Deutsche Börse AG: UBS bestätigt Neutral-Einstufung bei höherem Kursziel – Iran-Krieg treibt Handelsvolumen
24.03.2026 - 09:58:01 | ad-hoc-news.deDie Deutsche Börse AG profitiert von erhöhten Handelsvolumina inmitten der Eskalation des Iran-Kriegs. Die UBS hat ihr Kursziel für den Börsenbetreiber von 250 auf 260 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Grund: Starke Aktivität seit Kriegsbeginn, die die Gewinnschätzungen bis 2028 nach oben korrigiert.
Stand: Dienstag, 24. März 2026, 09:57 Uhr (Europe/Berlin)
UBS-Analyse hebt Prognosen an
Analyst Michael Werner von der UBS begründet die Anpassung mit der "starken Handelsaktivität im ersten Quartal". Besonders seit Ausbruch des Nahostkonflikts seien die Volumina explodiert. Dies wirkt sich positiv auf das Ergebnis je Aktie (EPS) aus, das nun bis 2028 angehoben wurde. Die Neutral-Einstufung signalisiert jedoch keine klare Kaufempfehlung, da die Bewertung angesichts der Unsicherheiten als fair eingestuft wird.
Die Deutsche Börse AG, mit Sitz in Frankfurt, ist einer der größten Börsenbetreiber Europas. Sie betreibt den Xetra-Handelsplatz, Clearstream für Wertpapierabwicklung und Eurex für Derivate. In Zeiten geopolitischer Turbulenzen wie dem aktuellen Iran-Krieg steigen die Handelsvolumina typischerweise, da Anleger Risiken hedgen und Positionen anpassen.
Iran-Krieg als Volumen-Treiber
Der Konflikt im Nahen Osten hat die globalen Märkte in Aufruhr versetzt. Am Montag, dem 23. März 2026, sorgten Aussagen von US-Präsident Donald Trump für eine vorübergehende Erholung: Der DAX drehte nach frühen Verlusten ins Plus. Dennoch schwinden Hoffnungen auf ein schnelles Ende der Kampfhandlungen. Experten wie Berndt Fernow von der LBBW warnen: Das Mullah-Regime in Teheran kämpft ums Überleben, während das Weiße Haus keinen Plan B habe.
Die Blockade der Straße von Hormus und Angriffe auf Ölanlagen treiben Energiepreise in die Höhe. Brent-Öl korrigierte zwar von über 120 auf rund 100 US-Dollar pro Barrel, bleibt aber volatil. Dies erhöht den Inflationsdruck und gefährdet Zinssenkungen. Für Börsen wie die Deutsche Börse bedeutet das: Höhere Transaktionszahlen durch panische Käufe und Verkäufe.
Charttechniker Christoph Geyer konstatiert: Der DAX hat wichtige Unterstützungszonen unterschritten. Eine nachhaltige Erholung erfordert ein Ende der Kämpfe. Bislang zeigen Supply-Chain-Indizes keine Auffälligkeiten, Schifffahrtsaktien bleiben überschaubar betroffen.
Indexwechsel wirksam: MDAX und SDAX im Umbruch
Ab Montag, 23. März 2026, trat eine Neuzusammensetzung der DAX-Indizes in Kraft. Im MDAX steigen Deutz, Salzgitter und Jenoptik auf; TeamViewer, Fielmann und Carl Zeiss Meditec wechseln in den SDAX. Init innovation in traffic systems kommt hinzu, PSI Software verlässt den SDAX. Diese Änderungen, am 5. März angekündigt, beeinflussen ETF-Portfolios und passive Indizes, was kurzfristig Handelsvolumina antreibt.
Für Anleger im DACH-Raum sind solche Wechsel relevant: Viele Fonds tracken diese Indizes. Die Deutsche Börse profitiert direkt von den Umschichtungen. Lufthansa verpasste den DAX-Aufstieg knapp; nächste Chance im September.
Berichtssaison und Konjunkturdaten dominieren die Woche
Diese Woche legen MDAX- und SDAX-Unternehmen Q4-2025-Zahlen vor: Salzgitter, Drägerwerk, Jenoptik, Hornbach, CTS Eventim, Cewe. Die Ergebnisse werden vom Iran-Krieg überschattet. Dienstag, 24. März, 10:00 Uhr: Eurozone-PMI März – Erwartung breiter Rückgänge. Mittwoch: ifo-Geschäftsklima Deutschland – Commerzbank sieht deutlichen Einbruch durch Energiepreise. Donnerstag: GfK-Konsumklima – DekaBank prognostiziert Sinkflug wegen Ängsten vor Kaufkraftverlusten.
Globale Märkte reagieren sensibel: SMI schloss Montag minus 1,3 Prozent, DAX nach Tauchgang minus 0,8 Prozent. US-Indizes hielten sich besser. Europäische Anleger sollten auf Volatilität vorbereitet sein.
Ausblick für Deutsche Börse: Chancen in der Krise
Trotz Marktrückgängen (DAX minus 4 Prozent intraday) bleibt die Deutsche Börse resilient. Höhere Volumina kompensieren schwächere Listings. Langfristig: Wachstum durch Digitalisierung und Derivate. UBS-Schätzungen berücksichtigen dies. Risiken: Längere Kriegsdauer könnte Konjunktur bremsen, Volumina nachlassen.
Private Anleger im deutschsprachigen Raum sollten die Aktie (ISIN DE0005810055) als defensiven Wert betrachten: Stabile Dividenden, Monopolstellung in Europa. Professionelle Investoren nutzen Volatilität für Derivate-Handel über Eurex.
Risiken und Chancen im Detail
Geopolitische Risiken: Eskalation könnte Öl über 120 Dollar treiben, Rezession auslösen. Positiv: Erneuerbare Energien und Versorger profitieren langfristig. Deutsche Börse ist neutral positioniert. Vergleich: Konkurrenten wie Euronext oder LSEG zeigen ähnliche Volumenanstiege.
Technische Analyse: Aktie testet Unterstützung bei 220 Euro. Breakout über 250 Euro könnte 260 Euro (UBS-Ziel) anvisieren. Dividendenrendite attraktiv bei ca. 1,5 Prozent.
Europäische Perspektive für DACH-Anleger
In Deutschland, Österreich und Schweiz fließen Milliarden in DAX-nahe Produkte. Der Iran-Krieg verstärkt Europa-Fokus: Weniger US-Abhängigkeit. Deutsche Börse als Backbone der Region. Regulatorische Stabilität durch BaFin-Aufsicht.
Strategien: Buy-and-Hold für Stabilität, Optionshandel für Volatilität. ETFs auf MDAX/SDAX passen sich Wechseln an – automatisierte Umschichtungen boosten Volumen.
Weiterführende Quellen
UBS-Analyse zur Deutsche Börse AG
Deutsche Börse-Wochenausblick
DAX-Entwicklung Montag
Indexwechsel MDAX/SDAX
Disclaimer: Keine Anlageberatung. Finanzinstrumente und Märkte sind volatil.
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