Aktien Frankfurt Ausblick: Leichtes Minus zum Wochenauftakt erwartet
26.01.2026 - 08:16:53In Deutschland und in den USA steht die neue Börsenwoche im Zeichen der Berichtssaison der Unternehmen, die nun in Fahrt kommt, sowie der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend.
Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax DE000A0C4CA0 den Dax DE0008469008 0,2 Prozent tiefer bei 24.851 Punkten, nachdem er in der Vorwoche rund anderthalb Prozent eingebüßt hatte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 wird am Morgen ebenfalls moderat im Minus erwartet.
Die Aktien von Stabilus DE000STAB1L8 stiegen im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate um 3,0 Prozent. Der Auto- und Industriezulieferer bekam im abgelaufenen Quartal die schwächere Nachfrage in der Autoindustrie zu spüren. Der Umsatz schrumpfte um 10,7 Prozent und das bereinigte operative Ergebnis um knapp 23 Prozent. Dennoch wurden die Ziele für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 (Ende September) bestätigt.
Für die Papiere von Friedrich Vorwerk DE000A255F11 ging es auf Tradegate um 2,9 Prozent nach oben. Der Pipeline- und Anlagenbauer für Erdgas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen hat nach einem kräftigen Schlussspurt seine Ziele für das vergangene Jahr übertroffen. Der Umsatz hatte 2025 um gut 41 Prozent zugelegt, das operative Ergebnis (Ebitda) hatte sich mehr als verdoppelt.
Die Deutsche Bank DE0005140008 baut ihr Privatkundengeschäft weiter um. "Bis Ende 2026 sollen im Rahmen der bestehenden Programme noch rund 100 Standorte wegfallen, nachdem es schon in den vergangenen Jahren Kürzungen gab", sagte Privatkundenvorstand Claudio de Sanctis den Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX. Ende vergangenen Jahres hatten Deutsche Bank und Postbank nach Konzernangaben in Deutschland zusammen gut 750 Zweigstellen.
Der Industriekonzern Thyssenkrupp DE0007500001 erwägt laut Insidern den Verkauf einer Beteiligung am Hersteller von Wälzlagern Rothe Erde. Dabei gehe es um einen Anteil von rund 30 Prozent, für den der MDax DE0008467416-Konzern das Interesse potenzieller Käufer auslote, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Dabei würde der Bereich mit etwa 1,5 Milliarden Euro bewertet.
Die Aktien von Nemetschek DE0006452907 schnellten auf Tradegate um mehr als 8 Prozent hoch, nachdem die US-Bank JPMorgan sie von "Underweight" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 90 auf 110 Euro angehoben hatte. Analyst Joseph George setzte die Papiere des Bausoftwarespezialisten zudem auf die "Analyst Focus List" mit den besten Anlageideen der Investmentbank.
Die kanadische Bank RBC stufte die Aktien von Hugo Boss DE000A1PHFF7 von "Outperform" auf "Sector Perform" ab und das Analysehaus Jefferies jene von Kion DE000KGX8881 von "Hold" auf "Underperform".

