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AKTIEN IM FOKUS: Staatskrise in Frankreich bringt Druck auf Banken und Bonds

06.10.2025 - 11:14:05

Der überraschende und rasche Rücktritt des französischen Premierministers Sebastien Lecornu hat Europas Bankensektor am Montag schwer belastet.

Er fiel an das Ende des Branchentableaus des Stoxx Europe 600 EU0009658202, wobei zuvordest die Kurse französischer Banken absackten.

Societe Generale FR0000130809 büßten 6,8 Prozent ein, BNP Paribas FR0000131104 5,7 Prozent und Credit Agricole FR0000045072 5,4 Prozent. Im EuroStoxx 50 EU0009658145 gaben Santander ES0113900J37, Deutsche Bank DE0005140008, Intesa Sanpaolo IT0000072618, Unicredit IT0005239360 und BBVA ES0113211835 und ING NL0011821202 zwischen 1,0 und 2,1 Prozent nach. Außerhalb des Euroraums verloren Barclays GB0031348658 1,2 Prozent und UBS CH0244767585 0,6 Prozent.

So nimmt die politische und damit auch die wirtschaftliche Unsicherheit wegen der Regierungskrise in Frankreich zu. Nach nur vier Wochen im Amt trat Lecornu an diesem Montag überraschend zurück. Am Vorabend hatte der Politiker die Verteilung der Schlüsselressorts in der künftigen Regierung bekanntgemacht und damit die Konservativen gegen sich aufgebracht, die prompt mit einem Rückzug aus der Regierung drohten.

"Der derart rasche Rücktritt von Lecornu sorgt für erneute Unsicherheit unter den Investoren, vor allem weil damit weiter unklar bleibt, wie Frankreich aus der angespannten Finanzlage kommen will", erklärte Börsenexperte Andreas Lipkow.

Der Rücktritt brachte im Handel mit Euro-Staatsanleihen auch die französischen Bonds stark unter Druck. Ihre Verzinsung stieg im Gegenzug kräftig. Die Rendite richtungsweisender 10-jähriger französischer Anleihen legte in der Spitze auf knapp 3,6 Prozent zu und war von einem Höchststand seit März nicht mehr weit entfernt. Das zeige deutlich, dass Investoren beim Kauf französischer Staatsanleihen inzwischen deutlich höhere Risikoprämien forderten, sagte ein Börsianer.

@ dpa.de

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