Demenz: Gefühle bleiben, auch wenn das Gedächtnis schwindet
17.01.2026 - 05:34:12Menschen mit Demenz bewahren oft lange ihre emotionale Erlebniswelt. Diese Erkenntnis verändert den Umgang mit der Krankheit grundlegend. Angehörige und Pflegende können so neue Wege der Verbindung finden.
Experten und Organisationen wie die Deutsche Alzheimer Gesellschaft betonen einen ressourcenorientierten Ansatz. Statt sich nur auf die Verluste zu konzentrieren, rücken die verbleibenden Fähigkeiten und das emotionale Wohlbefinden in den Fokus. Die Leitlinien fordern, Betroffenen so viel Autonomie wie möglich zu gewähren.
Das emotionale Gedächtnis als verborgene Stärke
Während das Kurzzeitgedächtnis früh nachlässt, bleiben die für Gefühle zuständigen Hirnareale oft länger intakt. Die Betroffenen empfinden und speichern Emotionen, auch wenn der konkrete Anlass vergessen ist. Ein schöner Tag hinterlässt ein Gefühl der Geborgenheit – selbst wenn die Erinnerung verblasst.
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Dieses Wissen ist ein Schlüssel für den Alltag. Positive emotionale Erlebnisse wirken wie ein Anker. Sie können das Wohlbefinden steigern, Stress reduzieren und herausforderndes Verhalten mindern. Es geht darum, eine Atmosphäre von Sicherheit und Freude zu schaffen.
Wenn Worte fehlen: Kommunikation über Blicke und Berührung
Wo Sprache verloren geht, gewinnt die nonverbale Kommunikation immense Bedeutung. Ein warmes Lächeln, ein sanfter Händedruck oder liebevoller Augenkontakt schaffen oft mehr Verbindung als komplexe Sätze. Organisationen wie Alzheimer Schweiz betonen die Wichtigkeit von Geduld und aufmerksamer Beobachtung.
Für Angehörige bedeutet das eine Anpassung:
* Einfache, kurze Sätze verwenden
* Mit einer offenen, zugewandten Körpersprache Präsenz signalisieren
* Auf die Biografie zurückgreifen, um an positive Erinnerungen anzuknüpfen
Die Kraft von Musik und Kunst
Musik- und Kunsttherapie haben sich als wirksame Brücken zur Gefühlswelt erwiesen. Lieder aus der Jugend können verschüttete Erinnerungen und starke Emotionen wecken. Das Musikgedächtnis sitzt in Hirnregionen, die von Demenz oft spät betroffen sind.
Gemeinsames Singen oder Musikhören kann die Stimmung aufhellen. Beim Malen oder Gestalten in der Kunsttherapie steht nicht das perfekte Ergebnis im Vordergrund. Der kreative Prozess selbst vermittelt Freude und ein Gefühl von Kompetenz – ganz ohne Worte.
Vom Defizit zum Menschen: Ein Paradigmenwechsel
Die Demenzbetreuung durchläuft einen grundlegenden Wandel. Die defizitorientierte Sicht weicht einem Ansatz, der Lebensqualität und emotionales Wohlbefinden in den Mittelpunkt stellt. Die einfache Wahrheit „Gefühle dementieren nicht“ verändert Pflegekonzepte.
Die Forschung arbeitet zwar weiter an Medikamenten. Parallel rücken aber psychosoziale Interventionen stark in den Fokus. Ihr Ziel ist es, die vorhandenen emotionalen und sozialen Ressourcen zu stärken. So soll ein besseres Leben mit der Krankheit für alle Beteiligten möglich werden.
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