Deutsche Börse AG im Iran-Kriegsturbulenz: UBS bestätigt Neutral-Einstufung bei höherem Kursziel – Ausblick auf volatile Woche
24.03.2026 - 09:41:42 | ad-hoc-news.deDie Deutsche Börse AG (ISIN: DE0005810055) steht inmitten geopolitischer Spannungen, die die globalen Märkte erschüttern. UBS hat das Kursziel für den Börsenbetreiber von 250 auf 260 Euro angehoben und die Einstufung auf 'Neutral' belassen. Grund: Die Handelsvolumina sind seit Ausbruch des Iran-Kriegs deutlich gestiegen, was die Ergebnisschätzungen bis 2028 nach oben korrigiert.
Stand: Dienstag, 24. März 2026, 09:41 Uhr (Europe/Berlin)
Starke Handelsaktivität als Krisenprofiteur
Analyst Michael Werner von UBS hebt in einer Studie vom 23. März hervor, dass die Volumina bei der Deutschen Börse besonders seit Beginn des Nahostkonflikts zugenommen haben. Dies führt zu höheren Schätzungen für das Ergebnis je Aktie bis 2028. In Zeiten erhöhter Volatilität – getrieben durch den Iran-Krieg, blockierte Schifffahrtsrouten wie die Straße von Hormus und explodierende Energiepreise – profitieren Börsenplätze wie Frankfurt von gesteigerter Handelsaktivität. Der DAX hat kürzlich Unterstützungszonen unterschritten, was weitere Verkäufe auslöst, aber gleichzeitig das Volumen antreibt.
Marktcrash und Energiepreisschock
Die Börsen reagieren panisch auf die Eskalation: Der DAX fiel am 23. März zeitweise um 4 Prozent, der Euro Stoxx 50 um 3,6 Prozent. Der Ölpreis Brent schoss in den frühen Morgenstunden über 120 US-Dollar pro Barrel, korrigierte später auf rund 100 Dollar. Experten wie Berndt Fernow von der LBBW warnen, dass das Mullah-Regime in Teheran entschlossen kämpft, ohne Plan B aus Washington. Dies blockiert Lieferketten, doch der Global Supply Chain Pressure Index zeigt derzeit keine Auffälligkeiten. Schifffahrtsaktien als Frühindikator bleiben überschaubar.
Index-Neuzusammensetzung in Kraft
Ab Montag, 23. März 2026, tritt eine Neuzusammensetzung der DAX-Indizes in Kraft. In den MDAX steigen Deutz, Salzgitter und Jenoptik auf, während TeamViewer, Fielmann und Carl Zeiss Meditec in den SDAX wechseln. Init innovation in traffic systems kommt hinzu. Diese Änderungen, am 5. März angekündigt, könnten kurzfristig Handelsvolumina weiter ankurbeln, was der Deutschen Börse direkt nutzt. Charttechniker Christoph Geyer betont jedoch: Eine nachhaltige Erholung ist nur mit Ende der Kampfhandlungen möglich.
Wöchentlicher Konjunkturausblick
Diese Woche dominieren Kriegsfolgen die Stimmungsindikatoren. Heute, 24. März um 10:00 Uhr, erscheinen die Eurozone-Einkaufsmanagerindizes (PMI). Die DekaBank erwartet breitbasierte Rückgänge durch den Nahostkrieg. Morgen, 25. März, folgt der ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland; Commerzbank rechnet mit deutlichen Einbußen aufgrund gestiegener Energiepreise. Am Donnerstag, 26. März, sinkt voraussichtlich das GfK-Konsumklima. Gleichzeitig legen Unternehmen wie Salzgitter, Drägerwerk, Jenoptik, Hornbach, CTS Eventim und Cewe Quartalszahlen vor – unter schwierigen Bedingungen.
Aktienrückkäufe und Eigenkapitalstärke
Die Deutsche Börse AG hat kürzlich Aktien zurückgekauft: Bis März 2026 wurden 568.000 Aktien erworben, ausschließlich über die Börse. Dies signalisiert Vertrauen in die eigene Stärke. Ähnlich agiert die Deutsche Bank mit 17,2 Millionen Aktien. Solche Programme stabilisieren den Kurs in volatilen Zeiten und unterstützen das Eigenkapital.
Risiken und Chancen für Anleger
Für private und professionelle Anleger im DACH-Raum birgt die Situation Chancen: Börsenbetreiber wie die Deutsche Börse profitieren strukturell von Volatilität, unabhängig vom Kriegsausgang. UBS' angehobenes Kursziel auf 260 Euro impliziert Potenzial bei aktuellen Niveaus. Dennoch warnen Experten vor fehlenden Einstiegschancen; Unterstützungszonen sind brüchig. Der Energiepreisschock könnte Erneuerbare und Versorger begünstigen, doch der breite Markt bleibt anfällig. Langfristig könnte ein anhaltender Konflikt die Inflation anheizen und Zinssenkungen verzögern.
Vergleich mit Peers
Im Vergleich zu internationalen Börsen wie NYSE oder LSE zeigt die Deutsche Börse Resilienz durch ihre Fokussierung auf Europa. Der Schweizer SMI fiel am 23. März um 1,3 Prozent, der SPI ebenso. US-Indizes wie Dow Jones schlossen moderat im Minus. Die erhöhte Volatilität treibt jedoch überall Volumina – ein Sektorvorteil für Börsenbetreiber.
Technische Analyse und Szenarien
Christoph Geyer konstatiert: Der DAX hat die Monatsunterstützung dynamisch unterschritten; die nächste Zone ist schwach. Positive Überraschungen sind unwahrscheinlich, solange keine Deeskalation eintritt. Für Deutsche Börse-Aktie gilt: Starke Q1-Volumina stützen, doch geopolitische Risiken dominieren. Trader sollten Volatilität nutzen, Langfristinvestoren auf Berichtssaison warten.
Implikationen für DACH-Investoren
Im deutschsprachigen Raum, wo der DAX zentral ist, verstärkt der Krieg Ängste vor Rezession. Dennoch: Die Deutsche Börse als Infrastrukturaktie bietet Dividendenstabilität und Wachstumspotenzial durch Digitalisierung. UBS-Schätzungen berücksichtigen dies. Anleger sollten Diversifikation prüfen, z.B. in defensive Sektoren.
Weiterführende Quellen
UBS-Analyse zu Deutsche Börse
Wochenausblick Deutsche Börse
Aktienrückkauf Deutsche Börse
Börsen-Ticker 23. März
Disclaimer: Keine Anlageberatung. Finanzinstrumente und Märkte sind volatil.
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