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Frankfurt Schluss: Dax scheitert an der 25.000-Punkte-Hürde

24.02.2026 - 18:12:50 | dpa.de

Der Dax DE0008469008 hat sich am Dienstag letztlich vergeblich an der 25.000-Punkte-Hürde abgemüht.

Auch die freundliche Wall Street konnte nicht nachhaltig stützen.

Mit einem Minus von 0,02 Prozent auf 24.986,25 Punkten beendete der deutsche Leitindex die Sitzung. Der MDax DE0008467416, der Index der mittelgroßen Börsenwerte, gewann 0,10 Prozent auf 31.409,50 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 ging es um 0,04 Prozent auf 6.116,60 Zähler nach oben. Nahezu unverändert schloss auch der britische Leitindex FTSE 100 GB0001383545. Der SMI CH0009980894 in Zürich überwand dagegen erstmals die Marke von 14.000 Punkten und ging mit einem deutlichen Plus aus dem Tag.

"Die Mutigen sind aktuell in der Minderheit", resümierte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners den Dax-Verlauf. Die doppelte Unsicherheit aus US-Zollpolitik und Iran-Konflikt halte die Anleger derzeit von Aktienkäufen ab. Allerdings kehrten sie bei Kursschwächen auch immer mal wieder an den Markt zurück. Chef-Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets schrieb außerdem, dass mit Blick auf die Zollthematik die zentrale Frage nun laute, "wie ein Abkommen zwischen den USA und der Europäischen Union vereinbart werden kann, wenn es überhaupt keine Klarheit mehr gibt".

Unternehmensseitig sorgte die Berichtssaison für kräftige Kursausschläge in einzelnen Aktien. Die Papiere des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC) DE0005785604 verloren 7,5 Prozent und die des Triebwerksbauers MTU DE000A0D9PT0 büßten 6,6 Prozent ein. Bei beiden wurden am Markt vor allem die Management-Ziele für 2026 bemängelt.

Versorger wie RWE DE0007037129 und Eon DE000ENAG999 zählten hingegen mit plus 1,9 und plus 1,4 Prozent zu den besten Dax-Werten. In einem unsicheren Umfeld gewinnen sie an Bedeutung als sogenannte sichere Häfen, da sie - anders als Zykliker - allenfalls geringfügig von wirtschaftlichen Schwankungen betroffen sind. Zudem profitieren Energieunternehmen von den hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz.

Im Nebenwerte-Index SDax DE0009653386 legten zahlreiche Unternehmen nach der Vorlage ihrer Zahlen und Ziele zu. Die Elmos DE0005677108-Aktie sprang dabei auf ein Rekordhoch und ging letztlich mit einem Aufschlag von 11,3 Prozent aus dem Tag. Seit Jahresbeginn ist sie bereits um etwas mehr als 46 Prozent gestiegen. Nach dem mäßigen Vorjahr strebt der Halbleiterkonzern 2026 ein deutliches Umsatzplus an. Auch die operative Ergebnismarge soll sich verbessern. Die Ziele für 2030 wurden bekräftigt, allerdings mit noch etwas mehr Zuversicht für den freien Barmittelzufluss.

Der Brennstoffzellenspezialist SFC Energy DE0007568578 setzt nach einem holprigen Jahr auf baldige Besserung. So soll der Umsatz im laufenden Jahr wieder steigen und auch für das eingebrochene operative Ergebnis soll es wieder deutlich bergauf gehen. Analyst Malte Schaumann von Warburg Research sieht die Zielspanne für das operative Ergebnis über seinen Erwartungen. Die Aktie gewann 9,6 Prozent.

Für Indus DE0006200108 ging es um 1,0 Prozent hoch, womit die Aktie allerdings nur einen kleinen Teil der Gewinnmitnahmen der vergangenen zwei Wochen wettmachte. Das auf Mittelständler spezialisierte Beteiligungsunternehmen bekam zwar im vergangenen Geschäftsjahr die Belastungen durch die US-Zollpolitik zu spüren, erreichte aber die eigenen Ziele.

Für Gerresheimer DE000A0LD6E6 ging es um 2,6 Prozent auf 18,64 Euro bergab. Vortags hatte schon der Kursrutsch des Pharmariesen Novo Nordisk DK0062498333 die Aktie des Spezialverpackungsherstellers in Mitleidenschaft gezogen. Nun rät die schweizerische Großbank UBS mit einem auf 12,90 Euro eingestampften Kursziel zum Verkauf.

Im MDax nahmen Aixtron DE000A0WMPJ6 mit plus 5,2 Prozent die Spitze ein. Analyst Oliver Wong von Bank of America hob seine Schätzungen und auch sein Kursziel für das Papier des Spezialanlagenbauers an und bekräftigte seine Kaufempfehlung. Der Experte ist stark optimistisch für den Bereich Optoelektronik, etwa angesichts der Kapazitätspläne des US-Unternehmens Lumentum US55024U1097./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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