Deutscher Export beendet Talfahrt mit Jahresendspurt
07.02.2026 - 07:35:12Deutschlands Exportwirtschaft hat 2025 überraschend ein leichtes Plus erzielt. Ein starker Dezember stoppte die zweijährige Talfahrt – trotz geopolitischer Spannungen.
Die Warenausfuhren stiegen kalender- und saisonbereinigt um 1,0 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Nominal wurden Waren im Wert von 1.562,9 Milliarden Euro exportiert. Die Importe legten mit 4,4 Prozent deutlich stärker zu. In der Folge schrumpfte der Handelsbilanzüberschuss von 242,9 auf 200,4 Milliarden Euro.
Dezember rettet die Jahresbilanz
Die Wende verdankt sich einem unerwartet robusten Schlussspurt. Im Dezember schnellten die Ausfuhren um kräftige 4,0 Prozent gegenüber November nach oben. Dieser Impuls glich schwächere Vormonate aus und sorgte für das Gesamtplus.
Besonders bemerkenswert: Das Geschäft mit den USA und China erholte sich im Dezember deutlich. Die Exporte in die Vereinigten Staaten stiegen um fast neun Prozent, nach China sogar um nahezu elf Prozent. Über das gesamte Jahr betrachtet, konnten diese Sprünge die vorherigen Verluste aber nicht ausgleichen.
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China löst USA als Top-Handelspartner ab
2025 brachte eine bedeutende Verschiebung: China überholte die USA und ist nun Deutschlands wichtigster Handelspartner. Das gesamte Handelsvolumen mit der Volksrepublik summierte sich auf 251,8 Milliarden Euro.
Dennoch sanken die Jahresexporte in beide Länder jeweils um 9,3 Prozent. Ein Lichtblick war der EU-Binnenmarkt: Die Ausfuhren zu den europäischen Partnern legten um über vier Prozent zu. Er erwies sich erneut als stabilisierender Faktor.
Verbände sehen strukturelle Schwächen
Wirtschaftsvertreter reagierten verhalten. BGA-Präsident Dr. Dirk Jandura sprach von Anpassungsfähigkeit, warnte aber vor zu viel Optimismus. Deutschland verliere international Marktanteile. Die Bilanz mache strukturelle Schwächen unübersehbar.
Auch die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) sieht ein Warnsignal. Hohe Energiepreise, Bürokratie und Fachkräftemangel seien Wettbewerbsnachteile. Der schrumpfende Handelsüberschuss zeige die unter Druck geratene Wettbewerbsfähigkeit.
Unsicherer Ausblick für 2026
Für das laufende Jahr bleiben die Herausforderungen groß. Die Weltkonjunktur wächst nur moderat, und geopolitische Risiken dauern an. Die Entwicklung der Handelsbeziehungen zu den USA und China ist entscheidend.
Fast jeder vierte Arbeitsplatz in Deutschland hängt vom Export ab. Die Branche braucht offene Märkte und verlässliche Rahmenbedingungen. Ob der Dezember 2025 einen neuen Trend begründet oder nur eine Atempause war, werden die kommenden Monate zeigen. Der Druck auf die Politik, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, wird weiter steigen.
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