jetzt sechs Monate ausschließliches Stillen
20.02.2026 - 22:49:12 | boerse-global.deDeutschland passt seine offiziellen Still-Empfehlungen an internationale Standards an. Eine neue Leitlinie rät nun klar zu sechs Monaten ausschließlichem Stillen. Damit endet eine lange Phase widersprüchlicher Ratschläge.
Klare Ansage beendet Verwirrung
Bislang galt in Deutschland ein flexibles Zeitfenster für den Beikoststart zwischen dem fünften und siebten Monat. Die neue, von 26 Fachgesellschaften erarbeitete S3-Leitlinie formuliert es eindeutig: Reifgeborene Säuglinge sollen die ersten sechs Lebensmonate nur Muttermilch bekommen. Wasser, Tee oder andere Nahrung sind in dieser Zeit tabu.
„Diese Leitlinie schafft endlich Klarheit“, betonen die Experten. Sie harmonisiert die nationalen Empfehlungen mit denen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die bisherige Abweichung hatte viele junge Eltern verunsichert.
Wissenschaft sieht klare Vorteile
Die Entscheidung basiert auf aktuellen Studien. Sie zeigen: Kinder, die volle sechs Monate gestillt werden, haben ein deutlich geringeres Risiko für Magen-Darm- und Atemwegsinfekte. Auch langfristig profitiert die Gesundheit – das Risiko für späteres Übergewicht oder Diabetes Typ 2 kann sinken.
Für Mütter reduziert das Stillen das Risiko für Brust- und Eierstockkrebs. Die Leitlinie empfiehlt zudem eine Gesamtstilldauer von mindestens zwölf Monaten, kombiniert mit Beikost.
Große Lücke zwischen Empfehlung und Realität
Die neue Richtlinie trifft auf eine ernüchternde Ausgangslage. Zwar beginnen rund 90 Prozent der Mütter nach der Geburt zu stillen. Doch die Quote bricht ein: Mit sechs Monaten werden nur noch etwa 13 Prozent der Babys ausschließlich gestillt.
Die Leitlinie ist daher auch ein politischer Auftrag. Um die Ziele zu erreichen, braucht es bessere Rahmenbedingungen: Mehr Stillförderung in Kliniken, leichteren Zugang zu Beratung und eine stillfreundlichere Arbeitswelt.
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Was bedeutet das für Eltern und Industrie?
In den kommenden Monaten müssen Krankenkassen, Kliniken und Beratungsstellen ihre Informationen anpassen. Auch die Babynahrungsindustrie steht vor Veränderungen. Viele Beikostprodukte werden aktuell mit „ab dem 5. Monat“ beworben.
Verbraucherschützer fordern nun eine Überprüfung dieser Kennzeichnung. Sie soll Eltern nicht zu einem verfrühten Start verleiten. Die Botschaft aus Bonn ist klar: Muttermilch bleibt der Goldstandard – und zwar länger als bisher gedacht.
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