Aktien Frankfurt Ausblick: Dax nimmt 25.000 Punkte ins Visier vor Nvidia-Zahlen
25.02.2026 - 08:20:56 | dpa.deEine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax DE000A0C4CA0 als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,16 Prozent auf 25.028 Punkte. Am Dienstag hatte er kaum verändert knapp unter der runden Marke geschlossen. Sein am Vortag ähnlich lethargischer Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 EU0009658145 wird am Mittwochmorgen ebenso moderat im Plus erwartet.
Die neuen Zölle von Donald Trump hätten den Dax nur kurzfristig aus dem Tritt gebracht, schrieb Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. In seiner Rede zur Lage der Nation sei der US-Präsident ohne neue Zolldrohungen ausgekommen, nachdem ihm das jüngste Urteil des obersten US-Gerichts ein zentrales Werkzeug seiner politischen Agenda aus der Hand genommen habe. Zudem hätten sich die Anleger bei diesem Thema "inzwischen ein dickes Fell zugelegt". Wichtigere Themen seien die am Abend nach US-Börsenschuss anstehenden Geschäftszahlen des auf KI-Chips spezialisierten Tech-Riesen Nvidia sowie generell die Bewertungen von KI-Aktien.
Die diesbezüglichen Signale aus den USA sind positiv. Am Dienstag hatten die New Yorker Börsen dank positiver Signale von Unternehmen mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz (KI) Kursgewinne erzielt.
Auch in Deutschland geht die Bilanzsaison zur Wochenmitte weiter. Aus dem Dax etwa berichten der Baustoffhersteller Heidelberg Materials DE0006047004, der Energiekonzern Eon DE000ENAG999 und der Medizinkonzern Fresenius DE0005785604 über ihre Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr. Heidelberg Materials erzielte erneut einen Rekord beim operativen Gewinn (Ebit) und will diesen 2026 weiter steigern. Der freie Barmittelfluss und die Nettoverschuldung seien indes schlechter als erwartet ausgefallen, kommentierte ein Händler. Zudem liege die Konsensschätzung für das bereinigte Ebit - das sogenannte RCO - im laufenden Jahr bereits am oberen Ende der Unternehmenszielspanne. Vorbörslich ging es für die Aktie klar bergab.
Eon konnte dank milliardenschwerer Investitionen in den Ausbau des Energienetzes sein bereinigtes operatives Ergebnis ebenfalls steigern und plant bis 2030 weitere Investitionen von 48 Milliarden Euro. Ein Börsianer attestierte den Essenern insgesamt solide Zahlen. Der konservative Ausblick könnte allerdings zu Gewinnmitnahmen bei den gut gelaufenen Aktien sorgen, die sich auch vorbörslich abzeichnen.
Bei Fresenius sorgten Einsparungen sowie ein guter Lauf bei der Pharmatochter Kabi und im Klinikgeschäft für einen Gewinnanstieg, was die Aktien allerdings nicht honorierten. Sowohl die Zahlen, die sonst oft für positive Überraschungen gut seien, als auch der Ausblick sähen auf den ersten Blick durchwachsen aus, hieß es aus dem Markt. Dementsprechend sei ein Kursrückgang zu erwarten, nachdem am Dienstag schon die Zahlen des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC DE0005785802) belastet hätten. An diesem hält Fresenius nach wie vor eine Beteiligung.
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